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Nach erneuten DFB-Blamage

Müller kritisiert Löw scharf und hält „Defensivtaktik“ bei EM für „gescheitert“

Trainer Joachim Löw (l) spricht bei der WM 2018 in Russland mit seinem Spieler Thomas Müller.
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Ex-Trainer Joachim Löw (l) spricht bei der WM 2018 in Russland mit seinem Spieler Thomas Müller.

Thomas Müller hat eine gute Woche nach dem enttäuschenden Achtelfinale-K.o. bei der Fußball-Europameisterschaft ein persönliches Fazit gezogen, indem er auch die vorsichtige Turniertaktik von Bundestrainer Joachim Löw hart kritisiert.

München - „Der Frust und Ärger“ über das vorzeitige Ausscheiden sitzt bei dem 31 Jahre alten Offensivakteur des FC Bayern München „auch mit ein paar Tagen Abstand noch tief“. Für Müller ist man „verdient ausgeschieden“.

Nach nur einem Sieg in vier EM-Partien bilanzierte der Rückkehrer ins Nationalteam: „Uns hat die nötige Effektivität an beiden Enden des Platzes gefehlt.“ Zur taktischen Ausrichtung von Löw äußerte Müller am Montag in seinem Internet-Newsletter: „Mit unserer Bestrebung, durch eine eher abwartende, kompakte Defensivstrategie ohne Gegentor zu bleiben, sind wir de facto gescheitert.

Defensive Ausrichtung wurde Löw zum Verhängnis

Löw hatte seine Mannschaft entgegen der Meinung vieler Experten auf eine Fünferkette umgestellt und diese Taktik nie wieder verändert. Im Angriff fiel aufgrund der fehlenden Offensivkraft die Durchschlagskraft und hinten stand trotz Defensivausrichtung nie die Null - im Schnitt fast zwei Gegentore. Weiter mussten viele Spieler auf ungewohnten bzw. unbeliebten Positionen spielen.

An der Einstellung des Teams lag es nach Ansicht des Weltmeisters von 2014 jedenfalls nicht: „Die Truppe, auf die ich gestoßen bin, hatte die Qualität, den Willen und auch die Arbeitsmoral, wieder an alte Erfolge anzuknüpfen.“ Löw hatte Müller zur EM zurückgeholt.

„Haxen und Seele baumeln lassen“

In seinem Urlaub bis zur nächsten Saison mit dem FC Bayern wolle er „versuchen, die Haxen und auch die Seele ein bisschen baumeln zu lassen“, schrieb Müller. Er persönlich versuche, Enttäuschungen wie die EM „in positive Arbeitsenergie umzuwandeln“. Der Offensivstar blieb auch bei seinem dritten EM-Turnier torlos, hatte im Spiel gegen England aber kurz vor Schluss den Ausgleich auf dem Fuß.

Seine eigene Zukunft im DFB-Team lässt Müller weiter komplett offen. Er äußerte sich dazu nicht. Toni Kroos hatte nur wenige Tage nach dem Turnier-Aus seinen Abschied aus der DfB-Elf verkündet.

Ein weiteres Engagement Müllers in der Nationalelf scheint aber weiterhin realistisch - vor allem nach der Verpflichtung von Hansi Flick.

mz/dpa

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