nach MASSIVEn AUSSCHREITUNGEN im Relegationsspiel

TSV 1860 München zu "Geisterspiel" gegen Nürnberg verurteilt

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der Fanblock des TSV 1860 München bei der Partie gegen Wacker Bughausen am 2. Spieltag. Am 1. August wird er - wie das gesamte Stadion - leer bleiben.
  • schließen

München - Der TSV 1860 München wird am 1. August ein Heimspiel ohne Zuschauer bestreiten müssen. Das ergeht aus einem Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes.

Lesen Sie auch:

So lief die Mitgliederversammlung des TSV 1860 München

Das Relegations-Rückspiel gegen den SSV Jahn Regensburg Ende Mai 2017 zieht für den TSV 1860 München Konsequenzen nach sich. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte die Löwen zu einem Heimspiel unter vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit. Demnach sind zum Spiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg am Dienstag, 1. August, keine Zuschauer zugelassen. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig. Bereits beim Dauerkarten-Verkaufs-Start war darüber spekuliert worden, da anstelle von 18 nur 17 Heimspiele angeboten wurden.

Die Begründung des DFB:

"Nach den schweren Zuschauer-Vorkommnissen im Relegationsrückspiel gegen Jahn Regensburg am 30. Mai 2017 und weiteren Verfehlungen bei fünf anderen Partien hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Regionalligisten TSV 1860 München zu einem Meisterschaftsspiel unter vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit ("Geisterspiel") verurteilt. Beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg II am 1. August 2017 müssen demnach sämtliche Zuschauerbereiche geschlossen bleiben. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.

In den letzten zehn Minuten des Relegationsrückspiels gegen Regensburg hatten Münchner Zuschauer versucht, den Platz zu stürmen, was von der Polizei verhindert werden konnte. Die Begegnung musste für eine Viertelstunde unterbrochen werden. Während und nach der Unterbrechung wurden zahlreiche Gegenstände wie etwa Fahnenstangen, Bierbecher und herausgerissene Sitzteile auf das Spielfeld geworfen. Zuschauer-Vorkommnisse bereits im Hinspiel

Schon im Relegationshinspiel bei Jahn Regensburg am 26. Mai 2017 hatten sich Münchner Zuschauer daneben benommen, indem sie Pyrotechnik zündeten und teilweise auf das Spielfeld warfen und schossen. Zudem flogen Becher aus dem Gästeblock Richtung Rasen.

Pyrotechnische Vorkommnisse gab es darüber hinaus während der Zweitligaspiele bei Fortuna Düsseldorf am 31. März 2017, bei Erzgebirge Aue am 9. April 2017, bei Dynamo Dresden am 5. Mai 2017 und beim 1. FC Heidenheim am 21. Mai 2017."

Das war beim Relegations-Rückspiel passiert:

Nach der Führung des Jahn wandten sich die Löwen-Fans in der zweiten Halbzeit von ihrem Verein ab und sorgten schließlich in der Schlussphase für einen handfesten Skandal, indem sie zahlreiche Gegenstände wie Böller, Sitzschalen und Stangen auf das Spielfeld, darunter auch auf die eigenen Spieler und Verantwortlichen, schleuderten. Nur durch massives Einschreiten von Ordnern und Polizei und die Umsichtigkeit der Verantwortlichen konnte das Spiel nach einer rund 15-minütigen Unterbrechung überhaupt zu Ende gebracht werden. Blau-weiße Chaoten warfen anschließend noch weiter munter mit Sitzen und Stangen und verfehlten dabei Jahn-Keeper Philipp Pentke und andere Spieler mehrfach nur um Zentimeter.

TSV 1860 München vs. Jahn Regensburg

mh

Nach dem Spiel zwischen dem TSV 1860 München und Wacker Burghausen lobte die Polizei übrigens, dass die Fans sehr bemüht waren, einen friedlichen und ruhigen Verlauf des Spiels auf den Rängen zu gewährleisten.

Zurück zur Übersicht: Fußball

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser