Oldie Heynckes lässt alle alt aussehen

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Jupp Heynckes hat aus Bayer Leverkusen einen Titelkandidaten gemacht

Düsseldorf - Die Halbzeit-Tabelle der Fußball-Bundesliga spiegelt ein Phänomen wieder: Erfahrung ist Trumpf auf den Trainerbänken. Das Bundesliga-Wochenende im Überblick.

Nicht die junge Trainer-Generation gibt den Ton an, sondern die Routiniers Jupp Heynckes (64), Felix Magath (56) und Louis van Gaal (58), die mit Bayer Leverkusen (35 Punkte), den FC Schalke 04 (34) und Bayern München (33) Platz eins bis drei besetzen. “Der unschätzbare Vorteil ist die Erfahrung bei der Teamführung. Das ist ein wichtiges Faustpfand“, sagte Heynckes zum Erfolg der Altmeister.

Der 17. Bundesliga-Spieltag in Bildern

FC Schalke 04 - 1. FSV Mainz 05 (1:0): Im Freitagsspiel hatte Schalke-Trainer Felix Magath allen Grund zu grinsen: Sein Team eroberte die Tabellenführung - auch wenn die nur eine Nacht hielt. © Getty
Das Tor des Tages erzielte Jefferson Farfán. © Getty
Nachdem die Schalker Chancen in den ersten zehn Minuten durch Marcelo Bordon, Benedikt Höwedes und Ivan Rakitic noch nicht zur Muss-Kategorie zählten, vollendete Farfán die schönste Kombination der ersten Hälfte mit einem kunstvollen Schlenzer. Nach direktem Zuspiel von Lewis Holtby überwand der Peruaner Keeper Heinz Müller. © Getty
Die Schalker bedanken sich bei den Fans. © Getty
Ausgelassener Jubel bei den Königsblauen. Eine derart erfolgreiche Hinrunde hätten dem jungen Team wohl nur wenige zugetraut. © Getty
Bayern München - Hertha BSC (5:2): Schöne Geste vor Anpfiff. Der neue Präsident Uli Hoeneß grillte für die Fans leckere Würstchen. Sein Vorgänger Franz Beckenbauer (jetzt Ehrenpräsident) wurde mit einer Urkunde geehrt und mit Blumen beschenkt. © Getty
Für das 1:0 sorgte mal wieder "Offensivverteidiger" Daniel van Buyten: Nach einer Badstuber-Ecke stand der Belgier goldrichtig am kurzen Pfosten. © Getty
Autsch! Florian Kringe hilft Hamit Altintop auf die Sprünge. © Getty
Für den Tabellenletzten Hertha BSC kam's ganz dicke! Dieses Foto zeigt das 4:0, das Spiel endete 5:2. © Getty
Die Bayern denken sich wohl: Schade, dass jetzt Winterpause ist. © Getty
Borussia Dortmund - SC Freiburg (1:0): Dieser Fan hatte seine Kleidung nicht gerade den Witterungsverhältnissen angepasst. © AP
Dieser schon eher. © AP
Auch so kann man sich warm halten. © AP 
Auf dem Feld fiel nur ein Treffer: Lucas Barrios (r.) erzielte für den BVB das Tor des Tages. © Getty
Danach stieg eine große Party: Mit einer rauschenden Show hat Borussia Dortmund seinen 100. Geburtstag gefeiert. Unter dem Motto “Danke für 100 Jahre echte Liebe“ bot der Fußball-Bundesligist seinen Fans ein rund 30-minütiges Spektakel. Auf der Hülle eines Riesenballs wurde mit einer Laserprojektion die an Höhepunkten reiche Erfolgsgeschichte des Traditionsclubs projiziert. © Getty
Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg (2:2): In Frankfurt herrschten noch vergleichsweise "milde" Temperaturen. Aus anderen Regionen der Republik wurden zweistellige Minusgrade gemeldet. © Getty
Nachdem es lange Zeit gut aussah für die Wolfsburger, glich Alexander Maier zehn Minuten vor Schluss für die Eintracht aus. © Getty
Frustbewältigung nach Wolfsburger Art: Diego Benaglio. © Getty
Und Edin Dzeko. © Getty
Für Wolfsburg-Coach Armin Veh könnte es eine frostige Winterpause werden: Weil der VfL wieder nicht gewonnen hat, steht er weiter unter großem Druck. Um seinen Job muss er aber zunächst nicht fürchten. Wolfsburgs mächtiger Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz: “Der Trainer steht nicht zur Disposition. Wir werden mit Armin Veh weiterarbeiten.“ © Getty
Hannover 96 - VfL Bochum (2:3): Hannover-Keeper Florian Fromlowitz trägt den Schal zum Gedenken an Robert Enke. © dpa
Nur auf die Bochumer nicht: Die erzielten ein Tor mehr als die Niedersachsen. © Getty
Erst sahen die Hannoveraner so aus. Durch einen Doppelpack von Jan Schlaudraff (6./33. Minute) gingen sie mit einer 2:0-Führung in die Pause. © Getty
Betretene Mienen bei den Hannoveranern eine Halbzeit später: Paul Freier (52.), Joel Epalle (54.) und Christian Fuchs (86.) drehten das Spiel. © Getty
H96-Coach Andreas Bergmann fasst sich an den Kopf: Sein Team hat seine Negativ-Serie fortgesetzt und im sechsten Spiel hintereinander einen Sieg verpasst. © Getty
Bayer Leverkusen - Bor. Mönchengladbach (3:2): Auch am Rhein war es nicht gerade tropisch warm. Trotzdem war die BayArena ausverkauft. Die Fans kamen, um die Herbstmeisterschaft zu feiern. Und sie konnten sie feiern! © dpa
Es war ein packendes Spiel mit viel Betrieb auf beiden Seiten. © Getty
Matchwinner war Toni Kroos (l.): Der Leverkusener erzielte einen Doppelpack. © Getty
Leverkusen ist Herbstmeister! Keeper René Adler musste nach Abpfiff viele Hände schütteln. © Getty
Frohe Weihnachten wünscht die Werkself. Danke, ebenfalls! © Getty
VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim (3:1): Das baden-württembergische Derby am Samstagabend gewannen die Schwaben gegen die Kraichgauer. Das 1:0 für den VfB erzielte Ciprian Marica per Elfmeter. "Sünder" Andreas Ibertsberger (l.) schaut zu - er hatte den Strafstoß mit einem Handspiel verursacht. © Getty
Dem Ausgleich erzielte Maicosuel mit einem Zauber-Freistoß. Er profitierte aber auch davon, dass Aliaksandr Hleb in der Mauer nicht mit hochsprang. © dpa
Sieht nicht aus wie ein Torjubel, ist aber einer! © Getty
Der Rasen sieht nicht nur rutschig aus, er ist es auch! Stuttgarts Celozzi bekommt es zu spüren. © dpa
Die gelb-rote Karte für Hoffenheims Luiz Gustavo war wohl mitentscheidend für die Partie: Danach drehte Stuttgart auf und kam durch Cacau (Foto) und Khedira zum 3:1-Sieg. © Getty
 
Hamburger SV - Werder Bremen (2:1): Früh gingen die Gastgeber durch Joris Mathijsen in Führung. Tim Wiese konnte den Ball nicht abwehren. © dpa
 
Nach einem Foul von Jerome Boateng an Bremens Marko Marin, der alleine auf dem Weg zum Tor war, gab es nicht nur Freistoß für Werder... © dpa
 
... sondern auch die Rote karte für den Hamburger Boateng. Die Entscheidung von Schiedsrichter Florian Meyer war für viele insgesamt zu hart. © dpa
 
Doch der HSV zeigte sich nicht geschockt, sondern nutzte einen Fehler des Bremer Torwarts Wise zum 2:0. Marcell Jansen war der Torschütze. © dpa
 
Bremen kam in der Nachspielzeit noch zum Anschlusstreffer, doch es reichte nicht mehr zum Ausghleich. Hamburg schlägt Bremen im Nordderby mit 2:1. © dpa
 
1. FC Köln - 1. FC Nürnberg (3:0): Zwei Krisen-Vereine trafen sich zum Abschluss der Hinrunde in Köln. Beide Vereine sind in den letzten Wochen aus dem Schwung gekommen. © dpa
 
Im rheinischen Schneetreiben kamen die Gastgeber mit den schwierigen Platzverhältnissen besser zurecht. © dpa
 
Nach einem Eckball von Chihi (37.) köpfte Geromel das erste Kölner Heimtor seit dem 17. Oktober, als Novakovic zum 1:0-Siegtreffer gegen den FSV Mainz 05 getroffen hatte. Damit vermied der Club auch einen unfreiwilligen Eintrag in die Bundesliga-Geschichtsbücher. © dpa
 
Milivoje Novakovic sorgte mit einem Doppelpack für den höchsten Saisonsieg der Kölner (70./77.). Nürnbergs Juri Judt sah wegen wiederholten Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte (84.). © Getty
 
Die FC-Fans unter den 44 500 Zuschauern feierten den höchsten Saisonsieg ihrer Mannschaft mit "Oh, wie ist das schön"-Sprechchören. Nürnberg bleibt auf Abstiegsrang 17, die Kölner überwintern auf Rang 12. © dpa

Dass er nach seiner Rückkehr aus dem Ruhestand die junge Werkself gleich zum Spitzenprodukt der Hinrunde formte und 17 Mal unbesiegt zur zweiten Herbstmeisterschaft nach 2001 führte, verdient Respekt. “Der Titel sagt mir überhaupt nichts. Wichtiger ist mir die Pole- Position in der Tabelle“, meinte Heynckes nach dem 3:2 gegen Borussia Mönchengladbach. “Die Truppe ist willig, erfolgshungrig und konzentriert aufgetreten. So und nicht anders wird es auch 2010 sein.“ Die Hoffnung beim “ewigen Zweiten“, am 8. Mai 2010 den ersten Titel nach vier zweiten Plätzen zu gewinnen, nährt die Statistik: 31 von 46 Herbstmeister standen nach 34 Spieltagen an der Spitze.

Der FC Schalke 04 hatte zweimal den Herbsttitel (1971/2000) geholt, ging am Ende aber jeweils leer aus. Dass die “Königsblauen“ mal wieder etwas Zählbares gewinnen, traut man Hoffnungsträger Magath zu, der trotz des Wirbels um die Finanzkrise seine Mannschaft auf Platz zwei führte. “34 Punkte - das ist etwas, was wir uns nicht mal erträumt hatten“, resümierte er nach dem 1:0 gegen Mainz.

Kult-Trainer! Echte Typen am Spielfeldrand

Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Nicht nur als Spieler, auch als Trainer feierte Franz Beckenbauer den größten Erfolg im Fußballgeschäft: Er gewann die Fußball-Weltmeisterschaft (1974 und 1990). Nach seiner Zeit bei der deutschen Nationalmannschaft trainierte er Olympique Marseille.  © getty
Auch in der Bundesliga saß der „Kaiser“ auf der Bank. Zwei Mal übernahm er den Trainerposten als Interimscoach beim FC Bayern München. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
In der Historie der Fußball-Bundesliga hat sich Pál Csernai als Pionier der Raumdeckung unvergessen gemacht. 1980 und 1981 führte er den FC Bayern München zurück an die Spitze der Bundesliga. Eigentlich hätte Max Merkel nach der Entlassung von Gyula Loránt im Juli 1977 den Posten des Cheftrainers übernehmen sollen. Die Mannschaft sprach sich jedoch für Csernai aus, der bis dato Assistenztrainer war.  © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Er war kurz davor, Trainer der Deutschen Nationalmannschaft zu werden. Doch Christoph Daum verbaute sich mit einem haarsträubenden Zwischenfall die Trainerkarriere. „Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe.“ - ein Satz, der in der Bundesliga absoluten Kultstatus genießt. © getty
Nachdem ihm der Konsum von Kokain nachgewiesen wurde, hat Bayer Leverkusen den Trainer fristlos entlassen, sein Vertrag als Bundestrainer wurde aufgelöst. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Den Spitznamen, den ihm Max Merkel verpasste, wurde er nicht mehr los: Häuptling ondulierte Silberlocke. Den deutschen Fußballfans blieb Jupp Derwall als Nationaltrainer mit der längsten Serie ohne Niederlage (23 Spiele) in Erinnerung. © getty
Am 26. Juni 2007 starb Derwall nach kurzer, schwerer Krankheit. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Nach ihm ist das größte Stadion Österreichs benannt, und sein Name steht für absoluten Offensivfußball: Ernst Happel. © getty
In Österreich zum Trainer des Jahrhunderts ernannt, feierte Happel seine größten Erfolge jedoch hauptsächlich im Ausland. 11 Monate nachdem er 1992 das Amt des österreichischen Nationaltrainers angetreten war, verstarb Happel an Lungenkrebs. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Der SC Freiburg und Volker Finke - es war eine endlos scheinende Ära. 16 Jahre lang trainierte Finke die Breisgauer ohne Unterbrechung, ehe er im Dezember 2006 nach einer erfolglosen Hinrunde seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt gab. © getty
Nach einer unglaublichen Aufholjagd in der Rückrunde bildete sich gar eine Faninitiative („Wir sind Finke“), die den Verein dazu aufforderte, Finke als Trainer zu behalten. Die Fans scheiterten jedoch. Danach zog Finke weiter zu den Urawa Red Diamonds in der J. League. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Auch er ist in der Bundesliga ein Dauergast und gehört quasi schon zum Inventar: Friedhelm Funkel. Seine Sporen verdiente sich Funkel bei Bayer 05 Uerdingen. Später trainierte er den MSV Duisburg, mit dem er 1998 ins DFB-Pokalfinale einzog.  © getty
In Duisburg musste Funkel seinen Stuhl im März 2000 räumen, als der Verein auf dem letzten Tabellenplatz lag. Nach Stationen in Rostock und Köln erlebte Funkel bei Eintracht Frankfurt die erfolgreichste Zeit seiner Karriere.  Am 3. Oktober 2009 übernahm Funkel das Traineramt von Lucien Favre bei Hertha BSC. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Er ist der harte Hund bei FCB und verlieh so manchem Rohdiamanten aus der Bayernjugend den letzten Schliff. Hermann Gerland brachte als Amateurtrainer Stars wie Philipp Lahm oder Bastian Schweinsteiger hervor. © getty
Nach seiner Anfangszeit beim FCB trainierte er unter anderem Tennis Borussia Berlin, den 1. FC Nürnberg und Arminia Bielefeld. 2001 kehrte er nach München zurück. Seit April 2009 ist er Co-Trainer beim FC Bayern. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Er war der letzte Trainer der DDR-Fußball-Nationalmannschaft, doch den meisten ist er als harter Hund bei Energie Cottbus bekannt. Mit Cottbus schaffte Ede Geyer den Durchmarsch von der Regional- in die Bundesliga und führte seine Mannschaft zuvor bereits ins DFB-Pokalfinale. © getty
Nach seiner Entlassung in Cottbus kehrte er zunächst zum FC Sachsen Leipzig, später dann zu Dynamo Dresden zurück. Obwohl er das Team in die dritte Liga führte, wurde er entlassen. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Das Wort „Kulttrainer“ müsste neben seinem Namen im Wörterbuch stehen: Der Trainer Rudolf "Rudi" Gutendorf steht als Rekordhalter gar im Guiness Buch der Rekorde. 55 verschiedene Stationen als Trainer hat Gutendorf inzwischen in seinem Lebenslauf stehen. © getty
Unter anderem war er als Nationaltrainer in den Ländern Australien, Bolivien, Trinidad, Volksrepublik China, Fidschi, Tonga, Tansania, Nepal und Ruanda aktiv. 1997 erhielt er gar das Bundesverdienstkreuz. Demnach hat Gutendorf „in hervorragender Weise als Entwicklungshelfer im sportlichen Bereich das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland gefördert.“ © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Er ist nicht nur Kult, er gehört auch zur Deutschen Fußballgeschichte wie kein anderer. Als Trainer führte Sepp Herberger 1954 die Deutsche Nationalmannschaft zum ersten WM-Erfolg der deutschen Nachkriegsgeschichte. Bereits zur Zeit der Nazis hatte er das Amt des Reichstrainers inne. Bei der Entnazifizierung wurde er als Mitläufer eingestuft. Legendär sind seine Sprüche wie “Der Ball ist rund“, „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ und „Das Spiel dauert 90 Minuten“. © dpa
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Kult in Mainz, Kult in Dortmund, Kult beim ZDF - in kürzester Zeit hat sich Jürgen Klopp in die Herzen der Fußballfans gecoacht.  © getty
Obwohl er bereits Trainer in Dortmund war, feierte „Kloppo“ bei der Mainzer Aufstiegsparty ausgelassen mit. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Die Trainerstationen von Horst Köppel scheinen endlos: Bielefeld, Uerdingen, Dortmund, Düsseldorf, Insbruck, Frankfurt, Gladbach, Al Wahda, ja selbst die Deutsche Nationalmannschaft hat der Trainer in seiner Agenda stehen. © getty
Dort war er 1983-1984 Co-Trainer. Am 26. April 2009 wurde Horst Köppel als neuer Trainer beim FC Ingolstadt 04 vorgestellt. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Brauchen Sie einen Kulttrainer? Hans-Peter Latour sucht derzeit einen Job. In der Bundesliaga hat der Schweizer dabei nicht die beste Duftnote hinterlassen. Der 1. FC Köln hat ihn im November 2007 nach anhaltender Erfolgslosigkeit in der zweiten Liga entlassen. © getty
Latour kehrte zu Grasshopper-Club Zürich zurück. Sein Vertrag dort wurde nicht verlängert. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Neben Ottmar Hitzfeld gilt er als erfolgreichster deutscher Trainer. Udo Lattek ist aus der Bundesliga-Geschichte genauso wenig wegzudenken, wie der Fußball auf dem Rasen. Allein mit Bayern München holte Lattek sechsmal den Titel. © getty
Neben Trappattoni ist er der einzige Trainer, der alle drei Europapokale gewinnen konnte. Das letzte Mal stand der Kultcoach 2000 auf dem Platz und rettete Borussia Dortmund im Saisonfinale vor dem drohenden Abstieg. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Unvergessen hat sich Ewald Lienen nicht nur durch seine zahlreichen Engagements in der Bundesliga und in Griechenland gemacht, sondern mit seiner akribischen Arbeitsweise. © getty
Während dem Spiel notiert er seine Gedankengänge auf einem Block. Diese Eigenart brachte ihm den Spitznamen „Zettel-Ewald“ ein. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
„Loddar“ würde so gerne Trainer in Deutschland sein, darf es aber nicht. Noch kein Bundesligist wollte mit dem Ex-Nationalspieler zusammenarbeiten. Absolut kultverdächtig. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Er ist mit 81 Toren Rekordtorschütze beim SC Freiburg, war Spielertrainer beim FC Frauenfeld, holte mit VfB Stuttgart 1997 den DFB-Pokal und führte die Schwaben ein Jahr später ins Finale des Europapokals der Pokalsieger. © getty
Doch dass aus ihm einmal der Bundes-Jogi werden würde, daran hätte nach unglücklichen Stationen in Istanbul, Karlsruhe, Adanspor, Innsbruck und Wien wohl keiner gedacht. 2004 holte Jürgen Klinsmann Löw in den Trainerstab der Nationalmannschaft. Nach Klinsis Abschied hat der DFB Löw im Juli 2006 als neuen Trainer der DFB-Auswahl vorgestellt. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Wer kennt ihn nicht? Werner „Beinhart“ Lorant. Selbst dem größten Anti-Fußball-Fan ist der ehemalige Löwendompteur ein Begriff. Nach seiner Ära beim TSV kann er zwölf weitere Trainerstationen vorweisen. In der Türkei, Zypern, China oder in der Slowakei, ja selbst in der Bezirksoberliga war Lorant auf der Trainerbank zu bewundern. © getty
Zudem sorgte er in Oliver Pochers Kompetenzteam für Aufsehen, als er eine aus Promis zusammengewürfelte Fußballtruppe coachte, die gegen den FC Bayern antrat. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Ein Trainer liegt am Boden, hält sich schmerzverzerrt die Hände vors Gesicht. Na, klingelt‘s? Norbert Meier sorgte in der jüngsten Bundesligageschichte für einen handfesten Skandal. Seine Kopfstoß-Schwalbe gegen Kölns Albert Streit brachte dem Fußball-Trainer ein dreimonatiges Berufsverbot ein.  © getty
Sein damaliger Club MSV Duisburg kündigte seinen Vertrag. Danach bekam Meier einen Job bei Fortuna Düsseldorf. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
In München bleibt Max Merkel unvergessen: Als Trainer führte der Österreicher die Löwen 1966 zu ihrem bisher einzigen Meistertitel. Nach seiner erfolgreichen Karriere als Trainer machte Merkel als Zeitungs-Kolumnist von sich reden. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Der Name Hans Meyer ist in der Bundesliga die Definiton des Wortes Kulttrainer. Meyer war der erste Trainer aus den ostdeutschen Bundesländern, der einen Verein aus dem Westen in die erste Bundesliga führte. Legendär auch seine Stationen in Nürnberg und Gladbach. © getty
Doch zu Kultstatus stieg Meyer vor allem durch seinen Umgang mit den Medien auf. Sarkasmus und Selbstironie gaben sich hier die Klinke in die Hand. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Der Mann mit dem Schnauzer trainierte in der Bundesliga bereits jeden „kleineren“ Verein, der Rang und Namen hat. Über 500 Mal saß Neururer in der Bundesliga bereits auf der Trainerbank. Seine größten Erfolge feierte er mit dem VfL Bochum. Er führte den Verein in die erste Liga zurück. © getty
In der Saison 2003/2004 fand sich Bochum zwischenzeitlich sogar auf Platz eins der Tabelle wieder. Am Ende erreichte der VFL den 5. Platz, qualifizierte sich für den Uefa-Pokal. 2005 trennten sich die Wege. Zuletzt arbeitete Neururer in Duisburg. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Er ist einer der erfolgreichsten Fußballtrainer im Ausland: Otto Pfister ist in seiner Karriere schon viel rumgekommen und trainiert fern ab von Europa seit 1972 mehrer Vereins- und Nationalmannschaften in Afrika und Asien. Obwohl gebürtiger Deutscher, arbeitete Pfister nie in seinem Heimatland. Zuletzt war er als Nationaltrainer Kameruns aktiv. © getty
Bei der Afrikameisterschaft 2008 führte er sein Team bis ins Finale, kündigte jedoch sein Engagement fristlos, als der Verband seinen kompletten Trainerstab unvorangekündigt austauschte. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Er kasierte als Trainer von Borussia Dortmund die höchste Niederlage der Bundesliga-Geschichte (0:12), feierte mit Werder Bremen große Erfolge und führte den 1. FC Kaiserslautern als Aufsteiger zur Meisterschaft. Zur endgültigen Kultfigur im deutschen (und griechischen) Fußball stieg Rehhagel jedoch bei der Fußball-Europameisterschaft 2004 auf. © getty
In Deutschland als „König Otto“ bekannt, tauften ihn die Griechen nach dem EM-Erfolg „Rehakles“. 2004 stand gar zur Debatte, Rehhagel als Bundestrainer nach Deutschland zurückzuholen, doch der zum Ehrenbürger von Athen ausgezeichnete Fußball-Trainer lehnte ab. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Erich Ribbeck steht für einen der dunkelsten Punkte in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft. Unter „Sir Erichs“ Leitung schied Deutschland bei der EM 2000 bereits in der Vorrunde aus.  © getty
Der „Gentleman“, wie er von den Medien getauft wurde, hat mit 10 Siegen, sechs Unentschieden und acht Niederlagen die schlechteste Bilanz aller bisherigen Bundestrainer. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Peter „Radi“ Radenkovic  hat seinen eigenen Song, bei Benny Lauth singen die Löwen-Fans nach jedem Treffer den Klassiker von Jennifer Lopez und auch der Kulttrainer Aleksandar Ristić hatte in Düsseldorf seine eigene Stadionhymne. „Hier kommt Alex“, ein Klassiker der Toten Hosen, brüllten die Fortuna-Fans während seiner Amtszeit von den Rängen. © dpa
Dreimal trainierte „König Alex“, wie ihn die Fans tauften, die Fortuna. Ristic war einer der unterhaltsamsten Trainer der Bundesliga. Zuletzt arbeitete er in Uerdingen. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Winnie Schäfer war lange Zeit das Gesicht des Karlsruher SC. Bis 1998 lagen die Geschicke des Sportclubs in seiner Hand. Unter ihm gingen Stars wie Oliver Kahn, Jens Nowotny oder Mehmet Scholl hervor. Nach seiner Zeit beim KSC folgten zwei glücklose Stationen in Stuttgart und bei Tennis Borussia Berlin. Danach kehrte Schäfer der Bundesliga den Rücken. Legendär war sein Intermezzo in Kamerun. © getty
Als Nationaltrainer konnte er 2002 den Gewinn der Afrikameisterschaften feiern. Wegen Differenzen aufgrund angeblich ausstehender Gehalts- und Prämienzahungen trennten sich die Wege. Seit Dezember 2007 ist Schäfer Trainer des Al Ain Club. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Der Kneipenwirt, der als Trainer auf dem Fußballplatz landete: 1991 holte der damalige Frankfurt-Manager Bernd Hölzenbein Dragoslav Stepanovic zur Eintracht. Der Spruch „Lebbe geht weider“ machte „Stepi“ nach der verpassten Meisterschaft 1992 unvergessen. © getty
Inziwschen war Stepanovic gar in China als Trainer aktiv. Anfang Oktober 2009 wurde er wegen schlechter Ergebnisse beim serbischen Fußball-Erstligisten Vojvodina Novi Sad gefeuert. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Als erste Frau in Deutschland hat Tina Theune eine Fußballlehrerlizenz erhalten. Beim DFB machte sich Theune als erfolgreiche Trainerin der Nationalmannschaft verdient gemacht. Die Liste ihrer Erfolge ist lang, unvergessen bleibt jedoch der Triumph bei der Weltmeisterschaft 2003. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Kult zum Genießen: „Ein Trainer ist nicht ein Idiot! Ein Trainer sehen was passieren in Platz. In diese Spiel es waren zwei, drei oder vier Spieler, die waren schwach wie eine Flasche leer! Struuunz! Strunz ist zwei Jahre hier, hat gespielt zehn Spiele, ist immer verletzt. Was erlauben Strunz?! Ich habe fertig!“  © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
„Es gibt nur einen Rudi Völler.“ Ob als Spieler oder später als Trainer, Rudi Völler ist kult. Nur knapp schrammte er 2002 bei der Weltmeisterschaft an dem ganz großen Erfolg vorbei. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Er feierte den letzten großen Erfolg als Nationaltrainer. 1996 holte „Börti Börti Vogts“ den EM-Titel. Trotz des Erfolges hatte Vogts bei den Medien und Fans einen schweren Stand. © getty
Nach der erfolglosen WM 1998 trat Vogts zurück. Später war er auch Trainer der schottischen Nationalmannschaft. © getty
Die Kult Trainer der Fußball Bundesliga
Er feierte beim FC Bayern München das erste Double der Fußabll-Bundesliga und gewann mit dem FCB in der Saison 1968/69 die Deutsche Meisterschaft: Branko Zebec. © getty
Neben unzähligen sportlichen Erfolgen sorgte Zebec auch für negative Schlagzeilen. Vor allem seine Alkoholsucht warf einen Schatten auf seine Leistungen als Trainer. © getty
Louis van Gaal gilt als "General" oder gar "Louis van Groll". Doch weil der Niederländer immer wieder Herz zeigt und auch lustige Sprüche parat hat, haben ihn die Fans des FC Bayern nach kurzer Anlaufzeit lieben gelernt © Getty

Champion unter den Herbstmeistern ist der FC Bayern München, der 14 Mal Platz die Winter-Führung bis zum Bundesliga-Finale verteidigen konnte. Der Rekordmeister stand zwar seit 51 Spieltagen nicht mehr an der Spitze, ist aber nach einer Erfolgsserie von zehn Partien ohne Niederlage als Tabellen-Dritter auf dem Sprung. “Ich ärgere mich, dass Weihnachten kommt, denn ich denke, wir hätten auch die nächsten Spiele so weitergespielt“, sagte Torjäger Mario Gomez nach dem 5:2 gegen Schlusslicht Hertha BSC. Für die seit dem 8. August sieglosen Berliner wird die Abstiegsgefahr immer präsenter. “Eine Vorrunde mit sechs Punkten ist unterirdisch“, klagte Kapitän Arne Friedrich.

Der Hamburger SV hat sich mit einem Erfolg im 91. Nord-Derby gegen Werder Bremen am Sonntag auf Platz vier hinter dem Spitzen-Trio vorgeschoben. Zwei Treffer von Joris Mathijsen (9.) und Marcell Jansen (36.) bescherten dem nach einem Platzverweis gegen Jerome Boateng fast eine Stunde lang in Unterzahl agierenden HSV den 2:1- Erfolg. Naldo traf in der Nachspielzeit für die Bremer (90./+2).

Der 1. FC Köln hat sich im zweiten Sonntagsspiel nach vier sieglosen Begegnungen in Serie und 408 Minuten ohne Tor mit einem 3:0 (1:0)-Erfolg über den 1. FC Nürnberg als Tabellen-12. in die Weihnachtspause verabschiedet. Geromel (37.) und Milivoje Novakovic (70./77.) trafen für die Rheinländer. Die Franken, bei denen Juri Judt die Gelb-Rote Karte sah (84.), überwintern schon mit vier Punkten Rückstand auf Rang 15 auf einem Abstiegsplatz.

Ratlos ist Wolfsburgs Trainer Armin Veh, der mit dem VfL in Frankfurt nicht über ein 2:2 hinauskam und seit sechs Partien keinen Erfolg verbuchte. Dennoch soll der Coach noch eine Chance bekommen. “Wir gehen mit Armin Veh in die Rückrunde“, verkündete Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz.

Trotz eines glanzlosen 1:0 gegen den SC Freiburg feierte Borussia Dortmund im Anschluss den 100. Geburtstag des Vereins mit Glanz und Gloria. “Es war mir wichtig, die Feier nicht zu verderben“, meinte BVB-Chefcoach Jürgen Klopp, der mit zehn Spielen ohne Niederlage sogar seinen legendären Vorgänger Ottmar Hitzfeld beeindruckte: “Ich traue dem BVB sogar zu, Sensations-Meister zu werden.“

Von diesem Ziel ist der VfB Stuttgart ganz weit entfernt. Doch nach dem ersten Bundesliga-Heimsieg seit 18 Wochen gegen 1899 Hoffenheim (3:1) entspannte sich die Lage bei den Schwaben. “Das war ein guter Abschluss nach einer schwierigen Hinserie“, meinte der neue VfB-Coach Christian Gross. “Aber der Sieg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns immer noch im Abstiegskampf befinden.“

Immer tiefer in den Tabellen-Keller rutscht Hannover 96 (13. Platz), das mit 2:3 gegen den VfL Bochum verlor und sich mit nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen in die Winterpause verabschiedete. Dank des Kunstschusses von Bochums Christian Fuchs zum 3:2 in der 86. Minute geht der Revierclub etwas entspannter in die Weihnachtsferien.

Die Tops und Flops der Bundesliga-Hinrunde

TOP - FELIX MAGATH: Der multifunktionale Meistermacher vom VfL Wolfsburg pflanzte dem FC Schalke 04 das Sieger-Gen ein: Der 56-Jährige machte aus einer Chaostruppe eine disziplinierte Mannschaft, brachte Ex- Nationalspieler Kevin Kuranyi wieder in Topform und zauberte Talente hervor. Nach zwei “Doubles“ mit dem FC Bayern und dem Coup mit Wolfsburg darf Magath nun vom ersten Titel für die Königsblauen seit 1958 träumen. Darüber sprechen wird er so schnell nicht. © Getty
TOP - MESUT ÖZIL: Der Deutsch-Türke startete mit Werder Bremen durch: 23 Mal ungeschlagen bis zum 0:2 gegen Schalke. Da sprachen manche schon vom magischen Dreieck Özil/Aaron Hunt/Marco Marin. Der 21-Jährige Regisseur glänzte als Vorbereiter auch im Nationalteam. Sein strategisches Denken schult er auch mit einem Brettspiel: “Schach hilft mir auf dem Fußballplatz.“ © Getty
TOP - IVICA OLIC: Mit dem unermüdlichen Kämpfer kam die Wende beim FC Bayern. Als der Ex-Hamburger nach überstandener Verletzung wieder die Ärmel hochkrempeln durfte, konnte Trainer Louis van Gaal aufatmen. Olic erzielte sechs Tore bei den sechs Siegen gegen Haifa, Turin, Hannover, Mönchengladbach, Bochum und Hertha. “Manchmal steht er neben mir und ich denke, er stirbt gleich“, sagt Mario Gomez über seinen Kollegen. “Dann zieht er wieder 40 Meter zum Sprint an.“ © Getty
TOP - THOMAS TUCHEL: Novize und Nobody - doch der mit 36 Jahren jüngste Bundesliga-Coach brachte Aufsteiger FSV Mainz 05 nach vorne. “Strukturen aufbrechen“, sagt er über seinen Erfolgsweg. “Dann können wir andere überholen.“ Seine Gesellenprüfung legte er in Mainz mit dem Gewinn der deutschen A-Jugend-Meisterschaft ab. Der Klassenerhalt wäre sein Meisterstück. Als Besserwisser auftreten - wie es Ralf Rangnick und Jürgen Klopp gerne tun - mag Tuchel nicht. © Getty
TOP - JUPP HEYNCKES: Als Nachfolger von Jürgen Klinsmann beim FC Bayern hatte der 64-Jährige wieder Lust am Bundesliga-Geschäft gewonnen. Raus aus der Rente, rauf auf den Rasen. Und bei Bayer Leverkusen macht er gerade so weiter: ungeschlagener Herbstmeister, wer hätte das gedacht? Im Umgang mit Profis und Medien zeigt Heynckes Altersmilde und regt sich nicht mehr so schnell auf: “Osram“, wie Heynckes früher genannt wurde, glüht vor allem innerlich. © Getty
FLOP - GRAFITE: Als stolzer “Fußballer des Jahres“, Torschützenkönig und deutscher Meister ging der brasilianische Stürmer in die Saison. Doch längst steht er für die Verunsicherung beim VfL Wolfsburg. Auch ein von Trainer Armin Veh verordneter Heimaturlaub half nur ganz kurz. Fünf Tore stehen zu Buche - und unzählige vergebene Chancen. In keinem einzigen Spiel trafen jeweils Grafite und sein Partner Edin Dzeko. © Getty
FLOP - HERTHA BSC: Europas peinlichster Hauptstadt-Club - lästern die Fans. Auch der Wechsel auf der Trainerbank von Lucien Favre zu Friedhelm Funkel brachte nicht viel: Die Berliner, die letzte Saison nur knapp an der Champions League vorbeischlitterten, legten einen Negativrekord nach dem anderen hin: In die Winterpause gehen sie mit einem Sieg, 39 Gegentoren, neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz - und wenig Hoffnung auf Rettung. © Getty
FLOP - LUKAS PODOLSKI: 10 Millionen Euro Ablöse gab sein Heimatclub für den verlorenen Sohn aus - “damit Köln wieder ein Gesicht bekommt“, so Manager Michael Meier. Doch der frühere Bayern-Stürmer ging oft im Gegurke des Abstiegskandidaten unter. Und die Medien zählten die Minuten bis zum “Torlos-Tausender“. Nur gut, dass sich der 24-Jährige im Nationalteam Nestwärme holen kann: Bei Joachim Löw ballert Podolski am besten. © Getty
FLOP - LUCA TONI: Der italienische Weltmeister schraubt nicht mehr am Ohr, sondern stützt die Stirn in die Hand und kratzt sich ratlos am Kopf. Der Torschützenkönig von 2007/2008 (24 Treffer) ist beim FC Bayern zum Bankdrücker verkommen. Auch für die WM in Südafrika wird's eng für den 32-Jährigen. © Getty
FLOP - JENS LEHMANN: Ein Tor, der da im Tor steht? Der Ex-Nationalkeeper stürzte nicht nur mit dem VfB Stuttgart ab, sondern benahm sich mit seinen 40 Jahren zeitweise wie ein Flegel. Beim nächsten Fehltritt droht der Rauswurf. Dafür hat er - nach seiner Rot-Sperre - theoretisch noch 15 Rückrunden-Spiele Zeit. Im Fernsehen freilich tritt Lehmann auf wie Schwiegermutters Liebling: “Es tut mir vor allem für die Mannschaft leid.“ © Getty

Tabelle

1 Bayer Leverkusen 17 9 8 0 35:13 22 35
2 FC Schalke 04 17 10 4 3 26:13 13 34
3 Bayern München 17 9 6 2 34:15 19 33
4 Hamburger SV 17 8 7 2 34:19 15 31
5 Borussia Dortmund 17 8 6 3 23:17 6 30
6 Werder Bremen 17 7 7 3 32:16 16 28
7 1899 Hoffenheim 17 7 4 6 27:17 10 25
8 VfL Wolfsburg 17 6 6 5 32:32 0 24
9 1. FSV Mainz 05 17 6 6 5 21:22 -1 24
10 Eintracht Frankfurt 17 6 6 5 22:24 -2 24
11 Bor. Mönchengladbach 17 6 3 8 24:29 -5 21
12 1. FC Köln 17 4 6 7 10:15 -5 18
13 SC Freiburg 17 5 3 9 19:33 -14 18
14 Hannover 96 17 4 5 8 21:27 -6 17
15 VfB Stuttgart 17 3 7 7 16:23 -7 16
16 VfL Bochum 17 4 4 9 18:33 -15 16
17 1. FC Nürnberg 17 3 3 11 12:32 -20 12
18 Hertha BSC 17 1 3 13 13:39 -26 6

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