Sinkala schockt St. Pauli - MSV-Adler blamiert Fürth

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Kein Durchkommen: Der FC St. Pauli mit Matthias Lehmann (Nr. 20) verlor beim FC Augsburg und verpasste die Tabellenführung

Augsburg - Bielefeld patzt, St. Pauli stolpert - für den 1. FC Kaiserslautern ist der Weg frei zur alleinigen Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga.

Am 13. Spieltag vergab der FC St. Pauli beim bitteren 2:3 am Sonntag beim FC Augsburg die Chance, nach der 0:1-Heimpleite von Arminia Bielefeld am Freitag gegen 1860 München Platz eins zu übernehmen. Mit einem Sieg an diesem Montag (20.15 Uhr/DSF) im Schlagerspiel beim 1. FC Union Berlin können sich die Lauterer an die Tabellenspitze setzen. Bei der SpVgg Greuther Fürth geht die Krise weiter: Mit dem 0:1 gegen den MSV Duisburg kassierten die Franken die dritte Heimniederlage nacheinander.

Im Tabellenkeller waren die TuS Koblenz, die beim 1:0 über Alemannia Aachen ihren Heimkomplex besiegte, sowie am Samstag Hansa Rostock und der FSV Frankfurt die großen Gewinner. Rostock stoppte nach vier Niederlagen in Folge mit dem 2:1 gegen den Karlsruher SC seine Talfahrt, Frankfurt feierte beim 3:1 bei Rot-Weiß Oberhausen den ersten Auswärtssieg in dieser Saison.

Rot für Florian Lechner, ein Eigentor, Serie zu Ende - nach fünf Spielen ohne Niederlage erlebte St. Pauli einen rabenschwarzen Sonntag. Marius Ebbers (29. Minute) brachte die "Kiezkicker" in Führung, aber nach dem Platzverweis von Lechner (35.) wegen eines üblen Fouls an Ibrahima Traoré nahm das Unheil zunächst seinen Lauf. Michael Thurk (54.) mit seinem 13. Saisontreffer und Fabio Morena (56.) per Eigentor brachten den FCA in Front. Aber St. Pauli zeigte Moral und schaffte durch Ebbers den Ausgleich. In der Nachspielzeit besiegelte Andrew Sinkala die bittere Niederlage von St. Pauli.

Fürths konnte seine Heimmisere auch gegen die Notelf des MSV Duisburg nicht beenden. Die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann verpasste mit der dritten Heimniederlage nacheinander den Anschluss nach oben. Dank Torschütze Nicky Adler (62.) feierte MSV-Coach Milan Sasic, der acht Stammspieler ersetzen musste, den ersten Sieg in seinem zweiten Spiel als Nachfolger von Peter Neururer. Elf Minuten vor Spielende vergab Sami Allagui Fürths Ausgleich, als er einen fragwürdigen Handelfmeter übers MSV-Tor drosch. Nur ein Tor fiel auch in Koblenz, wo Sloweniens WM-Teilnehmer Matrej Mavric (76.) der TuS nach fünf sieglosen Heimspielen per Kopfball drei ganz wichtige Punkte bescherte.

Auch der FSV Frankfurt schöpft im Kampf um den Klassenverbleib wieder Hoffnung. "Ich freue mich, dass es uns endlich gelungen ist, den Auswärtsfluch gebrochen haben", stellte FSV-Coach Hans-Jürgen Boysen nach 2:1 am Samstag bei Rot-Weiß Oberhausen erleichtert fest. Maßgeblichen Anteil an Frankfurts ersten Auswärtssieg in dieser Saison hatte der Brasilianer Cidimar, der an allen drei Toren beteiligt war und zwei Treffer selbst beisteuerte.

Ausgerechnet gegen 1860 München, das seit März dieses Jahres auswärts nicht mehr gewonnen hatte, ging die Serie von Arminia Bielefeld von neun Spielen ohne Niederlage zu Ende. "Das war wirklich nicht gut. In der zweiten Liga muss man über den Kampf ins Spiel finden, das habe ich größtenteils vermisst", sagte Arminen-Trainer Thomas Gerstner nach dem 0:1 gegen die "Löwen" und kündigte für das Spitzenspiel gegen Kaiserslautern am kommenden Montag Konsequenzen an: "Die Mannschaft wird personell ein anderes Gesicht bekommen".

dpa

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