SC-Sieg in Mainz

Petersen überholt Löw und wird Freiburgs Rekordschütze

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Nils Petersen (2.v.l.) löste Joachim Löw als Freiburger Rekordtorschütze ab. Foto: Thomas Frey/dpa

Der SC Freiburg hat einen Rückrunden-Auftakt nach Maß: Auch dank Nils Petersen, der einen Treffer zum 2:1 bei Mainz 05 beisteuerte und damit Rekordtorschütze des Vereins mit insgesamt 84 Toren ist.

Mainz (dpa) - Nils Petersen hat keine Sorge, dass Joachim Löw sauer ist. "Ich glaube, der Bundestrainer kann es verkraften. Der hat viele andere Sachen erreicht", meinte Freiburgs Rekordtorschütze nach dem 2:1 (2:0) im Bundesligaspiel beim FSV Mainz 05.

Mit seinem 84. Pflichtspieltreffer übertraf der 31-jährige Stürmer die bisherige Bestmarke von Löw (83) und trug dazu bei, dass die Breisgauer weiter mit schon 29 Punkten auf Europacup-Kurs steuern.

"Der Jogi freut sich selbstverständlich, weil er ja auch von uns kommt", meinte auch Freiburgs Trainer Christian Streich und lobte seinen außergewöhnlichen Angreifer: "Nils ist eine große Persönlichkeit, auf und neben dem Platz." Für Petersen soll das nicht der letzte Rekord im Breisgau gewesen sein. "Ich habe ja noch etwas Vertrag. Vielleicht kann man da noch eine andere Zahl anpeilen", meinte er angesichts seines bis Juni 2021 gültigen Kontraktes.

Jeder Treffer von ihm könnte mit dazu beitragen, dass sich die Freiburger zum vierten Mal für den Europacup qualifizieren könnten. "Natürlich gibt es gewisse Träume, aber die habe ich am besten nicht", sagte Streich abwehrend und mit Bezug auf das fortwährende Ziel Klassenverbleib. "Wir sind hoch motiviert, aber warum soll ich über andere Sachen nachdenken. Es deutet darauf hin, dass wir ein weiteres Jahr bestehen können. Die Tendenz ist positiv."

Auch Petersen hält trotz des guten Saisonverlaufs nichts davon abzuheben und die nächste Partie gegen den Tabellenletzten SC Paderborn am Samstag auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wir werden in der Liga anders wahrgenommen. Wenn man fleißig punktet und im oberen Tabellendrittel angesiedelt ist, hat man eine andere Position und Rolle", erklärte er und fügte selbstbewusst an: "So gierig wie wir momentan sind, wollen wir gegen Paderborn weiter machen, wo wir heute aufgehört haben."

Für Petersen war der erste Liga-Sieg überhaupt in Mainz "eine typische Freiburg-Leistung" auf fremden Platz. Wenig Ballbesitz, aber große Effizienz. Während die Rheinhessen 22 Mal auf das gegnerische Tor schossen, nutzen Chang-Hoon Kwon (28. Minute) und Petersen (41.) zwei der wenigen Chancen konsequent. Für die emsigen, jedoch glücklosen Gastgeber traf nur Jean-Philippe Mateta (82.).

"Die Jungs waren eiskalt vor der Hütte. Das war ein toller Auftritt von uns", sagte Freiburgs Torwart Alexander Schwolow nach überragenden Comeback nach langer Verletzungspause. Dies traf besonders auch für den talentierten Südkoreaner Kwon zu, der im neunten Einsatz sein erstes Bundesligator erzielte. "Ich freue mich auf die Zukunft mit ihm", sagte Streich.

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