Wird er rechtzeitig fit?

Ribéry-Po: Frankreich bangt

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Reicht es oder reicht es nicht? Franck Ribéry

Paris - Wird er rechtzeitig fit oder nicht? Frankreich bangt nach dessen Gesäßverletzung um Franck Ribéry. Die Grande Nation muss um die WM-Qualifikation zittern.

Die Grande Nation blickt bangend auf das Hinterteil von Franck Ribéry, die Three Lions ziehen selbstbewusst in ihre entscheidende „Schlacht“, und Ottmar Hitzfelds Eidgenossen droht kurz vor der dritten WM-Teilnahme in Serie doch noch eine Zitterpartie: Vor dem Endspurt in der WM-Qualifikation könnte die Ausgangslage der europäischen Top-Nationen kaum unterschiedlicher sein.

„Es gab eine Untersuchung. Ich kann nicht sagen, dass ich bei 100 Prozent bin. Ich hoffe aber, dass ich spielen kann“, sagte Ribéry vor dem wichtigen Duell am Dienstag bei Schlusslic

Ribéry (Mitte) & Co. bei der ANkunft in Gomel

ht Weißrussland - und eine ganze Nation hing dabei an seinen Lippen. Europas Fußballer des Jahres Ribéry vom Triple-Gewinner Bayern München hat Schmerzen im Gesäß und konnte zwei Tage nicht trainieren.

Nach der trostlosen Nullnummer in Georgien hofft das ganze Land auf den Einsatz Ribérys. Denn sollte die Equipe Tricolore (11 Punkte) erneut nicht gewinnen, könnte es am letzten Spieltag sogar ein Endspiel um Play-off-Rang zwei gegen Finnland (6 Punkte) geben, das in Georgien (5) um den Anschluss kämpft. Spitzenreiter Spanien (14) ist spielfrei, braucht sich angesichts der beiden Heimspiele gegen Weißrussland und Georgien aber wohl keine Sorgen mehr um die Quali für das Turnier in Brasilien zu machen.

Ganz anders die englischen Three Lions. Der Weltmeister von 1966 (15 Zähler) steht in der Ukraine (14), der „Schlacht von Kiew“ (The Sun), unter Erfolgszwang - mindestens ein Punkt muss her. Im Falle der ersten Quali-Pleite im achten Spiel müsste England sogar ein Scheitern befürchten. Selbst Polen (10) könnte mit einem Sieg beim punkt- und torlosen San Marino noch in den Kampf um den Gruppensieg eingreifen.

„Wir fahren nach Kiew, um zu gewinnen“, sagte Kapitän Frank Lampard, der am Dienstag sein 100. Länderspiel bestreitet. An eine Niederlage und ein damit verbundenes vorzeitiges Karriereende in der Nationalmannschaft mag der 35-Jährige keinen Gedanken verschwenden. „Ich würde es hassen, schon in diesem Herbst aufzuhören. England will zur WM und ich möchte so nicht aufhören.“

Die Stimmungslage in der Schweiz (15) hat sich nach dem ernüchternden 4:4 (nach 4:1-Führung) gegen Island plötzlich gedreht. Weil nach dem Last-Minute-Ausgleich vom vergangenen Freitag plötzlich die Angst vor dem Scheitern umgeht, hebt Nati-Coach Ottmar Hitzfeld vor dem Schlüsselspiel in Norwegen (11) die positiven Dinge hervor.

„Wir haben immer noch eine gute Ausgangsposition“, sagte Hitzfeld, „wir sind Gruppenleader, können es aus eigener Kraft schaffen. Das ist entscheidend für unsere Einstellung am Dienstag.“ Bei einem Sieg in Oslo und einem gleichzeitigen Remis zwischen Island und Albanien (beide 10) wäre die Schweiz das dritte Mal hintereinander bei einer WM dabei - und Hitzfeld bekäme als Belohnung wohl einen neuen Vertrag.

Italien hat das WM-Ticket derweil so gut wie in der Tasche. Die Mannschaft von Trainer Cesare Prandelli (17) kann sich mit einem Heimsieg gegen Tschechien (9 Punkte) als einziges Team schon am Dienstag aus eigener Kraft qualifizieren. „Die WM ist einen Steinwurf weit entfernt“, sagte Prandelli, dessen Zukunft bei den Italienern nach der WM weiterhin offen ist.

Einen besonderen Grund zum Feiern hat Gianluigi Buffon. Der Kult-Keeper und Weltmeister von 2006 schließt mit seinem 136. Einsatz zu Rekord-Nationalspieler Fabio Cannavaro auf. „Ich habe immer versucht, unsere Flagge so hochzuhalten wie es geht. Ich will noch einen weiteren WM-Titel gewinnen - dazu haben wir das Potenzial“, sagte Buffon.

Angesichts des italienischen Alleingangs an der Spitze verspricht der Kampf um Platz zwei in der Gruppe B Hochspannung bis zum Schluss. Neben den Tschechen machen sich auch die Bulgaren (10), Armenier und die Dänen (beide 9) von Trainer Morten Olsen berechtigte Hoffnungen.

Vollkommen entspannt biegt unterdessen Oranje auf die Quali-Zielgerade ein. Trotz der 2:2-Blamage in Estland und des Ausfalls von Bayerns Superstar Arjen Robben (gelbgesperrt) steht der Gruppensieg des Teams von Bondscoach Louis van Gaal (19 Punkte) quasi fest. Bei einem Sieg gegen Schlusslicht Andorra (0) und einem gleichzeitigen Punktverlust von Rumänien (13) gegen die Türkei (10) ist die WM-Teilnahme der Elftal vorzeitig perfekt.

In der deutschen Gruppe C stehen die Österreicher vor einem richtungweisenden Spiel gegen Irland (beide 11). Nur der Sieger darf sich weiterhin Hoffnungen auf den zweiten Platz machen. Schweden (14) mit Superstar Zlatan Ibrahimovic hat einen Dreier in Kasachstan (4) fest eingeplant.

sid

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