Rummenigge rügt Effe und Co.

Karl-Heinz Rummenigge lässt sich die ständige Kritik nicht gefallen
+
Karl-Heinz Rummenigge lässt sich die ständige Kritik nicht gefallen

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern schickt die „bezahlten Chefkritiker“ des Rekordmeisters zur Jobsuche. Bei Sorgenkicker Franck Ribéry reagiert Rummenigge milde.

München - Franck Ribérys Verbalattacke gegen Trainer Louis van Gaal schlägt bei Bayern München keine hohen Wellen - jetzt hat Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eine neue Streitfront eröffnet. Im Fachmagazin “kicker“ nahm Rummenigge Bayern- Kritiker wie Stefan Effenberg, Lothar Matthäus und Oliver Kahn ins Visier. “Sie sollen zusehen, dass sie einen Job kriegen, in dem sie etwas zu sagen haben, und sich nicht als bezahlte Chefkritiker des FC Bayern hervortun“, sagte der Bayern-Chef.

Torwart-Titan Kahn hatte sich zu Wochenbeginn kritisch über die erneute Degradierung von Schlussmann Michael Rensing geäußert und seinen Nachfolger zu einem Vereinswechsel geraten. Ex-Kapitän Effenberg nörgelte in einem vorab veröffentlichten Interview in der “TV Movie Digital“, Bayern habe sich trotz Spieler-Investitionen von der europäischen Spitze entfernt und sei in der Defensive nicht gut besetzt: “Ich verstehe nicht, warum Unsummen in den offensiven Bereich investiert werden wenn die Schwächen in der Defensive liegen.“

Kein Ärger für Ribéry

Die Kritik von Ribéry, der sich über die autoritäre Führung von van Gaal und sein schlechtes Verhältnis zum niederländischen Trainer beklagt hatte, ist für Rummenigge kein Anlass, den aufmüpfigen Franzosen zurechtzuweisen.

“Ich weiß vom Spieler und vom Trainer, dass es zwischen beiden kein Problem gibt. Franck ist charakterlich absolut okay. Der Trainer hat da überhaupt kein Problem“, sagte Rummenigge im “kicker“ und stellte Ribéry trotz des neuerlichen Disputs mit van Gaal sogar eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2011 gültigen Vertrags in Aussicht: “Zu einem gegebenen Zeitpunkt werden wir das diskutieren. Ob es eine Chance gibt, kann ich nicht beurteilen.“

Von van Gaal überzeugt

An den Qualitäten des Trainers ließ der Bayern-Chef keine Zweifel: “Ich bin überzeugt, wir haben den richtigen Mann geholt und werden eine erfolgreiche Zeit mit ihm gehen. Ich hoffe, sie wird sehr lange dauern. Van Gaal muss und wird seinen Weg weitergehen.“ Die Mannschaftskollegen nahmen Ribérys Aussagen in der französischen Sportzeitung “L'Equipe“ ohne viel Aufhebens zur Kenntnis, zeigten aber wenig Verständnis für dessen offene Attacke gegen den Bayern- Coach. “Er ist ein sehr guter Trainer, der Spieler und Mannschaften besser macht“, sagte Millionen-Einkauf Arjen Robben in der “Bild“-Zeitung.

Auch Jörg Butt ist von van Gaal angetan. “Der Trainer hat jederzeit ein offenes Ohr. Wir Spieler müssen uns irgendwo auch auf ihn einstellen. Das muss sich finden“, sagte der Torwart-Routinier in der Münchner “tz“. Die Kritik Ribérys an van Gaal führt Butt auf Probleme des Franzosen zurück: “Franck ist ein emotionaler Mensch, der aufgrund seiner Verletzung keinen Einfluss nehmen konnte. So kam wohl eine gewisse Unzufriedenheit bei ihm auf. Nicht mehr, nicht weniger.“

Sexy und kreativ: Bodypainting bei Sportevents

Strecke

Kommentare