Nach dem 2:0-Sieg gegen RB Salzburg

Klopp entschuldigt sich bei Dolmetscher: "Sorry, ich war ein Idiot"

Salzburg - Durch den 2:0-Sieg über RB Salzburg überwintert der FC Liverpool in der Champions League. Trainer Jürgen Klopp entschuldigte sich anschließend beim Dolmetscher, den er einen Tag zuvor noch scharf attackierte.

Der Druck war groß, die Erleichterung noch größer. Das Weiterkommen ins Champions League Achtelfinale ist dem FC Liverpool geglückt. Durch den 2:0-Erfolg gegen RB Salzburg am frühen Dienstagabend thront der amtierende Champion von der Tabellenspitze. Die Erleichterung war auch Trainer Jürgen Klopp anzusehen, der sich nach dem Abpfiff ganz erleichtert zeigte.

Neben seiner eigenen Mannschaft lobte er auch die Salzburger für ihre gute Leistung. Und er nahm sich Zeit für eine Entschuldigung an den österreichischen Dolmetscher. Diesem fiel Klopp am Tag vor dem Spiel bei der Pre Match"-Pressekonferenz wegen einem falschen Übersetzer ins Wort und faltete in zusammen. 

"Bevor wir anfangen, möchte ich mich erst einmal beim Dolmetscher entschuldigen für gestern", sagte der 52-Jährige bevor die Pressekonferenz startete zum Übersetzer. „Sorry, ich war ein Idiot.“ Er selbst sehe ein, dass seine Reaktion in diesem Moment und in dieser Form nicht angemessen gewesen sei. "Dafür möchte ich mich entschuldigen.“ Anschließend reichte der Coach dem Dolmetscher die Hand und dieser schlug erfreut über die schöne Geste ein.

Der Druck vor dem letzten Gruppenspiel in der Königsklasse war groß. Doch innerhalb von 100 Sekunden machten die Reds durch die Treffer von Keita (57. Minute) und Salah (58. Minute) alles klar. Während der FC Liverpool gespannt auf die Achtelfinal-Auslosung am kommenden Montag, den 16. Dezember, wartet, geht es für RB Salzburg in der Europa League weiter.

Vorbericht

Der Dolmetscher übersetzte nach Klopps Meinung eine Aussage von Liverpools Kapitän Jordan Henderson falsch. Deshalb schimpfte der 52-Jährige: 

"Ist natürlich scheiße für einen Dolmetscher, wenn ein Deutsch sprechender Trainer neben dran sitzt. (...) Die Frage war, ob es uns hilft, dass wir die Champions League gewonnen haben. Dass wir in Situationen wie dieser immer geliefert haben. Und er (Anm. der Red.: Jordan Henderson) hat nicht gesagt, wir wollen es leicht angehen. Sondern: Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst, das ganz normale Zeug. Also schon zuhören! Sonst kann ich auch übersetzen. Das ist ja nicht so schwer.“ Daraufhin nickte der Übersetzer peinlich berührt mit dem Kopf.

ma

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