FC Bayern ändert Satzung

Vorbestrafte dürfen bald FCB-Mitglied werden

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München - Bisher dürfen nur "unbescholtene Personen" Mitglied des FC Bayern werden. Eine Satzungsänderung soll das nun verändern. Spielt der Fall Hoeneß dabei eine Rolle? 

Laut Medienberichten werden die FCB-Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am 28. November über eine Änderung des Artikels 7 der Vereinssatzung abstimmen. Dort steht bislang: "Als Mitglied können nur unbescholtene Personen aufgenommen werden“. Unbescholten ist hierbei das entscheidende Wort. Nun soll der Satz in: "Mitglied kann jede natürliche Person werden, welche die Ziele des Clubs unterstützt“ verändert werden.

Das sagt der Duden:

"unbescholten" -> aufgrund eines einwandfreien Lebenswandels frei von öffentlichem, herabsetzendem Tadel

Mindestens 75 Prozent der anwesenden Mitglieder müssen dem zustimmen. Dass diese geplante Änderung aber etwas mit der Verurteilung von Uli Hoeneß, der bereits FCB-Mitglied ist, zu tun hat, bestreitet die Vereinsführung. Bayern-Präsident Karl Hopfer sprach auf Anfrage davon, dass ein Zusammenhang "hanebüchen" sei.

Jedoch wäre es der FCB-Führung wohl schwergefallen, zukünftig Mitgliedsanträge abzulehnen, wenn doch der vorbestrafte Uli Hoeneß Vereinsmitglied sein darf. Und auch der Zeitpunkt der Satzungsänderung ist auffällig, blieb doch der Artikel 7 jahrelang unbeachtet.

mg/ro24

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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