Schalke klamm: Hausmeister fliegen

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Der in finanzielle Schieflage geratene FC Schalke 04 baut Personal ab.

Gelsenkirchen - Spekulationen, Verdächtigungen und Dementis - der FC Schalke 04 kommt trotz der sportlich befriedigenden Situation unter dem neuen Trainer Felix Magath nicht aus den Schlagzeilen.

Die angeblich bedrohliche Finanzlage des Fußball- Bundesligisten ist auch vor dem Heimspiel an diesem Freitag gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr) das Medien-Hauptthema. Fast täglich tauchen vermeintlich neue Fakten auf, die den anhaltenden Gerüchten über die akuten Finanzprobleme des notorisch klammen Traditionsverein frische Nahrung geben.

Die besten Choreographien in Europas Stadien

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Ein Traum in weiß-blau: Fans des TSV 1860 bei der Eröffnung der Münchner Allianz-Arena. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Auch die Bayern Fans zeigen Flagge: Sie tauchten einen Tag später die Arena in Rot und Weiß. © ap
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Deutschland-Fans tauchen die Kurve des Wiener Ernst-Happel-Stadions beim EM-Finale 2008 in Weiß und Schwarz. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Ein deutscher Anhänger hat sich im Schweizer Fan-Block verirrt. © dpa
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Sechzger-Fans im Grünwalder Stadion in Giesing. © sampics
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Deutsche Fans zeigen ihrem Team bei der Europameisterschaft, wo es hingehen soll: zum Finale nach Wien. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Kroatische Fußball-Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © wikipedia kawu
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Die Anhänger von 1860 sind für ihren Einfallsreichtum bei Fan-Choreographien bekannt. © sampics
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Noch acht Spiele im alten Tivoli-Stadion. Dann ziehen die Aachener-Kicker um. © dpa
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Deutsche Fans vor der Begegnung gegen Tschechien im Herbst 2007 in der Münchner WM-Arena. © Florian Weiß
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Kämpfen und Siegen lautet die Devise der Augsburger Zuschauer. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Gigantische Blockfahne, erstellt in Eigenregie: Die Löwen-Fans entrollen vor dem Spiel gegen Kaiserslautern im April 2009 eine 50x20 m großes Transparent. © sampics
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Der FC Bayern und die Meisterschale - ein vertrautes Bild. © dpa
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"Der Betze brennt": Fans des 1.FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion. © dpa
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Die Fans wollen einheitliche Anstoßzeiten in der Bundesliga. Und zwar samstags, um 15.30 Uhr. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Für jeden Fan ein Fähnchen: Gleich spielen die deutschen Adlerträger. © dpa
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Löwen-Fans machen sich vor dem Derby gegen Nürnberg im Dezember 2008 für eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion stark. © sampics
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
BVB-Anhänger schwören ihrer geliebten Dortmunder Borussia ewige Treue. © dpa
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Tooor - so steht es auf den Plakaten der Dynamo Dresden Fans geschrieben. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Für immer und ewig: Bochumer Supporter im Ruhrstadion. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Der offizielle Fan-Club der deutschen Nationalmannschaft hat ein eigenes Groß-Transparent. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Bayern-Fans sagen: Servus Mehmet Scholl. © dpa
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Ein überdimensionales Trikot der französischen "Equipe Tricolore", ausgebreitet auf den Rängen des Stade de France in Paris-St.Denis. © dpa
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Champions League 2006/2007: Eine Choreographie soll den Spielern des FC Bayern den Weg ins Finale nach Athen weisen. © dpa
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WM 2006: Finale oh oh, Finale oh oh oh oh!!! © dpa
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Freiburger Zuschauer setzten sich für den Verbleib von Volker Finke an der Dreisam ein. Geholfen hat es nichts: Der Coach musste trotzdem gehen. © dpa
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Die Bayern-Südkurve feiert die 20. Deutsche Meisterschaft. © dpa
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Bei der WM 2002 schreien fanatische Anhänger von Südkorea ihr Team bis ins Halbfinale. © dpa
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Eine Choreographie fast ganz ohne Fans: die Tribüne in der HSH Nordbank Arena in Hamburg. © dpa
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Bayern-Fans bedanken sich bei ihrem Kaiser Franz Beckenbauer. © dpa
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Russische Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © dpa
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Sind bekannt für ihre stimmgewaltigen Gesänge: die Fans von Mainz 05. © dpa
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Ein Bild aus alten Tagen: Bayern-Anhänger präsentieren in der Südkurve des Olympia-Stadions ein Trikot mit der Nummer 12. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
"Nur gemeinsam sind wir stark" - Freiburger Anhänger demonstrieren Einheit. © dpa
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Russische Fans vor einem Spiel bei der Europameisterschaft in Innsbruck. Über allen thront auf der Anzeigentafel der Trainer des Teams, Guus Hiddink © dpa
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Schalker Legenden sterben nie: Die Fans lassen Ernst Kuzorra hochleben. © dpa
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1. FC Union Berlin © dpa
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St-Pauli-Fans im legendären Stadion am Millerntor in Hamburg. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Gehören zu den treuesten Anhänger der Fußball Bundesliga: die Fans vom 1. FC Köln. © wikipedia Sebastian Ritter
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Im spanischen Block feiern begeisterte Zuschauer den Gewinn der Europameisterschaft. © dpa
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Schalke-Anhänger schwören ihrem Verein Treue bis zum Tod. © dpa
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Eintracht-Fans in der Commerzbank Arena in Frankfurt. © wikipedia Dirk Ingo Franke
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Ein aufwändige Choreographie im Karlsruher Wildparkstadion. © wikipedia firestar
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Sechs Spanierinnen, sechs Buchstaben: E-S-P-A-N-A! © dpa
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Bayern-Fans feiern 2001 auf dem Münchner Marienplatz den Sieg in der Champions League. © Kurzendörfer
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Die Fans von den Young Boys Bern sorgen in der Schweiz für mächtig Stimmung. © wikipedia amstutzmarco
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Schalke 04 - die Macht im Revier! © dpa
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Bayern-Anhänger in der Allianz Arena. © Westermann
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Die Fankurve im Bernabeu-Stadion vor dem Stadtderby Real gegen Atletico Madrid. © wikipedia elemaki
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Forca! Portugisische Fans präsentieren ihre Schals. © wikipedia Fritz Duras
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Köln-Fans im Rhein-Energie-Stadion. © wikipedia Sebastian Ritter
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Ein überdimensionales Kunstwerk: die Choreographie im Magdeburger Stadion. © wikipedia Sven Gebhard
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Bayern-Fans beim Derby gegen 1860 im Oktober 2001. © Bodmer

Häufig folgen derlei “Enthüllungen“ prompt Dementis von Clubseite. So auch am Donnerstag: Schalke trat per Pressemitteilung einem Bericht der “Financial Times Deutschland“ (FTD) entgegen. Es würden “Informationen verbreitet, die nicht den Tatsachen entsprechen“. Der Verein stellte fest: “Die in einem Artikel der Financial Times Deutschland thematisierten Sicherheitskonten der Schechter-Anleihe sind vertragsgemäß gefüllt. Alle bislang fälligen Raten der Anleihe sind vom FC Schalke 04 pünktlich bedient worden.“

Unter der Überschrift “Schalke ist fast pleite“ hatte die “FTD“ berichtet, Schalkes Finanzchef und Vorstand Peter Peters habe intern eingeräumt, dass sich auf drei von vier Sicherheitskonten des Clubs inzwischen kein Guthaben mehr befinde. Über diese Konten würden normalerweise die Kredite von Schalke bedient. Zudem sehe sich Peters Rücktrittsforderungen des Londoner Investors Stephen Schechter ausgesetzt, der dem Club vor Jahren mit einer Anleihe in Millionen- Höhe bei der Stadionfinanzierung half. Von Schalkes Aufsichtsratsvorsitzendem Clemens Tönnies war lediglich kürzlich bestätigt worden, dass man “Sockelbeträge“ der zu erwartenden Zuschauer- und Sponsoreneinnahmen abgetreten habe.

Dass der Revierclub insbesondere nach dem Verpassen eines europäischen Wettbewerbes einen scharfen Konsolidierungskurs steuern muss und nach Einsparpotenzialen sucht, ist längst kein Geheimnis. Sowohl der vor einigen Wochen als Finanzchef abgedankte Clubpräsident Josef Schnusenberg als auch Peters, Tönnies und Magath betonten dies wiederholt. “Wir müssen uns konsolidieren und dementsprechende Einsparungen vornehmen“, gestand Peters. Tönnies räumte ein: “Wir müssen die Einnahmen erhöhen und die Ausgaben senken.“

Strittig ist allein das Ausmaß der Not. Akute Liquiditätsprobleme werden vom Club ebenso vehement bestritten wie die angeblich “rapide verschlechterte Zahlungsmoral“ (Handelsblatt) oder Behauptungen, die Stadt habe Schalke die Grundsteuer für das vereinseigene Gelände gestundet und Geschäftsführer Peters sei vom Aufsichtsrat beauftragt worden, noch in dieser Saison 20 bis 30 Millionen Euro zu beschaffen.

“Eine derartige Forderung an Peters hat es nie gegeben“, versicherte Magath. “Es sind immer wieder verschiedene unwahre Behauptungen über unsere finanzielle Situation im Umlauf. Die Situation ist nicht so schlecht, wie sie in der Öffentlichkeit dargestellt wird.“ Aufsichtsrats-Boss Tönnies sagte kürzlich: “Es ist eng. Doch keiner muss sich Sorgen machen. Schalke ist nicht in Not.“ Klar ist, dass der mit knapp 137 Millionen Euro verschuldete Verein um Stabilität ringt und zur Not auch Spieler transferieren würde, “aber nicht um jeden Preis“, wie Magath und Tönnies versichern.

Am Donnerstag lieferte der “RevierSport“ ein weiteres Mosaiksteinchen, dass der Club, der laut Bilanz im Jahr 2008 exakt 69,2 Millionen Euro an Personalkosten (Löhne und Gehälter der Angestellten) aufwendete, vor schmerzlichen Einschnitten nicht zurückschreckt. Betroffen aber sind zunächst offenbar nur “kleinere“ Angestellte. Nach Angaben der Zeitschrift hat Schalke acht Mitarbeitern aus der Rechtsabteilung und der Hausmeisterei gekündigt. Vor Wochen hatten schon zwei Mitarbeiter des Schalke-Museums ihren Arbeitsplatz räumen müssen.

dpa

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