Das sagen die Beteiligten nach Trainer-Check in Freiburg

Sünder nach Skandalspiel: "Ich hätte ausweichen müssen"

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Nach der Aktion von Abraham entwickelte sich eine riesige Rudelbildung von der Freiburger Bank.
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Freiburg - Das Sonntagabend-Spiel in der Fußball-Bundesliga zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt (1:0) endete mit einem handfesten Skandal. Was was passiert? 

Es lief bereits die Nachspielzeit - die Freiburger führten nach dem Tor von Nils Petersen (77.) mit 1:0 - als ein Ball vor der Freiburger Bank ins Aus kullert. Trainer Christian Streich hatte angesichts des Ergebnisses natürlich alle Zeit der Welt und ließ den Ball durchrollen. Frankfurts Kapitän David Abraham wollte daraufhin schnell die Kugel holen und checkte beim Rauslaufen den in der Coaching Zone stehenden Streich ziemlich heftig um.

Danach ging es richtig rund: Die gesamte Bank sprang auf, es entwickelte sich eine riesige Rudelbildung, in der auch der bereits ausgewechselte Freiburger Vincenzo Grifo ausrastete und dem Sünder Abraham ins Gesicht griff. Schiedsrichter Felix Brych aus München und sein Team hatten alle Hände voll zu tun. Abraham flog natürlich mit Rot runter (90.+6), genau wie Grifo (90.+9), dessen Vergehen vom Videoschiedsrichter aufgedeckt wurde.

Das sagen die Beteiligten

Hinterher beruhigte sich die Lage zum Glück, dennoch stellte Sky-Experte Didi Hamann im TV bei seiner Analyse klar: "Der Trainer ist heilig. Das darf es im Fußball nicht geben. Das ist wahrscheinlich Frust. Ich gehe davon aus, dass er eine lange Sperre bekommen wird. Ich glaube nicht, dass wir ihn vor Weihnachten nochmal wiedersehen."

Starke Worte auch von Freiburg-Coach Streich: "(...) Abraham ist ein extrem emotionaler Spieler. Er rennt mich über den Haufen, aber runterfahren. Fußball ist eben ein Kampfsport. Runterfahren, nicht dumm schwätzen hinterher. Es war ein enges Spiel." Abraham selbst entschuldigte sich hinterher beim Coach und erklärte seinen Ausraster laut Bild-Zeitung so: "Ich wollte in der letzten Minute der Nachspielzeit den Ball so schnell wie möglich wieder ins Spiel bringen und hätte ausweichen müssen. Ich bin sehr froh, dass wir nach dem Spiel gesprochen haben und alles gut zwischen uns ist."

mw

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