Südafrika: Schüsse auf neue Busse - Zwei Verletzte

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Das neue Bus-System von Johannesburg: Die Taxi-Industrie wehrt sich vehement gegen das Projekt, fürchten um ihre Einnahmen.

Johannesburg - Gut neun Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika hat es auf einem Bus des neuen Schnellbussystem BRT in Johannesburg einen Zwischenfall gegeben.

Nur einen Tag nach Einführung des Systems wurden nach Rundfunkangaben zwei Insassen schwer verletzt, als Unbekannte am Dienstagabend aus einem Minibus-Taxi Schüsse auf einen der Busse abgaben. Unter ihnen ist ein Polizist, der zum Schutz der Fahrgäste im Bus war.

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Das Milliardenprojekt ist eine der Voraussetzungen für die WM und wurde bisher von der Taxi-Industrie mit zum Teil gewalttätigen Protesten und Streiks bekämpft. Die Eröffnung fand daher unter starkem Polizeischutz statt. Die Taxi-Branche, die mit ihren Minibussen bisher 70 Prozent des öffentlichen Nahverkehrs abdeckt, sieht trotz wirtschaftlicher Einbindung in das System handfeste Konkurrenz durch die Busse. Am Montag war zunächst ein 25 Kilometer langer Abschnitt zwischen dem Township Soweto und Johannesburgs Stadtzentrum eröffnet worden.

dpa

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