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Dämpfer für Geheimfavorit

Unentschieden: Three Lions zeigen Frankreich die Krallen

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Frankreichs Franck Ribéry (rechts) im Zweikampf mit England-Spieler Scott Parker.

Donezk - Gut gebrüllt, Löwe: Englands Three Lions haben Geheimfavorit Frankreich im Giganten-Duell die Krallen gezeigt. Die beiden Kontrahenten trennten sich im Kult-Duell unentschieden.

Der personell arg gebeutelte Weltmeister von 1966 rang der nun seit 22 Spielen ungeschlagenen Equipe Tricolore zum EM-Start ein 1:1 (1:1) ab und widerlegte Befürchtungen, er könne angesichts seiner prominenten Ausfälle nicht konkurrenzfähig sein.

Frankreich nicht besonders zielstrebig, England sehr robust und gewohnt kampfstark - das Unentschieden in der erstaunlicherweise nicht ausverkauften Donbass-Arena von Donezk war leistungsgerecht. Joleon Lescott hatte England mit seinem Kopfballtreffer zum 1:0 (30. ) kurzzeitig vom Triumph über den Erzrivalen träumen lassen - doch der wachte auf und schlug in Person von Samir Nasri (38.) umgehend zurück. Beide Mannschaften halten sich in der Gruppe D mit der Ukraine und Schweden somit alle Optionen offen.

Oh, wie ist das schön! Die deutschen Spielerfrauen sind gelandet

Oh, wie ist das schön! Die deutschen Spielerfrauen sind gelandet

Die Spielerfrauen und-Freundinnen der deutschen Nationalspieler sind am Samstagmittag in Lwiw gelandet. Vor allem Sami Khediras Freundin Lena Gercke zog die Blicke auf sich. © dpa
Die Passkontrolle durchschritt die Gercke mit ihren langen Beinen im Eiltempo. © dpa
Die längsten Beine Lwiws! © dpa
Nana, wir sind hier doch nicht auf dem Laufsteg, Lena! © dpa
Da schaut jeder gerne hin! © dpa
Ein bezauberndes Lächeln! © dpa
Und noch einmal posieren. © dpa
Neben Lena Gercke reisten unter anderem auch noch ... © dpa
Mats Hummels' Freundin ... © dpa
Cathy, sowie ... © dpa
... Annika ...
... die Freundin von Marcel Schmelzer an.
Lena Gercke gemeinsam mit Mario Gomez' Freundin Silvia (l.) © dpa
Die beiden scheinen sich gut zu verstehen. © dpa
Und jetzt: Daumen drücken für die Männer! © dpa

Englands Kapitän Steven Gerrard konnte mit dem Ergebnis gut leben, denn „Frankreich hat eine fantastische Mannschaft“, wie der Routinier sagte. „Wir wären froh über den Sieg gewesen, aber das Unentschieden geht in Ordnung. Es muss jetzt unser Ziel sein, nach zwei Spielen vier Punkte zu haben.“ Das geht nur mit einem Sieg gegen Gastgeber Ukraine am Freitag.

Frankreichs Trainer Laurent Blanc hatte mit geübtem Blick erkannt, dass seine Mannschaft „ein wenig schüchtern“ begonnen hatte. Dafür hatte er in der zweiten Halbzeit wohl ein anderes Spiel verfolgt: Die Einschätzung, Les Bleus hätten „ein zweites Tor erzielen müssen“, teilten neutrale Beobachter nicht.

England werde kämpfen bis zum Umfallen, hatte Blanc vor dem Anpfiff prophezeit - er hatte recht, denn viel mehr blieb den Three Lions auch nicht übrig: Wayne Rooney ist für die ersten beiden Spiele gesperrt, Frank Lampard, Gareth Barry und Gary Cahill hatten ihre EM-Teilnahme verletzt absagen müssen.

Birnen, Fischer, Stall-Bewohner: Das bedeuten die Nachnamen der DFB-Stars

Birnen, Fischer, Stall-Bewohner: Das bedeuten die Nachnamen der DFB-Stars

Nicht nur Laktatwerte und Trainingseindrücke, sondern auch die historisch gewachsene Bedeutung der Nachnamen lassen Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der deutschen Nationalspieler bei der EM zu. Davon ist jedenfalls Prof. Dr. Jürgen Udolph überzeugt. Deutschlands bekanntester Professor für Onomastik (Namensforschung) entschlüsselte die Nachnamen im deutschen Team und fand dabei Erstaunliches heraus. © dapd
JOACHIM LÖW: Löw ist eine Kurzform von Löwe. Dieser Name wurde in erster Linie von Familien übernommen, die die Eigenschaften des Tieres hatten: kräftig, stark, tapfer und mutig. © Oliver Hurst / GES / DFB
OLIVER BIERHOFF: Der Name enthält eine ältere niederdeutsche Mundartform von „Birne“. Demnach stammten Bierhoffs Vorfahren von einem Birnenhof ab. © Getty
ANDREAS KÖPKE: Niederdeutsche Koseform zum alten Vornamen „Jakob“, der aus dem Hebräischen übernommen ist. Die ursprüngliche Bedeutung ist: „Er (Gott) möge schützen“. © dpa
MARIO GOMEZ: Viele spanische Namen gehen auf eine germanische Sprache zurück. Gomez kann vom althochdeutschen „gomo“ - also „Mann“ - abgeleitet werden. © Oliver Hurst / GES / DFB
SAMI KHEDIRA: Der Name, der er von seinem tunesischen Vater hat, stammt vom arabischen „Al-Quadir“ ab, einem von 99 Beinamen Allahs, und bedeutet „der zu allem Fähige“ oder „der Besitzer aller Macht und Autorität“. © Oliver Hurst / GES / DFB
MIROSLAV KLOSE: Es liegt eine verkürzte Form von „Nikolaus“ vor. Das ist ein griechischer Name mit der Bedeutung „Volkssieger“. © Oliver Hurst / GES / DFB
TONI KROOS: Sein Nachname beruht auf dem mittelniederdeutschen Wort „kros“ und bedeutet Kanne, Krug oder Trinkgefäß. Kroos kann ein Beiname für den Krugmacher, den Wirt oder aber auch den Trinker gewesen sein. © Oliver Hurst / GES / DFB
PHILIPP LAHM: Der Vorfahre des Münchners war höchstwahrscheinlich lahm, gelähmt oder gliederschwach. © Oliver Hurst / GES / DFB
PER MERTESACKER: Zugrunde liegt ein Flur- oder Feldname, worin eine Dialektform von „Martin(s)“ sowie „Acker“ vorliegt. © Oliver Hurst / GES / DFB
THOMAS MÜLLER: Der wohl unspektakulärste Name im deutschen Team. Im Mittelalter stand in fast jedem Dorf eine Mühle, die von einem Müller betrieben wurde. So erklärt sich die große Verbreitung. © Oliver Hurst / GES / DFB
MANUEL NEUER: Seine Vorfahren könnten aus dem Textilgewerbe kommen. Neuer ist eine so genannte gerundete Form und gehört wohl zum mittelhochdeutschen „naewen“, was „nähen“ bedeutet. © Oliver Hurst / GES / DFB
LUKAS PODOLSKI: Ein polnischer Name, abgeleitet vom Ortsnamen „Podole, Podol“, worin slawisch „po“ („bei“) und „dol“ („Tal“) enthalten sind. Der Wohnort von Podolskis Vorfahren lag demnach in einem Tal. © Oliver Hurst / GES / DFB
MARCO REUS: Der Name kommt von „Reuse“, sein Vorfahre war also entweder Fischer oder ein Hersteller von Reusen. © Oliver Hurst / GES / DFB
BASTIAN SCHWEINSTEIGER: Der Name geht auf den süddeutschen Ort Schweinsteig zurück. Das „-steig“ bedeutet nicht etwa „steigen“, sondern bezieht sich auf das mittelhochdeutsche „stige“ und meint den „Stall“. Ein Schweinsteiger hat also früher im Stall bei den Schweinen gewohnt. © Oliver Hurst / GES / DFB
TIM WIESE: Der Torwart kann auf schlaue Vorfahren verweisen. Sein Name geht auf das Niederdeutsche „wies“ zurück, was „der Weise, Kluge“ bedeutet. © Oliver Hurst / GES / DFB

Es war aber keineswegs „Müll“ (Daily Telegraph), was der neue englische Teammanager Roy Hodgson da auf den Platz schickte, sondern eine Auswahl mit Potenzial - und Problemen. Im Sturm beispielsweise musste Hodgson, am Montag 41 Tage im Amt, auf den unerfahrenen Danny Welbeck (Manchester United) setzen, der erst sein sechstes Länderspiel machte. Frankreich hielt mit seiner bärenstarken Offensive dagegen, bestehend aus Florent Malouda, Samir Nasri, dem Bayern-Star Franck Ribery und Karim Benzema. Angetreten waren die Franzosen mit der besten Empfehlung eines beeindruckenden 2:1 in Deutschland im Februar.

England hatte den Geheimfavoriten bei 30 Grad aber gut im Griff. Das Kombinationsspiel über die Außen funktionierte bei den Franzosen nicht wie gewohnt, zudem standen die Three Lions ihren Gegenspielern bei der Ballannahme ständig auf den Füßen. Ribery wurde gedoppelt, als habe er es schon wieder mit Borussia Dortmund zu tun. Und wenn die Franzosen den Ball verloren, ging es ab in Richtung französisches Tor - so beispielsweise in der 15. Minute, als James Milner nach einem Steilpass Schlussmann Hugo Lloris umkurvte, im Fallen jedoch nicht mehr die Kontrolle über den Schuss aus spitzem Winkel hatte - daneben.

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Bei der Equipe Tricolore hakte es vorne lange, Ribery ruderte nach 20 Minuten schon wild mit den Armen, um den Mitspielern die gewünschten Laufwege anzuzeigen. Diese Szene wiederholte sich nach einer Stunde, obwohl etwas mehr Druck vonseiten der Franzosen kam.

Vor der Pause hatten rund 5000 Engländer (ebenso viele französische Fans waren gekommen) freudetrunken die Nationalhymne angestimmt, als plötzlich mal etwas klappte beim Weltmeister von 1998. Nasri traf mit einem strammen Schuss aus 18 Metern ins Torwart-Eck und ließ die englische Kurve verstummen. Deshalb muss aber nicht gleich wieder eine Torwartdebatte eröffnet werden, dem soliden Joe Hart vom Meister Manchester City war die Sicht versperrt.

Bei Frankreich lief auch nach der Pause viel über links, also über Ribery. Das hatte England jedoch inzwischen längst durchschaut, weswegen die Räume eng waren. Ein Zeichen, dass dies die Franzosen nervte, waren vermehrte Fernschüsse - wie jener von Benzema in der 64. Minute. Wenn Ribery mal in Tornähe kam, dann über rechts: Hart entschärfte aber auch diesen Schuss aus spitzem Winkel klasse (75).

sid

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