Van Bommel befürchtet langes Hickhack um Ribéry

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Mark von Bommel (r.) drängt auf eine rasche Entscheidung im Fall Ribéry

München - Mark van Bommel befürchtet, dass die Transfer-Spekulationen um Franck Ribéry die gesamte Saison- Vorbereitung des FC Bayern München überschatten könnten.

“Das Hickhack bleibt vielleicht bis zum Ende der Wechselperiode am 31. August“, sagte der niederländische Fußball-Nationalspieler am Montag. Der Mannschaft wäre es natürlich “am liebsten“, wenn die Zukunft des von Real Madrid umworbenen Mittelfeldspielers “so schnell wie möglich“ geklärt werden könnte, betonte van Bommel: “Aber das Thema muss Franck mit dem Trainer und dem Vorstand klären.“

Der vom deutschen Rekordmeister bislang für unverkäuflich erklärte Ribéry hatte in der vergangenen Woche einen Wechsel nach Madrid zunächst verbal forciert. Inzwischen erklärte er, dass er “nicht unbedingt“ aus München weg wolle. Ribérys Vertrag beim deutschen Rekordmeister läuft noch zwei Spielzeiten. Es sei im Grunde “ein Wahnsinn“, beklagte van Bommel, dass die Wechselfrist erst Ende August und damit mehrere Wochen nach dem Bundesligastart ende.

Der französische Top-Star hatte am Sonntag in einem Exklusiv-Gespräch mit der tz seine Wechselabsichten relativiert. „Ich habe nie gesagt, dass ich unbedingt weg will“, so Ribéry. „Man muss jetzt einfach abwarten und falls es ein Angebot gibt sich unterhalten. Aber ich will jetzt nichts Falsches sagen.“

Sehr positiv äußerte sich der letztjährige Mannschaftskapitän van Bommel über die ersten Trainingseindrücke unter der Leitung seines Landsmannes Louis van Gaal. “Er gibt klar an, was er will und was nicht. Jeder weiß, was er zu tun hat. Es gibt keinen Hühnerhaufen auf dem Platz.“ Das schnelle Umsetzen der Ideen von van Gaal sei wichtig, weil die Vorbereitungszeit in diesem Jahr sehr kurz sei. “Ich habe ein gutes Gefühl“, bemerkte van Bommel.

Im persönlichen Kampf um einen Stammplatz sieht er sich nicht ausschließlich in einem Konkurrenzkampf mit Neuzugang Anatoli Timoschtschuk. Im Training agierte der Niederländer auch schon halbrechts vor dem Ukrainer, der direkt vor der Abwehr agierte. “Es gibt viele Lösungen im Mittelfeld“, sagte van Bommel. Timoschtschuk und er könnten auch gemeinsam in der Mannschaft spielen.

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