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WM-Aus gegen Kolumbien

1:4! Japan verpasst letzte Chance

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Die Kolumbianer lassen gegen Japan nichts anbrennen und ziehen als Gruppensieger ins Achtelfinale ein.

Cuiaba - Japan hat auch die letzte Chance vergeben und ist bei der WM in Brasilien in der Vorrunde gescheitert. Gegen kolumbien setzte es eine bittere Niederlage.

Die blauen Samurai verloren das abschließende Gruppenspiel gegen eine bessere B-Elf der bereits fürs Achtelfinale qualifizierten Kolumbianer mit 1:4 (1:1) und müssen die Heimreise antreten.

Ärgerlich für Japan: Ein Sieg gegen die Cafeteros hätte zum Weiterkommen gereicht, weil im Parallelspiel die Elfenbeinküste in letzter Minute 1:2 gegen Griechenland verlor. Die Griechen schafften damit sensationell noch den Sprung vom letzten Gruppenplatz ins Achtelfinale, wo sie auf Costa Rica treffen.

Okazakis Ausgleich zu wenig

Der Mainzer Shinji Okazaki hatte vor 40.340 Zuschauern in Cuiaba mit seinem Ausgleichstreffer zum 1:1 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+2) die Hoffnungen der Japaner am Leben gehalten - die dann aber Jackson Martinez (55., 82.) und James Rodriguez (89.) mit ihren Treffern zerstörten. Japan verpasste es, als erstes asiatisches Team zum dritten Mal ein WM-Achtelfinale zu erreichen. Dort stehen nun die Cafeteros, die Uruguay herausfordern.

In der 85. Minute kam Kolumbiens Ersatztorwart Faryd Mondragon ins Spiel und avancierte drei Tage nach seinem 43. Geburtstag zum ältesten Spieler, der jemals bei einer WM auf dem Feld stand. Der Ex-Kölner brach den Rekord von Kameruns Ikone Roger Milla (42 Jahre und 39 Tage).

Die Führung der Kolumbianer hatte Juan Cuadrado (17.) per Foulelfmeter erzielt. Vorangegangen war ein Foul im Strafraum von Yasuyuki Kanno am Berliner Bundesliga-Profi Adrian Ramos.

Japan fehlt vor dem Tor die Durchschlagskraft

Japan begann mit drei Bundesliga-Profis in der Startelf. Atsuto Uchida (Schalke 04), Shinji Okazaki (Mainz 05) und Kapitän Makoto Hasebe (1. FC Nürnberg) standen in der Startelf, ebenso wie der zuletzt formschwache Kagawa. Der Ex-Dortmunder musste wieder auf der ungeliebten linken Außenbahn ran, war dort aber zunächst deutlich präsenter als Keisuke Honda im Zentrum.

Kolumbiens Trainer Jose Pekerman wechselte im Vergleich zum 2: 1-Sieg gegen die Elfenbeinküste munter durch und brachte insgesamt acht neue Spieler: auch Ramos, der nach der WM von Hertha BSC zu Borussia Dortmund wechselt, kam zu seinem ersten Endrunden-Einsatz. Unter anderem Jungstar Rodriguez erhielt zunächst eine Verschnaufpause.

Gefordert war am Anfang vor allem Kolumbiens Defensive. Die Japaner hatten viel Ballbesitz, aber auch die altbekannten Probleme mit der Durchschlagskraft im Sturm. Auch die Standards, wie ein Freistoß von Honda rechts am Tor vorbei (33.), kamen nicht genau genug. Drei Minuten später schoss Yoshito Okubo per Seitfallzieher spektakulär übers Tor.

Das nervt echte Fußball-Fans bei der WM

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FOULER PROTEST: Fußballer sind von Natur aus Unschuldslämmer. Das muss so sein. Anders lässt sich nicht erklären, warum auch nach dem gröbsten Foul der Verursacher so tut, als widerfahre ihm gerade die größte Ungerechtigkeit im Fußball seit der Schande von Gijon 1982. Mit Unschuldsmiene, hochgezogenen Schultern und von sich gestreckten Händen suggerieren selbst die bösesten Bolzplatz-Buben: Lieber Schiri, ich doch nicht. Niemals. Nimmer. Ehrlich geht anders. Deswegen, liebe Profis, eine kleine Regelkunde: Wenn Du bei einem Zweikampf den Gegner triffst, bevor Du an den Ball kommst, ist das meistens Foul. Dein Foul. © picture alliance / dpa
TIER-ORAKEL:  Krake Paul war cool. Er war neu, hatte Ballgefühl in allen acht Armen und lag immer richtig. Doch nach dem Tod des Tintenfisches nicht lang nach der WM 2010 überschwemmten Möchtegern-Nachfolger den Orakel-Markt. Allzu viele geschäftstüchtige Menschen erkannten das Werbepotenzial so eines Tieres - und so dürfen heutzutage Affen, Elefanten, Gürteltiere (wie passend) oder auch Schweine orakeln, was das Zeug hält. Das finden nur noch unverbesserliche Tierfreunde wirklich putzig. Wissenschaftliche Aufklärung tut Not: Weder Tier-Orakel noch Löffelverbieger Uri Geller oder Kaiser Franz Beckenbauer können den Ausgang von Fußballspielen voraussagen. Ehrlich. © picture alliance / dpa
BUNTE SCHUHE: Das waren noch Zeiten: Die schwarzen Treter mit dezenten weißen Streifen geschnürt und raus auf den Bolzplatz. Heute sehen Fußballschuhe aus wie das neueste Bühnenoutfit von Lady Gaga. Neongelb, giftgrün, ätzblau oder Stadtreiniger-orange, manchmal auch links so und rechts ganz anders - irgendwie affig. Oder läuft man möglicherweise schneller, wenn man Schuhe trägt, die aussehen als würden sie radioaktiv strahlen? © picture alliance / dpa
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In der 42. Minute vergab Jackson Martinez nach Vorarbeit von Ramos die große Chance zum 2:0, als er aus neun Metern links am Tor vorbei schoss. Stattdessen glich Okazaki mit einem sehenswerten Kopfball nach Flanke von Honda aus.

Nach der Pause kam Rodriguez und mit ihm auch neuer Schwung ins Spiel der Südamerikaner. Der Spielmacher von AS Monaco hatte gleich zwei gute Aktionen (50. und 54.) und bereitete dann das 2:1 mit einem feinen Pass vor. Japan kämpfte, vergab aber weiter leichtfertig seine Chancen: In der 66. Minute schoss Okuba aus vollem Lauf und kurzer Distanz weit über das Tor. Danach brachen bei Japan in der Abwehr alle Dämme.

sid

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