Kovac adelt den Stürmer

"Mandzukic ist ein großer Torjäger"

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Mario Mandzukic.

Recife/Salvador - Mit dem 4:0 gegen Kamerun hat sich Kroatien die Tür zum Achtelfinale geöffnet. Jetzt wollen Mandzukic und Co. gegen die Defensivkünstler aus Mexiko den nächsten Schritt machen.

Für das Bundesliga-Trio der Kroaten steht bei der WM der nächste Kraftakt an. „Ich hoffe, dass sie unsere Waffe sein können“, sagte Nationalcoach Niko Kovac am Sonntag in Recife über sein Triumvirat mit Mario Mandzukic, Ivan Perisic und Ivica Olic, das beim 4:0 gegen Kamerun alle vier Tore erzielte.

Im direkten Duell mit dem um einen Punkt besseren Tabellen-Zweiten Mexiko brauchen Mario Mandzukic und Co. einen Sieg, um die K.o.-Runde zu erreichen. „Wir haben ein Rezept, wie wir sie schlagen können. Wir haben den Willen und die Hoffnung, weiterzukommen“, sagte Kovac.

Den Mexikanern genügt bereits ein Unentschieden, um den Konkurrenten in der Hammer-Gruppe A auf Distanz zu halten. So klingt das Rezept der Defensivkünstler einfach: Wie schon gegen Brasilien und Kamerun kein Tor kassieren, dann ist das Ziel erreicht. Doch auf einen Punkt zu spekulieren, ist Miguel Herrera zu gefährlich. „Wenn du auf Unentschieden spielst, verlierst du am Ende“, sagte der Trainer vor dem Showdown an diesem Montag (22.00 Uhr) in Recife.

Sollte Topfavorit Brasilien (hat wie Mexiko 4 Punkte) gleichzeitig gegen Kamerun verlieren, was nach den bisherigen Eindrücken eher unwahrscheinlich anmutet, könnten sogar Kroatien und Mexiko mit einem Remis am Gastgeber vorbeiziehen. Soweit die Theorie.

Wie sein Kollege Herrera mag sich Niko Kovac auf keinerlei Rechenspiele einlassen. Das 4:0 gegen Kamerun habe der Mannschaft „Kraft und Selbstvertrauen“ gegeben. Aber das Ziel sei noch nicht erreicht. „Wir haben bei den schwierigen klimatischen Bedingungen in Manaus unser wahres Gesicht gezeigt. Aber es gibt noch keinen Grund zu feiern. Wir haben noch viel Arbeit“, mahnte der ehemalige Bundesliga-Profi. „Wir haben unser Bestes getan und können jetzt ein historisches Ergebnis erzielen. Ich bin realistisch-optimistisch.“

Die Hoffnungen der Balkan-Kicker ruhen vor allem auf den drei Profis aus der Bundesliga. „Mandzukic ist ein großer Torjäger, der mit seiner Einstellung das Niveau unseres Teams anhebt“, lobte Kovac. „Mit seinen zwei Treffern hat er bewiesen, zu welchen Leistungen unsere Mannschaft mit ihm in der Lage ist.“

Der Bayern-Stürmer, über dessen Rückkehr zum VfL Wolfsburg spekuliert wird, sieht sich als Teamplayer und gibt die Komplimente an seine Mitspieler weiter. „Gebt der ganzen Mannschaft Kredit“, forderte er. „Jeder hat gegen Kamerun brillant gespielt. Meine Tore waren nur das Ergebnis.“ Man müsse das Spiel gegen Mexiko mit der gleichen Leidenschaft und dem gleichen Siegeswillen angehen.

Kovac bereitet sein Team darauf vor, dass womöglich viel Geduld gegen den gut organisierten Gegner nötig ist. Immerhin habe Mexiko in den beiden bisherigen Spielen kein Tor zugelassen und sei Brasilien gefährlich geworden. „Mexiko hat eine großartige Mannschaft, aber ich denke, wir sind das bessere Team und die besseren Einzelspieler. Das wollen wir morgen zeigen“, sagte Mittelfeldspieler Luka Modric von Real Madrid. „Für uns ist es gut, dass wir gewinnen müssen, ich bin mir sicher, wir werden einen Weg finden, ein Tor zu erzielen.“

Die „Tri“ baut auf ihren gegen Brasilien überragenden Torwart Guillermo Ochoa, das Sturmduo Giovani dos Santos/Oribe Peralta - und sieht sich taktisch im Vorteil. „Die müssen gewinnen. Also werden wir in der Defensive dagegenhalten und versuchen die Räume auszunutzen, die sie uns lassen, weil sie offensiv spielen müssen“, sagte Herrera. „Wenn wir Unentschieden spielen, gut, dann sind wir weiter. Aber wir wollen auf Sieg spielen“, sagte Herrera und nahm seine Profis in die Pflicht: „Sie wissen, dass alles nichts mehr wert ist, wenn wir Montag verlieren. So wollen wir auch auftreten.“

dpa

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