Ronaldo zittert - Italien glücklich

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Zlatan Ibrahimovic erzielte für Schweden beim 2:1 in Ungarn das Siegtor in der 90. Minute.

München - Der WM-Vierte Portugal hat auf dem Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika einen weiteren Rückschlag erlitten.

Die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo kam am Samstagabend in Dänemark nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und fiel in der Qualifikationsgruppe 1 mit 10 Punkten auf den vierten Platz zurück. Dritter ist nun Schweden (12), das dank eines Last-Minute- Tores von Zlatan Ibrahimovic (90.) mit 2:1 in Ungarn (13 Punkte) gewann. Tabellenführer bleibt weiter Dänemark (17), das gegen Portugal durch Nicklas Bendtner (42.) in Führung ging und erst vier Minuten vor Schluss den Ausgleich durch Liedson (86.) kassierte.

Markante Gesichter des Weltfußballs

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In Gruppe 8 behauptete Weltmeister Italien (17) durch ein 2:0 in Georgien seine Tabellenführung. Georgiens Verteidiger Kakhaber Kaladze sorgte mit zwei Eigentoren (57./67.) für die Entscheidung. In der “deutschen Gruppe“ 4 hat sich Russland mit einem standesgemäßen 3:0 (3:0)-Sieg gegen Fußball-Zwerg Liechtenstein Tabellenführer Deutschland an die Fersen geheftet. Wassili Beresutski (17.) und Roman Pawljutschenko mit zwei verwandelten Elfmetern (40./45.) erzielten in St. Petersburg die Tore für das Team von Trainer Guus Hiddink, das zu keiner Phase ernsthaft gefordert wurde.

In der Tabelle der Gruppe 4 rückte die “Sbornaja“ mit 18 Punkten bis auf einen Zähler an das Team von Joachim Löw heran. Am kommenden Mittwoch muss Russland in Wales antreten, während die deutsche Elf in Hannover gegen Aserbaidschan spielt. Zum Gipfeltreffen der beiden Topfavoriten kommt es am 10. Oktober in Moskau.

Die von Berti Vogts trainierten Aserbaidschaner verpassten am Samstag beim 1:2 (0:0) gegen Finnland ihr erstes Erfolgserlebnis in der WM-Ausscheidung. Elvin Mammadow brachte die Kicker vom Kaspischen Meer in der 49. Minute zwar mit 1:0 in Führung, doch Markus Heikkinen (74.) und der Bremer Bundesliga-Profi Petri Pasanen (85.) machten für Vogts und Co. die Hoffnung auf den ersten Dreier zunichte. Mit dem glücklichen Sieg erhielt sich der Tabellen-Dritte Finnland (13 Punkte) seine theoretische Qualifikations-Chance.

Auch ohne den verletzten Starstürmer Andrej Arschawin und den Stuttgarter Pawel Pogrebnjak, der 90 Minuten lang auf der Bank saß, entwickelte sich in St. Petersburg von Beginn an ein Spiel auf ein Tor. Dennoch benötigten die Russen zwei Elfmeter, um ihren Vorsprung vor der Pause auszubauen. Weiteren Treffern stand der glänzend haltende Peter Jehle im Tor der Liechtensteiner im Wege. Das 3:0 durch Pawljutschenko war das 200. Tor einer russischen oder sowjetischen Mannschaft in der WM-Qualifikation.

dpa

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