Fast 100.000 Fans feiern den Deutschen Meister

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Edin Dzeko wird von den VfL-Fans bejubelt.

Wolfsburg - Die Spieler des neuen deutschen Fußball-Meisters VfL Wolfsburg haben sich am Samstagabend ins Goldene Buch der Stadt eingetragen.

Trainer Felix Magath, Mannschaftskapitän Josué, die Stürmerstars Grafite, Edin Dzeko und ihre Mannschaftskollegen hatten sich schon auf dem Weg ins Rathaus von den ausgelassenen Fans lautstark feiern lassen. Die Kicker legten den Weg vom Stadion zum Rathaus per Autokorso zurück. Kapitän Josué trug die Meisterschale, Grafite saß neben VW -Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piëch, Torwart Diego Benaglio fuhr neben Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff .

Der VfL hatte die Meisterschaft am Samstag mit einem 5:1- Heimsieg über Werder Bremen perfekt gemacht und die Verfolger Bayern München und Stuttgart in die Schranken verwiesen. Im Rathaus betonte Wolfsburg Oberbürgermeister Rolf Schnellecke , der Erfolg der Mannschaft sei noch wenigen Jahren unvorstellbar gewesen, als Wolfsburg gegen den Abstieg kämpfte. “Diese Mannschaft ist über sich hinausgewachsen und hat in den entscheidenden Spielen eine unglaubliche Kampfkraft und Charakterstärke entwickelt“, sagte Schnellecke.

Deutscher Meister 2009: VfL Wolfsburg

Die Wolfsburger Fans waren schon während des Spiels guter Dinge. Klar, die Ausgangslage war bereits vor der Partie bestens - und nach 15 Minuten gegen Bremen stand es ja auch schon 2:0. © dpa
Stürmer Grafite hatte mit seinen 28 Saisontoren maßgeblichen Anteil am Gewinn der Wolfsburger Meisterschaft. © dpa
Sommermärchen, Teil 2. So kann man es aus Wolfsburger Perspektive durchaus sehen. © dpa
Die Fans huldigten Felix Magath... © dpa
... und der ganzen Mannschaft. © dpa
Der Big Boss mit dem noch größeren Boss: Meistermacher Felix Magath (l.) mit dem VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. © dpa
Im Blitzlichtgewitter: Felix Magath. © dpa
Grün-Weiße Euphorie. © dpa
Der Parade-Wolf: Grafite. © dpa
Der spielte ja auch mit: Diego bestritt für Werder Bremen sein letztes Bundesliga-Spiel. Immerhin gelang dem Brasilianer (wechselt wohl zu Juventus Turin) noch ein Treffer. © dpa
Die Wolfsburger machten aber fünf. © dpa
Auch in den Straßen der VW-Stadt ging es hoch her. © dpa
Grafite war bei den Fans einer der gefragtesten Spieler. © dpa
Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die Ordner versuchten zwar, die euphorisierte Masse zurückzuhalten... © dpa
... doch die VfL-Fans bahnten sich ihren Weg. © dpa
Dieses Tor hat wohl keine Zukunft mehr in der Volkswagen-Arena... © dpa
Ein Tänzchen für die Mitspieler von Grafite. Rechts der schweizer Keeper Diego Benaglio mit Landesfahne. © dpa
Ein Moment vollendeten Glückes: Kapitän Josué präsentiert die Meisterschale. © dpa
Konfettiregen für den Deutschen Meister. © dpa
Jeder will sie berühren, die Meisterschale. © dpa
Christian Gentner (l.) und Sascha Riether. © dpa
Grafite verpasst Felix Magath die obligatorische Bierdusche. © dpa
Da macht selber trinken doch mehr Spaß. © dpa
Ein „Busserli“ für die Schale von Diego Benaglio. © dpa
„Da ist das Ding“. Felix Magath mit der Schale. © dpa
Meistermacher Felix Magath bejubelt seine dritte Deutsche Meisterschaft. © dpa
„Wo isch mei Kanon“, sagte einst VfB-Goalgetter Fritz Walter. Was Torschützenkönig Grafite sagte, ist nicht überliefert. © dpa
Wolfsburger Jubeltraube. © dpa
Edin Dzeko ganz genießerisch mit Zigarre. © dpa
Felix Magath (l.) und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff beim Synchrontrinken. © dpa
Gratulation an Felix Magath und den VfL Wolfsburg! © AP

Auch das Image der Stadt Wolfsburg sei durch den Gewinn der Meisterschaft immens aufpoliert worden. “Bisher kennt man Wolfsburg als die Stadt, in der die besten Autos der Welt gebaut werden. Heute wissen alle, dass hier auch der beste Fußball Deutschlands gespielt wird“, sagte Schnellecke. An der Feier nahm auch VW -Chef Martin Winterkorn teil, Bundestrainer Joachim Löw ließ sich entschuldigen.

Weil das Wolfsburger Rathaus keinen Balkon hat, fuhr das Meister-Team anschließend in Cabrios auf eine riesige Bühne vor dem Rathaus und präsentierte den Fans dort die Meisterschale. Der VfL Wolfsburg holte den Titel zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte. Damit ist erstmals seit 42 Jahren wieder eine Mannschaft aus Niedersachsen deutscher Fußball-Meister geworden. Darüber freute sich auch Ministerpräsident Wulff. “Das ist ein gigantischer Erfolg und voll verdient. Für unser Land ist das eine große Sache“, sagte er. Zuletzt gewann Eintracht Braunschweig 1967 den Titel, Hannover 96 holte ihn 1954.

dpa

Zahlreiche Videos von den Wolfsburger Meisterfeierlichkeiten finden Sie hier

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