Erst WM-Aufstockung, jetzt drastische Regeländerungen?

FIFA plant bereits nächste Fußball-Revolution

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Marco van Basten
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Zürich - Als Spieler war Marco van Basten eine Legende. Der Holländer erzielte für Ajax Amsterdam und den AC Mailand über 200 Tore und wurde 1988 mit den Niederlanden Europameister. Inzwischen ist er technischer Direktor beim Fußballweltverband FIFA - und plant in dieser Position die nächste Fußball-Revolution.

Zuletzt hatte erst die Aufstockung der Fußball-Weltmeisterschaft von 32 auf 48 Teams ab dem Jahr 2026 bei Fans und vielen Funktionären für Ärger gesorgt. Doch jetzt wird es noch krasser: Wie die Bild-Zeitung berichtet, will van Basten das Abseits abschaffen, Gelbe Karten durch Zeitstrafen ersetzen und das Elfmeterschießen quasi "neu erfinden". Doch was steckt genau dahinter?

Abseitsregel

Als erstes will van Basten die Abseitsregel abschaffen. Ohne diese Regel könnten die Stürmer hinter den Abwehrspielern lauern, die es dann viel schwerer hätten. Deswegen erwartet van Basten auch großen Widerstand gegen diesen "Plan", sagt aber: "Im Feldhockey wurde die Abseitsregel bereits abgeschafft, und es gibt keine Probleme. Die Mannschaften würden sich auch im Fußball anpassen." Auch die lästigen Diskussionen mit dem Schiri bei engen Entscheidungen würden wegfallen.

Shoot-Out statt Verlängerung

Bei dieser Idee geht es nicht ums Elfmeterschießen, sondern um 25-Meter-Shoot-Outs, ähnlich dem Penalty im Eishockey. "Jede Mannschaft hat fünf Versuche. Der Schiedsrichter pfeift, dann läuft der Spieler aus 25 Metern auf den Torwart zu. Innerhalb von acht Sekunden muss die Aktion abgeschlossen sein", so van Basten zur Bild.

Diese Regelänerung könnte laut Bild helfen, Punktgleichheit in Gruppen von Turnieren zu vermeiden. Zudem sei dies sehr spektakulär für die Zuschauer...

Zeitstrafe statt Gelber Karte

Auch für sogenannte "taktische Fouls" hat van Basten bereits einen Plan in der Tasche: Dort soll es in Zukunft keine gelbe Karte mehr geben, sondern statt dessen eine Zeitstrafe von fünf oder zehn Minuten. "Das schreckt ab", so der Holländer.

mw

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