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Vor Achtelfinal-Kracher in London

Der große Team-Check: So stehen unsere Chancen gegen England

Fußball EM - Deutschland - Ungarn
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Das deutsche Team ist am Dienstag gegen England gefordert.

London/Herzogenaurach - Wer hat die bessere Mannschaft, wer den besseren Trainer? Vor dem Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft am Dienstag (18 Uhr/ARD und Magenta TV) in London vergleicht rosenheim24.de die Teams von Deutschland und England.

Torhüter

Die Torhüter Manuel Neuer und Jordan Pickford.

Schon fünf EM-Tore hat Deutschlands Kapitän und Torwart Manuel Neuer hinnehmen müssen. Englands Keeper Jordan Pickford (27) dagegen noch kein einziges. Dennoch kann es keinen Zweifel geben, wer hier die Nase vorne hat. Neuer ist mehrfacher Welttorhüter, Weltmeister und zweifacher Champions-League-Sieger. Der Torhüter des FC Bayern kennt Drucksituationen, läuft gerade in solchen Spielen zu Höchstform auf. Pickford spielt beim FC Everton, einem Club, der in der vergangenen Saison der englischen Premier League nur Mittelklasse war. Bei den Torhütern hatte Deutschland gegen England immer die Nase vorne. Vorteil Deutschland.

Abwehr

In der Verteidigung zählen John Stones und Mats Hummels als Abwehrchefs.

Englands Abwehr ist im bisherigen Verlauf des Turniers das Prunkstück der Mannschaft. Obwohl Trainer Gareth Southgate in der Gruppenphase in allen drei Spielen nie mit derselben Viererkette spielte, blieben die „Three Lions“ immer ohne Gegentor. Der Fixpunkt ist Abwehrchef John Stones (27) von Manchester City. Auf der Außenbahn beharkt „Agressive Leader“ Kyle Walker seine Gegner. Die deutsche Offensive wird sich auf körperlich überlegene Spieler einstellen müssen, die mit allen Wassern gewaschen sind.

Beim DFB-Team konnte sich die Defensive noch nicht in den Vordergrund spielen. Schon fünf Gegentore musste die Verteidigung hinnehmen. Die deutsche Innverteidiger-Dreierkette mit Matthias Ginter (27), Rückkehrer Mats Hummels (32) und Champions-League-Sieger Antonio Rüdiger (28) ist zwar auf dem Papier prominent besetzt. Auf den Außenbahnen wirbeln Joshua Kimmich und Neuentdeckung Robin Gosens. Sie werden sich auch öfter in die Offensive einschalten. Dennoch bleibt ein großes Fragezeichen hinter der deutschen Verteidigung, die vor allen Dingen gegen schnelle Spieler Probleme hat. England ist hier überlegen.

Mittelfeld

Im Mittelfeld wird es zu einem Aufeinandertreffen von Mason Mount und Toni Kroos kommen.

Im Mittelfeld wird es technisch anspruchsvoll. Die jungen Spieler der englischen Mannschaft sind obgleich ihres Alters schon Champions-League und Premier League erfahren. Mason Mount (FC Chelsea) kann nach überstandener Corona-Quarantäne den Unterschied machen. Auch Mittelfeld-Staubsauger Kalvin Philipps (Leeds United) gilt auf der Insel als positive Überraschung. Mit Liverpool-Kapitän Henderson, BVB-Youngster Jude Bellingham und West Ham United-Spieler Declan Rice verfügt Southgate über diverse Optionen.

Im deutschen Lager tummeln sich Spieler, die in Weltklasse-Klubs spielen. Weltmeister und Serien-Champions League-Sieger Toni Kroos soll gemeinsam mit Manchester Citys Ilkay Gündogan im Mittelfeld die Fäden ziehen. Auch Leon Goretzka bleibt eine Option, mit der sich Joachim Löw auseinandersetzen muss. Auf dem Papier ist die deutsche Mannschaft stärker aufgestellt als die englische. Allerdings konnten die Mittelfeld-Strategen nur selten in diesem Turnier überzeugen. Kann „Die Mannschaft“ ihre vorhandene Klasse rechtzeitig zum Achtelfinale auch auf dem Platz zeigen, hat Deutschland hier einen Vorteil.

Angriff

Wollen auch am Dienstag wieder für ihr Team erfolgreich sein: Kai Havertz und Raheem Sterling.

Bisher konnte die Deutsche Offensive nicht überzeugen. Mit Ausnahme des Spiels gegen Portugal tat man sich im Speziellen gegen defensiv stehende Mannschaften sehr schwer, zu unkreativ waren die Stürmer um Top-Talent Kai Harvertz, Serge Gnabry, Leroy Sane oder Thomas Müller, der immer noch auf sein erstes Tor bei einer Europameisterschaft wartet.

Auch England konnte im Angriff nicht von sich Reden machen. Kapitän Harry Kane hat noch Ladehemmung, Raheem Sterling traf bisher zweimal. Auch von Phil Foden wird viel erwartet. Bisher agierte er jedoch bemüht, aber glücklos. Qualität und Talent haben beide Teams. Unentschieden.

Die Trainer

Wer wird die richtige Taktik wählen? Joachim Löw oder Gareth Southgate?

Gareth Southgate (50) hat mit Deutschland seit seinem entscheidenden Elfmeterfehlschuss im EM-Halbfinale 1996 eine Rechnung offen. In England hat er als Trainer viel bewirkt. WM-Platz vier 2018 war ein Erfolg. Jetzt muss er nachlegen, sonst gibt es Gegenwind.

Rekordcoach Joachim Löw (61) ist vor seinem DFB-Abschied in Sachen Erfahrung meilenweit voraus, sieht sich jedoch aufgrund des letzten Misserfolgs bei der WM 2018 einiger Kritik ausgesetzt. Der WM-Triumph 2014 überstrahlt trotz zuletzt viel Kritik die Ära. Aber ob es Bundestrainer noch einmal schaffen kann, die richtige Auf- und Einstellung an sein Team zu vermitteln, ist fraglich. Southgate ist jünger, hungriger und mutiger. Kleiner Vorteil England.

Fazit

Für die deutsche Mannschaft wird es schwer. Zu unkonstant zeigte sich die Mannschaft in der Gruppenphase. Das DFB-Team hat zwar unglaublich talentierte Spieler in ihren Reihen, das Zusammenspiel der verschiedenen Mannschaftsteile klappt jedoch nur bedingt. In der Offensive wird mehr Mut zum Risiko nötig sein, um gegen die starke englische Abwehr Chancen zu kreieren. England gilt in diesem Spiel als klarer Favorit.

Das ganze Land lechzt nach dem Titel, die englischen Fans werden am Dienstag ihre Mannschaft nach vorne schreien. Zuhause gibt es für die „Three Lions“ keine andere Möglichkeit, als das Spiel selbst in die Hand zu nehmen. Das könnte der deutschen Mannschaft helfen, um in der Offensive mehr Räume zu bekommen. Dafür muss sich der DFB aber unbedingt im Gegensatz zum Spiel gegen Ungarn steigern. Ansonsten droht in Wembley eine Abreibung.

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