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Neuner: "Es tut mir richtig leid"

Gössner verzichtet unter Tränen auf Olympia

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Miriam Gössner verzichtet schweren Herzens auf die Olympischen Winterspiele.

Oberhof - Biathletin Miriam Gössner  wird nicht an den Olympischen Winterspielen teilnehmen. Ihr Fokus liege darauf wieder gesund zu werden, sagte sie am Samstag.

Miriam Gössner bei der Pressekonferenz.

"Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht nach Sotschi fahren werde und erst mal versuche, wieder gesund zu werden", sagte Gössner am Samstag unter Tränen auf einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz in Oberhof. Zuvor hatte die 23-Jährige aus Garmisch wegen der Schmerzen auf einen Start im Verfolgungsrennen beim Biathlon-Weltcup verzichtet.

Gössner hatte sich im Mai bei einem Fahrradunfall vier Wirbel gebrochen und bislang nicht wieder ihre alte Form gefunden. Die Olympia-Norm hat sie noch nicht geschafft. Platz 47 im Dezember im Sprint-Wettkampf von Hochfilzen war ihr bisher bestes Resultat. Nachdem Gössner ihre Entscheidung verkündet hatte, sagte Mannschaftsarzt Bernd Wolfarth: "Damit wird eine Last von Miriams Schultern genommen."

Das Sprintrennen am Freitag in Oberhof hatte Gössner nur auf Rang 53 beendet. "Im Laufen war es sehr, sehr schwer für mich. Ich habe mich nicht wirklich bewegen können. Ich glaube, man hat es auch gesehen", sagte sie. Nach einer Nacht des Nachdenkens gab Gössner dann ihren Entschluss bekannt und war in Tränen aufgelöst: "Es macht keinen Sinn."

Mannschaftsarzt Wolfarth erklärte noch einmal, dass für den frühen Wiedereinstieg in das Training aus medizinischer Sicht keine Bedenken bestanden hätten: "Miriam hat alles versucht. Man muss sich einmal vor Augen führen, dass das eine sehr, sehr schwere Verletzung war. Man muss froh sein, dass sie überhaupt noch laufen kann. Das hätte auch viel, viel schlimmer ausgehen können", sagte der Arzt. Mittelfristig, meinte Wohlfahrt, werde Gössner keine Probleme mit dieser Verletzung haben.

Die Finnin Kaisa Mäkärainen hat nach ihrem zweiten Platz im Verfolgungsrennen am Samstag beim Biathlon-Weltcup in Oberhof an die verletzt abgereiste Miriam Gössner gedacht. „Ich widme ihr das Rennen“, sagte Mäkärainen, die mit der Garmischerin Sylvester gefeiert hatte. „Sie ist eine gute Freundin.“

Man habe sich bei der Party auch über Biathlon unterhalten und eigentlich beschlossen, bei Olympia in Sotschi eine weitere Fete zu feiern. Dazu kommt es nun nicht, da Gössner auf eine Olympia-Teilnahme verzichtet hat. „Aber ich bin sicher, das holen wir nach“, sagte Mäkärainen auf der Pressekonferenz am Samstag.

Magdalena Neuner hat das Olympia-Aus ihrer Freundin Miriam Gössner bedauert. „Ich habe vor dem Fernseher mitgefiebert und mitgelitten. Es tut mir richtig leid“, sagte Neuner am Samstag. Gössner hatte zuvor am Rande des Biathlon-Weltcups in Oberhof wegen ihrer permanenten Rückenschmerzen unter Tränen ihr vorläufiges Saisonende verkündet. „Es ist natürlich eine schwierige und bittere Entscheidung gewesen. Aber ich denke es war richtig von Miriam. Es bringt aus meiner Sicht nichts, wenn man nicht 100-prozentig fit ist“, meinte Neuner. Sie hatte ihre erfolgreiche Sportkarriere vor knapp zwei Jahren beendet.

dpa/sid

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