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"Unglaublich, Wahnsinn"

20.000 Fans empfangen Deutsche Olympioniken

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Die deutschen Olympioniken an Deck der MS Deutschland auf dem Weg in den Hamburger Hafen.

Hamburg - Die deutschen Olympioniken sind in Hamburg eingetroffen. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit der "MS Deutschland" in der Hafencity an.

Bässe wummerten, Tausende Fans wedelten mit ihren Deutschland-Fähnchen, und die Helden machten Erinnerungsfotos: Mit einer riesigen Party haben rund 20.000 Hamburger den deutschen Olympioniken in der Hansestadt einen unvergesslichen Empfang bereitet.

„Das ist der absolute Wahnsinn“, sagte Turner Fabian Hambüchen, „so ein Empfang gab es noch nie. Das kennt man ja sonst nur vom Fußball. Es ist einfach unglaublich, dass wir das hier erleben dürfen.“ Und Lilli Schwarzkopf, die Silber im Siebenkampf gewonnen hatte, sagte: „Man fühlt sich wie Kaiserin Sissi, als sie nach Wien gefahren wurde. So viel Gänsehaut hatte ich noch nie.“

Nach 36 Stunden Fahrt von London nach Hamburg auf der MS Deutschland waren 217 der 392 Olympiastarter an Bord des „Traumschiffs“ um 10.00 Uhr in Begleitung von etwa 100 kleineren Booten in den Hafen eingelaufen. Unter dem Jubel der Zuschauer waren dann die beiden Fahnenträger, Hockeyspielerin Natascha Keller und Ruderer Kristof Wilke, um 10.52 Uhr als erste von Bord gegangen.

Insgesamt 25 Olympiasieger navigierte Kapitän Andreas Greulich sicher in den Hafen. Empfangen wurden sie zunächst von einem traditionellen Hamburger Shanty-Chor, der die Nationalhymne anstimmte. Danach genossen die Athleten bei strahlendem Sonnenschein ein ausgiebiges Bad in der Menge.

„Es war eine unglaublich tolle Zeit, unvergessliche Tage auf dem Schiff“, sagte Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste mit Deutschland-Hut auf dem Kopf, „und dann noch dieser Empfang. Sensationell. Ich bin super dankbar, dass ich das miterleben durfte. „ Anschließend dirigierte er die tobende Menge und stimmte den Klassiker „Hamburg, meine Perle“ des Stadtbarden „Lotto King Karl“ an. „Überwältigend“, stammelte Fechterin Britta Heidemann, Olympiasiegerin von Peking 2008 und Silbermedaillengewinnerin von London 2012. Und Hockey-Spieler Tobias Hauke meinte: „Das übertrifft alle Erwartungen. Wahnsinn.“

Schon in den Nächten zuvor hatten die Hockey-Spieler das Party-Kommando übernommen und Vollgas gegeben. Wie schon in Peking feierten sie am lautesten und längsten. „Das Schiff ist aber noch bestens in Schuss und sehr gemütlich eingerichtet“, sagte Fürste mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Feierlicher Empfang der deutschen Olympioniken in Hamburg

Feierlicher Empfang der deutschen Olympioniken in Hamburg

Die deutschen Olympioniken sind in Hamburg eingetroffen. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit der "MS Deutschland" in der Hafencity an. © dapd
Die deutschen Olympioniken sind in Hamburg eingetroffen. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit der "MS Deutschland" in der Hafencity an. © dapd
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Die deutschen Olympioniken sind in Hamburg eingetroffen. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit der "MS Deutschland" in der Hafencity an. © dapd
Die deutschen Olympioniken sind in Hamburg eingetroffen. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit der "MS Deutschland" in der Hafencity an. © dapd
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Die deutschen Olympioniken sind in Hamburg eingetroffen. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit der "MS Deutschland" in der Hafencity an. © dapd
Die deutschen Olympioniken sind in Hamburg eingetroffen. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit der "MS Deutschland" in der Hafencity an. © dapd

In der Nacht zum Mittwoch hatten die Olympioniken eine ausgelassene Poolparty zum Hit der Toten Hosen „An Tagen wie diesen“ veranstaltet. Die beeindruckendste „Arschbombe“ legte der 138 Kilo schwere Gewichtheber Almir Velagic hin. „Wir haben die Nacht zum Tag gemacht“, sagte ein immer noch müder, aber glücklicher Weitspringer Christian Reif. Danach schnappte sich der 27-Jährige eine Kühlbox und verteilte Eis an die umstehenden Fans. Im Hintergrund tönte immer wieder „We are the Champions“ von Queen. Und Kris von Revolverheld sang live „Diese Tage“.

Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (beide SPD) zeigten sich gerne mit den erfolgreichen Olympioniken. Scholz zeigte sich hoffnungsvoll, in Zukunft auch große internationale Sportereignisse nach Hamburg zu holen. DOSB-Präsident Thomas Bach freute sich über den großen Empfang. „Wir sehen eine erfolgreiche Olympia-Mannschaft, die wir zu Recht feiern.“

Im Anschluss an die rauschende Party in der sonst so kühlen HafenCity fuhren die Athleten auf Barkassen zum Hamburger Rathaus. Dort empfing sie erneut Scholz und der Hamburger Senat. „Sie haben unser Land so vertreten, wie es sein will: Mit Herz und Verstand.“ Im großen Festsaal des Rathauses trugen sich die Olympiasieger ins Goldene Buch, in dem sich bereits der Dalai Lama und Bundeskanzlerin Angela Merkel verewigt haben, der Hansestadt ein. Danach ging die Party weiter - in einem Hamburger Beachclub.

sid

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Britta Heidemann hat den deutschen Medaillenbann gebrochen - die Degenfechterin holte mit Silber das erste deutsche Edelmetall. © dpa
Für das erste Gold sorgte dann die deutsche Equipe im Vielseitigkeitsreiten. Michael Jung, Ingrid Klimke, Sandra Auffarth, Dirk Schrade, Peter Thomsen ritten der Konkurrenz einfach auf und davon. © dpa
Michael jung bescherte sich an seinem 30. Geburtstag gleich ein zweites Mal mit Gold: Nach dem Erfolg mit der Mannschaft holte er sich auch den Sieg in der Einzelkonkurrenz. © dpa
Teamkollegin Sandra Auffarth kam im gleichen Wettbewerb auf den dritten Platz - die erste Bronzemedaille für das deutsche Olympiateam! © dapd
Eine echte Überraschung gelang Sideris Tasiadis: Im Kanuslalom im Canadier-Einer holte der Augsburger Silber. © dpa
Nach Gold in Peking vor vier Jahren bestätigte Judoka Ole Bischof seine Leistung auch in London. Der Reutlinger musste sich erst im Finale geschlagen geben - Silber! © dpa
Julia Richter, Carina Bär, Annekatrin Thiele und Britta Oppelt holen das erste Edelmetall auf dem Dorney Lake - die Deutschen rudern im Doppelvierer zur Silbermedaille. © dapd
Gold für das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes: Filip Adamski, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Richard Schmidt, Lukas Müller, Florian Mennigen, Kristof Wilke und Martin Sauer werden ihrer Favoritenrolle gerecht. © dapd
Judith Arndt hat in ihrem letzten olympischen Radrennen auf der Straße die Silbermedaille im Zeitfahren gewonnen. © dapd
Noch ein Augsburger Medaillengewinner! Nach Sideris Tasiadis am Tag zuvor hat Slalomkanute Hannes Aigner im Kajak Bronze geholt. © dpa
Tony Martin sicherte den Radfahrern das zweite Edelmetall auf den Straßen Londons: Im Zeitfahren wurde er Zweiter. © dpa
Kerstin Thiele hat im Judo in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm völlig überraschend Silber erkämpft. © dpa
Marcel Nguyen aus Unterhaching, der in München geboren ist, hat beim Mehrkampf-Finale der Kunstturner überraschend die Silbermedaille gewonnen. © dpa
Dimitrij Ovtcharov sicherte sich überraschend Bronze im Tischtennis-Einzel. © dpa
Judoka Dimitri Peters legte einen bärenstarken Auftritt hin und sichert sich ebenfalls Bronze. © dpa
Kristina Vogel und Miriam Welte haben sich im Bahnrad-Teamsprint Gold geholt, obwohl sie das Finale gegen China verloren haben. Doch die Asiatinnen wurden nachträglich wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. © dpa
Die Teamsprinter Rene Enders, Maximilian Levy und Robert Förstemann haben im Teamsprint der Männer wenig später ganz ohne Jury-Entscheid die Bronzemedaille gewonnen. © dpa
Das nächste Ruder-Gold im Doppel-Vierer der Männer: Karl Schulze (Dresden), Philipp Wende (Wurzen), Lauritz Schoof (Rendsburg) und Tim Grohmann (Dresden) siegten nach einer eindrucksvollen Leistung bei der olympischen Ruder-Regatta auf dem Dorney Lake. © getty
Judoka Andreas Tölzer (r.) sicherte sich im Schwergewicht das bronzene Edelmetall. © dpa
David Storl hat im Kugelstoßen die erste Leichtathletikmedaille für die Deutschen geholt - Silber! © dpa
Erst Silber, dann disqualifiziert, dann Silber: Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf macht es spannend - und holt am Ende doch eine Medaille! © dpa
Auch sie fielen einer Jury-Entscheidung zum Opfer und verpassten so das Finale. Die Herren freuten sich dann aber dennoch über Edelmetall: Das Florett-Team Benjamin Kleibrink (L-R), Peter Joppich und André Wessels holten Bronze. Nicht im Bild ist Sebastian Bachmann, der nach einem Sturz in seinem Gefecht verletzt aufgeben musste. © dpa
Marcel Nguyen sorgte nach seinem zweiten Platz im Mehrkampf für die erste Olympia-Medaille seit 24 Jahren für deutsche Turner am Barren. Er holte Silber. © dpa
Fabian Hambüchen hat sich mit Silber am Reck seinen Traum von einer erneuten Olympia-Medaille erfüllt. © dpa
Nach achtmal Gold bei acht Starts hintereinander gewann das deutsche Dressur-Team diesmal "nur" die Silbermedaille. © dpa
Maximilian Levy hat im Keirin-Wettbewerb der Bahnradfahrer Silber geholt. © dpa
Robert Harting hat im Diskus Gold geholt © dpa
Sebastian Brendel holte sich Gold im Einer-Canadier. © dpa
Martin Hollstein und Andreas Ihle paddelten im Zweier-Kajak dank eines tollen Endspurts zu Bronze. © dpa
Max Hoff schnappte sich im Einer-Kajak Bronze. © AP
Der deutsche Vierer mit Carolin Leonhardt (Lampertheim), Franziska Weber (Potsdam), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) schaufelte sich zu Silber. © dpa
Timo Boll gewinnt mit der deutschen Tischtennis-Mannschaft durch einen Sieg über Hongkong Bronze © dpa
Doppel-Gold in 60 Minuten: Erst holten Peter Kretschmer und Kurt Kuschela mit einem sensationellen Schlussspurt im Zweier-Canadier Gold, ... © dpa
... eine Stunde später fuhren Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak souverän zum Olympiasieg. © Getty
Für eine Sensation im Beachvolleyball sorgten Julius Brink und Jonas Reckermann: Die Kölner sichern sich Gold! © dpa
Christina Obergföll wirft den Speer zu Silber. © dpa
Linda Stahl holt sich im selben Wettbewerb überraschend Bronze. © dpa
Thomas Lurz bleibt zwar über die Langstrecke von 10km das erhoffte Gold verwehrt aber mit Silber darf sich der Schwimmer immerhin schmücken. © dpa
Raphael Holzdeppe steigerte seine Bestleistung im Stabhochsprung und holte Bronze. © dpa
Noch besser lief es für Björn Otto: Der Dormagener sicherte sich die Silbermedaille. © dapd
Betty Heilder musste lange zittern, doch als die Kampfrichter nochmal mit dem altmodischen Maßband rausholten, war klar: Bronze für die Weltrekordhalterin im Hammerwerfen. © dpa
Taekwondoka Helena Fromm musste zwar durch die Trostrunde, doch am Ende klappte es mit der Bronzemedaille! © dpa
Sabine Spitz gewinnt im Mountainbike-Wettbewerb Silber und komplettiert damit nach Bronze in Athen und Gold in Peking ihren olymischen Medaillensatz. © dpa
Mit seinen beiden Treffern im Finale sichert Jan Philipp Rabente Deutschland Gold im Herren-Hockey. © dpa

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