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Show-Turnier in Abu Dhabi

Djokovic gewinnt bei Becker-Einstand

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Novak Djokovic (im Bild vorne) hat das erste Spiel unter Coach Boris Becker (hinten rechts) gewonnen.

Abu Dhabi - Was für ein Einstand für Boris Becker. Der Neu-Coach von Tennisstar Novak Djokovic sah beim ersten Spiel seines Schützlings eines souveränen Erfolg.

Tennisstar Novak Djokovic hat seinem neuen Trainer Boris Becker zum Einstand einen Sieg geschenkt. Beim Showturnier in Abu Dhabi setzte sich der Weltranglistenzweite aus Serbien gegen Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) 7:6 (7:5), 6:3 durch. Im Endspiel am Samstag trifft Djokovic auf den Spanier David Ferrer, der seinen Landsmann Rafael Nadal 6:4, 6:4 bezwang.

Becker war am zweiten Weihnachtstag mit Ehefrau Lilly und Sohn Amadeus in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen und hatte am Freitagvormittag erstmals mit Djokovic trainiert. Vor seinem Halbfinale gegen Tsonga hatte der 26-Jährige Stellung zur Verpflichtung des dreimaligen Wimbledonsiegers Becker bezogen. „Einer der Hauptgründe war natürlich, dass er ein sechsmaliger Grand-Slam-Turniersieger ist, der so viele Trophäen gewonnen hat und früher die Nummer eins der Welt war“, sagte Djokovic.

Seinen ersten Sieg nach mehr als dreimonatiger Verletzungspause feierte unterdessen Wimbledonchampion Andy Murray. Der Schotte, der sich am Rücken hatte operieren lassen, bezwang den Schweizer Stanislas Wawrinka im Spiel um Platz fünf 6:3, 6:4.

Die Twitter-Hand zuckt nicht: Becker bleibt zum Einstand im Hintergrund

Die Twitter-Hand zuckte nicht, und auch die Becker-Faust blieb in der Tasche: Zum Einstand der Partnerschaft mit Tennisstar Novak Djokovic hielt sich Boris Becker im Hintergrund. Scheinbar ungerührt beobachtete der dreimalige Wimbledonsieger den Sieg seines Schützlings im Halbfinale des Showturniers in Abu Dhabi. In seiner blauen Trainingsjacke sah Becker aus, als wäre er schon immer dabei gewesen.

Sein Spiel wolle er mit Becker nicht großartig umstellen: „Ich werde keine großen Veränderungen vornehmen, ich bin ein kompletter Spieler. Kleine Details hier und da, kleine Anpassungen, das war's." Beim Test gegen Tsonga rückte Djokovic zwar öfter als gewohnt ans Netz vor, doch in den entscheidenden Momenten baute er die Punkte in seiner 'Wohlfühlzone' einen Meter hinter der Grundlinie auf.

Wunderdinge sind von Becker zu einem so frühen Zeitpunkt in der Saison allerdings auch kaum zu erwarten. Erst wenige Tage im Trainingslager in Marbella und in Abu Dhabi gehörte der „Rote“ zum Team. Doch der Auftakt der Liaison mit Djokovic - auch wenn es noch nicht um Weltranglistenpunkte geht - ist enorm wichtig für das weltweit beäugte Duo. „Alles hängt von einem guten Start ab, dann ist der Weg für alle offen“, sagte Beckers Förderer Günther Bosch im SID-Interview.

Bosch und der frühere Davis-Cup-Teamchef Niki Pilic rieten Becker unisono, den eigenen Lebenswandel zu überdenken. Bosch forderte seinen früheren Schützling auf, sich zurückzunehmen: „Djokovic hat das Sagen, nicht sein Trainer. Boris muss lernen, im Schatten des Spielers zu stehen.“

Das gelang ihm zum Einstand tadellos. Auch bei den Australian Open in Melbourne (13. bis 26. Januar) wird Becker im Hintergrund bleiben müssen, die Twitter-Hand darf nicht zucken. Die Becker-Faust wird Djokovic in wichtigen Matches von seinem Coach allerdings einfordern.

SID

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