Schicksalsschläge erschüttern Sportwelt

Nächster Todesfall in Österreichs Eishockey-Liga: Nach Spieler (†24) auch Club-Direktor (†36) tot

Von Sebastian Aicher

Der zweite Todesfall in Österreichs höchster Eishockeyliga binnen einer Woche versetzt die Sportwelt in Schockstarre. Nachdem vor wenigen Tagen bereits der 24-Jährige Stürmer der Bratislava Capitals, Boris Sadecky, auf tragische Weise verstarb, wurde nun auch der 36-jährige Geschäftsführer des Clubs, Dusan Pasek, tot aufgefunden.

Bratislava – Nur zwei Tage ist es her, als die tragische Todesnachricht nach dem Herzstillstand von Bratislava-Profi Boris Sadecky die österreichische Eishockey-Liga erschütterte. Jetzt müssen die iClinic Bratislava Capitals den nächsten tragischen Schicksalsschlag hinnehmen. Mit Dusan Pasek ist am Freitag (5. November) auch der Geschäftsführer der Capitals verstorben.

Nach Spieler jetzt auch Geschäftsführer der Capitals tot

„Mit großer Trauer geben wir bekannt, dass der Generaldirektor des Vereins Bratislava Capitals, Dusan Pasek, im Alter von 36 Jahren gestorben ist“, äußert sich Ivo Durkovic, Präsident des Hockeyclubs Bratislava Capitals, in einem Statement.

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„Es ist ein großer Verlust für den slowakischen Sport und für alle, die Dusan kannten. Er hatte sein ganzes Leben vor sich und große Pläne, dem slowakischen Hockey zu helfen. Er war mein bester Freund und sein Tod hat mich tief getroffen. Gleichzeitig möchte ich seiner engsten Familie mein aufrichtiges Beileid aussprechen“, heißt es weiter in dem auf Social Media veröffentlichten Post.

Todesursache wohl Selbstmord

Bei dem Tod von Pasek handelt es sich nach derzeitigem Kenntnisstand wohl um einen Suizid. Dies berichten zahlreiche österreichische und slowakische Medien übereinstimmend. Die genauen Beweggründe sowie die Todesursache sind zum aktuellen Zeitpunkt allerdings unklar, die Ermittlungen der Polizei hierzu dauern an. Auch Duseks Vater, ebenfalls ehemaliger slowakischer Eishockeyspieler, hatte sich bereits das Leben genommen, er war damals 37 Jahre alt.

Schweigeminuten vor den Ligaspielen am Wochenende geplant

Wie es mit dem regulären Ligabetrieb in der ICE Hockey League, der höchsten österreichischen Spielklasse im Eishockey, weitergehen wird, steht derzeit noch nicht konkret fest. Ursprünglich planten die Verantwortlichen, in Gedenken an den unter der Woche verstorbenen Sadecky, dass alle Spieler der Liga am Wochenende mit der Nummer zehn auf den Helmen auflaufen sollen. Zudem sollten vor allen Partien Schweigeminuten abgehalten werden.

Die Spiele der Bratislava Capitals am Freitag gegen Tabellenführer Ljubljana und am Sonntag gegen den tschechischen Vertreter Orli Znojmo wurden verschoben, einen Nachholtermin gibt es derzeit noch nicht.

Hinweis der Redaktion: Hilfe bei existenziellen Lebenskrisen

Generell berichten wir nicht rund ums Thema Suizid, damit mögliche Nachahmer nicht ermutigt werden. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existenziellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800/1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0800/6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

aic

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