Trauer um Box-Weltmeister

Markus Beyer (†47): Ex-Trainer bestätigt Todesursache - „Er hat den Kampf verloren“

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Markus Beyer im Jahr 2006.

Die Box-Welt trauert um Markus Beyer. Der dreimalige Weltmeister ist im Alter von nur 47 Jahren verstorben. Die Todesursache bestätigte nun sein langjähriger Trainer Ulli Wegner.

Update vom 6. Dezember 2018, 10.00 Uhr: Ulli Wegner, der langjährige Trainer des am Dienstag verstorben Markus Beyer, hat nun bestätigt, was die Ursache für den überraschenden Tod des ehemaligen Box-Weltmeisters war. Im Gespräch mit RTL sagte der 76-Jährige, dass „Markus den Kampf nach einem schweren Krebsleiden verloren hat.“ Beyer litt an Nierenkrebs, das hatte zuvor bereits die Bild berichtet.

Markus Beyer (†47): Todesursache enthüllt - Es ging innerhalb von Wochen

Update vom 5. Dezember 2018, 18.25 Uhr: Die Box-Welt steht unter Shock: Am Dienstag verstarb Profi-Boxer Markus Beyer an Nierenkrebs. Er war nur 47 Jahre alt. Einen Tag nach der traurigen Nachricht melden sich seiner Kollegen mit berührenden Worten.

"Ich kann meine Gefühle mit Worten nicht beschreiben. Jeder weiß, dass er mein Lieblingssportler war – und das hatte vor allem eine menschliche Komponente. Markus Beyer war ein durch und durch feiner Mensch. Im Moment fühle ich mich, als hätte mir jemand in die Magengrube geschlagen. Ich muss das alles erst verarbeiten", sagte Trainer Uli Wegner dem Nachrichtenportal MDR.

"Da fehlen mir die Worte, ich bin sehr traurig. Ich habe gewusst, dass es ihm nicht so gut geht", so Gentleman-Boxer Henry Maske tag24.de gegenüber: "Er war ein erfolgreicher Sportler und ein ruhiger, angenehmer, rücksichtsvoller Mensch."

Auch Axel Schulz, früherer Schwergewichts-Boxer, erinnert sich an seinen verstorbenen Kollegen: "Da tritt der Sport in den Hintergrund. Da hat er leider viel zu früh den wichtigsten Kampf verloren."   

Update vom 5. Dezember 2018, 9.01 Uhr: Die Todesursache von Markus Beyer ist jetzt wohl bekannt. Wie die Bild berichtet, starb er am Montag in einem Berliner Krankenhaus an Nierenkrebs.

Dem Bericht zufolge traten erste Probleme vor ein paar Wochen auf. Er habe, wie Freunde berichten, Probleme beim Laufen bekommen, sich in eine Klinik in Aue begeben. Er kam danach in ein Krankenhaus nach Berlin. Doch die Ärzte konnten sein Leben nicht retten.

Video: Ex-Box-Weltmeister Markus Beyer ist tot

Auch Box-Legende Henry Maske (54) trauert. Er sagte der Bild: „Seine Familie und wir alle haben einen ganz tollen Jungen verloren. Außerhalb des Boxringes sehr ruhig, im Kampf nicht immer zurückhaltend.“

Trauer um Markus Beyer: Ex-Box-Weltmeister stirbt im Alter von 47 Jahren

Berlin - Zwei Monate nach dem Unfalltod von Graciano Rocchigiani wird der deutsche Boxsport von einer weiteren Todes-Nachricht erschüttert: Der ehemalige Box-Weltmeister Markus Beyer ist tot. Wie der MDR berichtet, ist der dreimalige Weltmeister am Montag, den 3. Dezember in einem Berliner Krankenhaus seiner kurzen, schweren Krankheit erlegen. 

Bekannt wurde Beyer durch seinen großen Erfolg im Jahre 1999. Er bezwang am 23. Oktober im Supermittelgewicht den Briten Richie Woodhall und wurde erstmals Titelträger. 

Markus Beyer nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben

„Ich bin schockiert. Damit geht ein weiterer Großer - und in diesem jungen Alter“, sagte Verbandspräsident Thomas Pütz am Dienstag. „Wir erhielten die Nachricht aus den Reihen der Familie. Wir wussten von seiner Krankheit, hofften aber, dass er sie besiegen könnte. Aber sie war zu aggressiv“, sagte MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi der Deutschen Presse-Agentur.

Der Boxer sei laut Jacobi mit der Erkrankung „sehr zurückhaltend“ umgegangen. Beyer, der am 23. Oktober 1999 zum ersten Mal WBC-Weltmeister im Supermittelgewicht geworden war, arbeitete seit 2015 beim MDR als Experte der Sendung „Sport im Osten“. „Wir erhielten die Nachricht aus den Reihen der Familie. Wir wussten von seiner Krankheit, hofften aber, dass er sie besiegen könnte“, sagte der MDR-Programmdirektor Jacobi weiter.

Uli Wegner und MDR trauern um Markus Beyer

"Ich kann meine Gefühle mit Worten nicht beschreiben. Jeder weiß, dass er mein Lieblingssportler war – und das hatte vor allem eine menschliche Komponente. Markus Beyer war ein durch und durch feiner Mensch. Im Moment fühle ich mich, als hätte mir jemand in die Magengrube geschlagen. Ich muss das alles erst verarbeiten", sagt Box-Trainer-Legende Ulli Wegner.

Der gebürtige Sachse, ein Rechtsausleger, galt als herausragender Techniker mit einer starken Linken. Vor 19 Jahren wurde er durch einen Punktsieg über den Briten Richie Woodhall zum ersten Mal Weltmeister. Er war der dritte Deutsche nach Max Schmeling und Ralf Rocchigiani, dem es gelang, den Titel im Ausland zu holen.

Bereits in der zweiten Titelverteidigung am 6. Mai 2000 verlor er den Gürtel an Glenn Catley. In den folgenden drei Jahren arbeitete sich Beyer aber wieder in der Rangliste nach oben und bekam einen erneuten Titelkampf gegen den amtierenden WBC-Weltmeister, den Franko-Kanadier Éric Lucas.

Markus Beyer holte den WM-Titel 1999 und zweimal 2003

Durch einen knappen Punktsieg wurde er am 5. April 2003 erneut Weltmeister. In seiner ersten Titelverteidigung schlug er umstritten den Australier Danny Green im August 2003. Am 6. Juni 2004 verlor er den WBC-Titel nach einer Punktniederlage an den Italiener Cristian Sanavia, konnte den Gürtel aber vier Monate später im Rückkampf durch K.o. in der sechsten Runde zurückgewinnen und so zum dritten Mal Weltmeister werden. Er bestritt 39 Kämpfe, von denen er 35 gewann.

„Ich kann meine Gefühle mit Worten nicht beschreiben. Jeder weiß, dass er mein Lieblingssportler war - und das hatte vor allem eine menschliche Komponente. Markus Beyer war ein durch und durch feiner Mensch. Im Moment fühle ich mich, als hätte mir jemand in die Magengrube geschlagen“, sagte Kulttrainer Uli Wegner, der Beyer schon als Amateur trainiert hatte, der „Bild“.

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ank mit dpa

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