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Medaillensatz komplettiert

Mountainbikerin Spitz holt Silber

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Sabine Spitz

London - Sabine Spitz hat sich ihren Traum von einer weiteren Olympia-Medaille erfüllt. Die Mountainbikerin aus dem Schwarzwald fährt hinter der Französin Bresset zu Silber.

Sabine Spitz stand selig lächelnd auf dem Siegerpodest und summte vor lauter Glück die zu Ehren von Olympiasiegerin Julie Bresset intonierte Nationalhymne Frankreichs mit. Kurz zuvor hatte die 40 Jahre alte Mountainbikerin aus Murg-Niederhof mit einem silbernen Parforceritt durchs Gelände ihre olympische Medaillensammlung vervollständigt und damit die Erfolgskarriere gekrönt. „Es ist ein geniales Gefühl, wenn du mit 40 gewisse Kritiker Lügen strafst. Wenn der Wille da ist und auch die Fokussierung, dann spielt das Alter keine Rolle“, sagte die Powerfrau aus dem Schwarzwald.

Auf dem anspruchsvollen Kurs in Hadleigh Farm musste Spitz am Samstag lediglich Weltmeisterin Bresset den Vortritt lassen. Dritte wurde die Amerikanerin Georgia Gould. Für Spitz war es bei ihrer vierten Olympia-Teilnahme das dritte Edelmetall nach Bronze 2004 in Athen und Gold 2008 in Peking. „Ich musste hier unbedingt den zweiten Platz halten, damit ich meine Kollektion zusammen habe“, sagte Spitz nach dem Rennen über gut 29 Kilometer. Die zweite deutsche Teilnehmerin Adelheid Morath aus Titisee-Neustadt belegte Rang 16.

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Britta Heidemann hat den deutschen Medaillenbann gebrochen - die Degenfechterin holte mit Silber das erste deutsche Edelmetall. © dpa
Für das erste Gold sorgte dann die deutsche Equipe im Vielseitigkeitsreiten. Michael Jung, Ingrid Klimke, Sandra Auffarth, Dirk Schrade, Peter Thomsen ritten der Konkurrenz einfach auf und davon. © dpa
Michael jung bescherte sich an seinem 30. Geburtstag gleich ein zweites Mal mit Gold: Nach dem Erfolg mit der Mannschaft holte er sich auch den Sieg in der Einzelkonkurrenz. © dpa
Teamkollegin Sandra Auffarth kam im gleichen Wettbewerb auf den dritten Platz - die erste Bronzemedaille für das deutsche Olympiateam! © dapd
Eine echte Überraschung gelang Sideris Tasiadis: Im Kanuslalom im Canadier-Einer holte der Augsburger Silber. © dpa
Nach Gold in Peking vor vier Jahren bestätigte Judoka Ole Bischof seine Leistung auch in London. Der Reutlinger musste sich erst im Finale geschlagen geben - Silber! © dpa
Julia Richter, Carina Bär, Annekatrin Thiele und Britta Oppelt holen das erste Edelmetall auf dem Dorney Lake - die Deutschen rudern im Doppelvierer zur Silbermedaille. © dapd
Gold für das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes: Filip Adamski, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Richard Schmidt, Lukas Müller, Florian Mennigen, Kristof Wilke und Martin Sauer werden ihrer Favoritenrolle gerecht. © dapd
Judith Arndt hat in ihrem letzten olympischen Radrennen auf der Straße die Silbermedaille im Zeitfahren gewonnen. © dapd
Noch ein Augsburger Medaillengewinner! Nach Sideris Tasiadis am Tag zuvor hat Slalomkanute Hannes Aigner im Kajak Bronze geholt. © dpa
Tony Martin sicherte den Radfahrern das zweite Edelmetall auf den Straßen Londons: Im Zeitfahren wurde er Zweiter. © dpa
Kerstin Thiele hat im Judo in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm völlig überraschend Silber erkämpft. © dpa
Marcel Nguyen aus Unterhaching, der in München geboren ist, hat beim Mehrkampf-Finale der Kunstturner überraschend die Silbermedaille gewonnen. © dpa
Dimitrij Ovtcharov sicherte sich überraschend Bronze im Tischtennis-Einzel. © dpa
Judoka Dimitri Peters legte einen bärenstarken Auftritt hin und sichert sich ebenfalls Bronze. © dpa
Kristina Vogel und Miriam Welte haben sich im Bahnrad-Teamsprint Gold geholt, obwohl sie das Finale gegen China verloren haben. Doch die Asiatinnen wurden nachträglich wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. © dpa
Die Teamsprinter Rene Enders, Maximilian Levy und Robert Förstemann haben im Teamsprint der Männer wenig später ganz ohne Jury-Entscheid die Bronzemedaille gewonnen. © dpa
Das nächste Ruder-Gold im Doppel-Vierer der Männer: Karl Schulze (Dresden), Philipp Wende (Wurzen), Lauritz Schoof (Rendsburg) und Tim Grohmann (Dresden) siegten nach einer eindrucksvollen Leistung bei der olympischen Ruder-Regatta auf dem Dorney Lake. © getty
Judoka Andreas Tölzer (r.) sicherte sich im Schwergewicht das bronzene Edelmetall. © dpa
David Storl hat im Kugelstoßen die erste Leichtathletikmedaille für die Deutschen geholt - Silber! © dpa
Erst Silber, dann disqualifiziert, dann Silber: Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf macht es spannend - und holt am Ende doch eine Medaille! © dpa
Auch sie fielen einer Jury-Entscheidung zum Opfer und verpassten so das Finale. Die Herren freuten sich dann aber dennoch über Edelmetall: Das Florett-Team Benjamin Kleibrink (L-R), Peter Joppich und André Wessels holten Bronze. Nicht im Bild ist Sebastian Bachmann, der nach einem Sturz in seinem Gefecht verletzt aufgeben musste. © dpa
Marcel Nguyen sorgte nach seinem zweiten Platz im Mehrkampf für die erste Olympia-Medaille seit 24 Jahren für deutsche Turner am Barren. Er holte Silber. © dpa
Fabian Hambüchen hat sich mit Silber am Reck seinen Traum von einer erneuten Olympia-Medaille erfüllt. © dpa
Nach achtmal Gold bei acht Starts hintereinander gewann das deutsche Dressur-Team diesmal "nur" die Silbermedaille. © dpa
Maximilian Levy hat im Keirin-Wettbewerb der Bahnradfahrer Silber geholt. © dpa
Robert Harting hat im Diskus Gold geholt © dpa
Sebastian Brendel holte sich Gold im Einer-Canadier. © dpa
Martin Hollstein und Andreas Ihle paddelten im Zweier-Kajak dank eines tollen Endspurts zu Bronze. © dpa
Max Hoff schnappte sich im Einer-Kajak Bronze. © AP
Der deutsche Vierer mit Carolin Leonhardt (Lampertheim), Franziska Weber (Potsdam), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) schaufelte sich zu Silber. © dpa
Timo Boll gewinnt mit der deutschen Tischtennis-Mannschaft durch einen Sieg über Hongkong Bronze © dpa
Doppel-Gold in 60 Minuten: Erst holten Peter Kretschmer und Kurt Kuschela mit einem sensationellen Schlussspurt im Zweier-Canadier Gold, ... © dpa
... eine Stunde später fuhren Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak souverän zum Olympiasieg. © Getty
Für eine Sensation im Beachvolleyball sorgten Julius Brink und Jonas Reckermann: Die Kölner sichern sich Gold! © dpa
Christina Obergföll wirft den Speer zu Silber. © dpa
Linda Stahl holt sich im selben Wettbewerb überraschend Bronze. © dpa
Thomas Lurz bleibt zwar über die Langstrecke von 10km das erhoffte Gold verwehrt aber mit Silber darf sich der Schwimmer immerhin schmücken. © dpa
Raphael Holzdeppe steigerte seine Bestleistung im Stabhochsprung und holte Bronze. © dpa
Noch besser lief es für Björn Otto: Der Dormagener sicherte sich die Silbermedaille. © dapd
Betty Heilder musste lange zittern, doch als die Kampfrichter nochmal mit dem altmodischen Maßband rausholten, war klar: Bronze für die Weltrekordhalterin im Hammerwerfen. © dpa
Taekwondoka Helena Fromm musste zwar durch die Trostrunde, doch am Ende klappte es mit der Bronzemedaille! © dpa
Sabine Spitz gewinnt im Mountainbike-Wettbewerb Silber und komplettiert damit nach Bronze in Athen und Gold in Peking ihren olymischen Medaillensatz. © dpa
Mit seinen beiden Treffern im Finale sichert Jan Philipp Rabente Deutschland Gold im Herren-Hockey. © dpa

Auf dem knapp eine Autostunde von London entfernt gelegenen Mountainbike-Parcours mit Blick auf die Themse-Mündung fuhr Spitz ein taktisch glänzendes Rennen. Von Beginn an war sie in der Spitzengruppe präsent. „Besser hätte es nicht laufen können. Es war optimal“, erklärte sie. Als auf der dritten von sechs Runden vorne die Post abging, war die Badenerin dabei und setzte sich gemeinsam mit Bresset und Gould vorentscheidend ab.

In dem von Bresset diktierten Rennen ließ sich Spitz selbst von einem spektakulären Sturz auf der vierten Runde nicht beeindrucken. „Es hätte auch schlimmer ausgehen können. In dem Moment bist du so mit Adrenalin vollgepumpt. Du sammelst nur deine Sachen zusammen, und weiter geht es“, schilderte sie die Szene. Ralf Schäuble, Ehemann, Manager und Trainer in Personalunion, gestand: „Das war eine Schrecksekunde.“

Spitz hatte sich nach eigenen Worten möglicherweise verbremst und trug eine Schramme am Knie davon. „Da bin ich kurz über den Lenker abgegangen. Gott sei Dank ist bei dem Sturz nichts Gravierendes passiert“, erzählte sie hinterher.

Heiße Fans und knackenge Anzüge: So sexy ist Olympia

Heiße Fans, schöne Hockey-Damen und Busenpatscher: So sexy war Olympia

Olympia ist die Zeit der sportlichen Höchstleistungen. Doch bei den Spielen in London 2012 es dank der Athletinnen, Athleten und Fans auch allerlei attraktive Anblicke. Klicken Sie sich durch heiße Fotos aus England © Getty
Heimliche Lieblingssportart der Redaktion: Frauen-Wasserball © Getty
Und das nicht unbedingt wegen dieser Anblicke © dpa
Sondern wegen dieser! Eine Russin scheint bei Gulia Rambaldi auf Tuchfühlung zu gehen © Getty
Und eine Spanierin patscht Brenda Villa gleich voll auf die Brust © AP
Erst mal entspannen © Getty
Urks. © Getty
Vorsicht, Brüller-Wortspiel: Dieser Mann zeigt seinen "Union Jack" © Getty
Und fotografiert seine Dame © Getty
Süß © Getty
Und sie erst! © Getty
Immer wieder schön: Beachvolleyballerinnen © AP
Besonders heißblütig sind natürlich ... © AP
... die Brasilianerinnen © AP
Wow! © Getty
Schicke Strumpfhose © AP
Und jetzt versuchen Sie mal, NUR auf die Schrift zu achten © Getty
Was glänzt mehr bei Jessica Ennis - die Zähne oder die Medaille? © AP
Da würde man doch gern mit dem Herrn tauschen © AP
Ein skurriler Anblick zwischendurch © AP
Sieht bequem aus © dpa
Sexy? Wie kamen denn diese Herren in unsere Fotostrecke? © dpa
Das ist doch schon eher ein heißer Anblick für die Damenwelt © dpa
Hauteng © dpa
Und jetzt tanzen © dpa
Och nee, die schon wieder! © dpa
Voller Körpereinsatz © Getty
Sie ist Fan von England - und wir sind Fan von ihr © Getty
Coralie Balmy prüft, ob alles am rechten Fleck sitzt. Wir können sie beruhigen: Das tut es © dpa
Camille Muffat feiert © dpa
Teeeelefon! © Getty
Sie haben die Beine schön © Getty
Es gibt ja allerlei Klischees über Gewichtheberinnen - Julia Rohde widerlegt diese © Getty
"Sexy Sächsin ist die Stärkste" schrieb die Bild-Zeitung mal über sie © Getty
Ein Augenschmaus © dpa
Erfolg macht sexy - doch die Gold-Australierinnen sind es auch so © AP
Ist das erotisch? Das liegt dann doch eher im Auge des Betrachters © AP
Wieder mal führend: die Brasilianerinnen © AP
Ganz ganz große ... Emotionen © AP
Am Baggern: Vasiliki Arvaniti © AP
Ästhetik pur: Beach-Volleyball © AP
Nadine Zumkehr aus der Schweiz lässt tief blicken © AP
Ein Bussi von Laura Ludwig © AP
Was sind diese Streifen? Und warum müssen © AP
Ein Tänzchen am Rande des Beach-Volleyballs © AP
Wobei man gestehen muss: Die Sache mit den Bällen sieht ganz schön albern aus © AP
Eine Tänzerin vor Eröffnung der Olympischen Spiele © AP
Kommen wir nun zu den heimlichen Lieblingen der Redaktion © AP
Das sind die niederländischen Hockey-Damen © AP
Diese Oranje-Outfits sehen doch ziemlich sexy aus, oder? © AP
Eine skurrile optische Täuschung: Belgiens Judith Vandermeiren kommt Kitty van Male ganz nah © AP
Da ging viel Farbe drauf © dpa
Schwimmerin Kate Haywood mag's knackeng - wir auch © dpa
Arianna Barbieri  im Becken © dpa
Erfolglos, aber wenigstens mit guter Figur: die deutsche Damen-Staffel © dpa
Ein bisschen bedröppelt schauen sie aber schon © dpa
Die Ungarin Zsuzsanna Jakabos hat nicht nur die Nägel schön © dpa
Hack, das sind doch immer wieder tolle Anblicke beim Beach-Volleyball © dpa
Völlig aus dem Häuschen: eine brasilianische Volleyball-Anhängerin © dpa
Sie liebt Ungarn - um das mal kurz zu übersetzen © dpa
Jetzt ein paar Anblicke für die Damen - die US-Schwimmer © dpa
Und die deutschen Turner © dpa
Ryan Lochte (r.) zählt der weibliche Teil der Redaktion zu den ansehnlichsten Athleten © dpa
Muskeln pur: Michael Phelps (r.) © dpa
Immer wieder schön: Julia Görges © dpa
Und hoch! © dpa
Und weil sie so schön waren: Noch ein paar Fotos der Holland-Hockey-Damen © Getty
Und weil sie so schön waren: Noch ein paar Fotos der Holland-Hockey-Damen © Getty
Und weil sie so schön waren: Noch ein paar Fotos der Holland-Hockey-Damen © AP
Und weil sie so schön waren: Noch ein paar Fotos der Holland-Hockey-Damen © AP
Und weil sie so schön waren: Noch ein paar Fotos der Holland-Hockey-Damen © AP
Und weil sie so schön waren: Noch ein paar Fotos der Holland-Hockey-Damen © dpa
Und weil sie so schön waren: Noch ein paar Fotos der Holland-Hockey-Damen © dpa
Bis 2016 dann! © dpa

Eine halbe Runde benötigte Spitz, um sich wieder zu fangen. Dann schüttelte sie die Amerikanerin ab und verteidigte den zweiten Platz auf ihrem extra für Olympia angefertigten Spezial-Rad bis ins Ziel. „Mit 7,2 Kilogramm hatte ich ein gewichtsoptimiertes Rad. Das wurde auf den letzten Drücker aufgebaut und hat mir sehr geholfen“, berichtete Spitz.

Lediglich dem Tempo der Weltmeisterin aus Frankreich vermochte sie nach ihrem Missgeschick nicht zu folgen. „Der Rhythmus war ein kleines bisschen unterbrochen, da ging dann auch das Loch zu Julie auf. Aber sie ist heute so stark gefahren, da wäre es reine Spekulation, wie das Rennen ohne den Sturz ausgegangen wäre“, meinte Spitz.

Der Erfolg für Spitz ist umso höher zu bewerten, als sie nach ihrem Triumph in Peking eine lange Durststrecke durchleben musste. Zwei Leistenoperationen in den Jahren 2009 und 2010 sowie diverse Sturzverletzungen und Krankheiten im Vorjahr warfen sie immer wieder zurück. Sogar an ein Karriereende dachte die 40-Jährige.

Zum Glück verwarf sie diesen Gedanken. Auf dem anspruchsvollen Kurs zeigte sie ihre Klasse und belohnte sich für die harte und akribische Vorbereitung. Das letze olympische Rennen genoss sie in vollen Zügen. „Es war klar, dass hier die Hölle los sein wird. Die Atmosphäre war genial“, berichtete Spitz. Rio 2016 will sie aus einer anderen Perspektive erleben. „Ich glaube, es lässt sich ganz gut baden an der Copacabana.“

dpa

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