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Sorgenkind Nadal: US-Open-Aus und viele Fragen

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Rafael Nadal

Madrid - Rafael Nadal hat für die US Open wegen seiner chronischen Kniebeschwerden absagen müssen. Die Tennisszene sorgt sich um den Spanier. Ein Mediziner rät ihm gar, nur noch auf Sand zu spielen.

Die leere Dose als Zeichen der Hoffnung hat ausgedient. Erst Anfang der Woche hatte Rafael Nadal das Foto seiner auf dem Trainingscourt stehenden Getränkebüchse um die Welt geschickt. Es sollte Optimismus suggerieren, nach dem Motto: Seht her, ich gebe alles für mein Comeback. Seit Mittwochabend aber dürften sich Nadals Fans fühlen wie eine Flasche leer.

Der Weltranglisten-Dritte aus Spanien musste wegen andauernder Kniebeschwerden seinen Start bei den US Open in New York (27. August bis 9. September) absagen. Er sei „sehr traurig“, teilte „Rafa“ mit. Die Tenniswelt reagierte besorgt auf die neuerliche Negativ-Botschaft von der Sonneninsel Mallorca, die mit Blick in die Zukunft viele Fragen aufwirft. Ein Mediziner empfahl Nadal (26) sogar, fortan nur noch auf Sand zu spielen, um eine Arthrose zu verhindern.

Der siebenmalige French-Open-Sieger hatte schweren Herzens bereits auf die Olympischen Spiele in London inklusive seiner Rolle als Fahnenträger sowie auf die Turniere in Toronto und Cincinnati verzichten müssen. „Die Absage jetzt ist keine Überraschung. Ich habe Rafa geschrieben, und er hat mir mitgeteilt, dass es nicht gut aussieht“, berichtete Nadals Rivale Roger Federer. US-Ikone Chris Evert twitterte: „Wir vermissen dich. Sieh zu, dass du das Knie wieder fit bekommst.“

In Spanien kursierten Gerüchte, dass sich Nadal eventuell einer Operation an der ständig gereizten Patellasehne unterziehen wird. Sein Onkel und Trainer Toni Nadal gab am Donnerstag immerhin Teil-Entwarnung: „Seine Karriere ist überhaupt nicht in Gefahr. Die Ärzte haben uns zur Pause geraten, um eine OP zu vermeiden. Eine US-Open-Teilnahme macht keinen Sinn, wenn er nicht 100 Prozent bei Kräften ist“, sagte „Rafas“ engster Vertrauter bei sport.es. Er sei zuversichtlich, dass sein Neffe am Davis-Cup-Halfinale (14. bis 16. September) gegen Rekordsieger USA teilnehmen könne.

Für den Schweizer Sportarzt Heinz Bühlmann ist die kraftaufwendige Spielweise des Topspin-Spezialisten, der seit seinem sensationellen Zweitrunden-K.o. in Wimbledon am 28. Juni pausiert, der Grund für die immer wiederkehrenden Probleme. „Er geht mit einem riesigen Beugewinkel sehr tief unter den Ball. Das ist ein regelrechter Krampf, ein Missbrauch der Gelenke. Man muss hier schon längst von einer chronischen Entzündung sprechen“, sagte der frühere Mediziner von Martina Hingis dem Schweizer Tagesanzeiger und empfahl Nadal, nur noch bei Sandplatz-Turnieren anzutreten.

Tennis-Legende Andre Agassi glaubt aber nicht, dass der Linkshänder sein Spiel umstellen kann, um kraftsparender zu agieren. Nadal lebt von seinem Powertennis - auch mental. „Er ist zu sehr ein Kämpfer und gibt auch dann nicht auf, wenn er sich fast hoffnungslos in der Defensive befindet. Dadurch fügt er seinem Körper großen Schaden zu“, meinte der Ehemann von Steffi Graf. Gemessen am Verschleiß dürfte der 26-jährige Nadal den fünf Jahre älteren Federer längst eingeholt haben.

Fakten untermauern dies: Vor drei Jahren musste Dauerpatient Nadal ebenfalls eine zweimonatige Pause einlegen und die Rasensaison samt Wimbledon streichen. 2010 hatte der elfmalige Grand-Slam-Sieger im Viertelfinale der Australian Open aufgeben müssen. Und auch in dieser Saison konnte er im März in Miami nicht zum Halbfinale antreten.

Nur drei Stunden nach Nadals Absage der US Open, bei denen er 2010 seinen Karriere-Grand-Slam perfekt machte, hatten auf seiner Facebook-Seite (Englisch) 18.423 Fans reagiert. Besonders am Herzen lag „Rafa“ ein Kommentar einer Anhängerin, die für ihren Champ „You“ll never walk alone„ postete. `Das hat mir enorm geholfen“, erklärte der sensible Familienmensch, der sich vor tiefem Wasser und dunklen Räumen fürchtet.

Nadal wird New York vermissen - und umgekehrt. Beim glamourösesten Grand Slam des Jahres wird der Linkshänder aus Manacor stets gefeiert wie ein Matador. „Maestro“ Federer spielt wesentlich eleganter, Titelverteidiger Novak Djokovic irgendwie dramatischer. Aber sie lieben im Big Apple ihren „Rafa“, weil keiner hingebungsvoller kämpft. Ein Umstand, der ihn mittelfristig in die Knie zwingen könnte.

sid

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