Revanche unter Flutlicht

Neureuther vor Nachtslalom in Schladming

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Keine Zeit zum Verschnaufen für Felix Neureuther: In Schladming steht der Nachttorlauf an. Foto: Herbert Neubauer

Vor einem Jahr fehlten Felix Neureuther nur wenige Tore zum Erfolg. Bei der Rückkehr nach Schladming will der Ski-Star nun Revanche, auch für ein enttäuschendes Kitzbühel-Wochenende. Bei den Frauen steht für Viktoria Rebensburg im Riesenslalom die WM-Generalprobe an.

Schladming (dpa) - Die gute Laune lässt sich ein Felix Neureuther auch von einem verpatzten Rennen nicht lange verderben. Nach dem enttäuschenden sechsten Platz in Kitzbühel hat der deutsche Ski-Routinier ohnehin keine Zeit zum Hadern.

Schon am Dienstag steht der nächste Höhepunkt der Saison beim Nachttorlauf in Schladming an. "Don't worry, be happy", schrieb Neureuther bei Facebook unter ein Fan-Selfie. "Ich kämpfe weiter!"

Nach einem Tag Pause ("Der tut mal wirklich gut") steigt die nächste Herausforderung für den 32-Jährigen also beim Flutlicht-Spektakel vor zigtausenden Fans in Schladming. Zu dem Ort in der Steiermark hat Neureuther eine besondere Beziehung: Von 2012 bis 2015 stand er dort viermal in Serie auf dem Podium, inklusive einem zweiten Platz bei der WM 2013. Zum Sieg reichte es auf der Planai aber noch nie.

Vor einem Jahr fehlten dem Partenkirchener nur wenige Tore im zweiten Durchgang zum Erfolg, doch er fädelte als Führender ein. Ähnlich wie damals ist Neureuther auch aktuell wieder fleißig am Tüfteln, um die perfekte Abstimmung beim Material zu finden. Ohne diese hat er gegen die besten Slalom-Fahrer um Kitzbühel-Champion Marcel Hirscher aus Österreich und den Norweger Henrik Kristoffersen keine Chance.

"Es fehlt einfach noch dieses Selbstverständnis, am Start zu stehen und zu wissen. Es passt hundertprozentig, egal bei welchen Verhältnissen", berichtete Neureuther noch in Kitzbühel. Dort hatte er mit einem schlechten Finale eine Top-3-Platzierung verschenkt.

Während es für den Star des Deutschen Skiverbands in Schladming also darum geht, wieder in Podium- oder gar Siegform zu kommen, zumindest aber den Abstand zu Hirscher und Kristoffersen zu verringern, haben die anderen DSV-Starter konkretere Ziele: Linus Straßer und Dominik Stehle können sich mit einem Rang unter den Top 15 ihren Slalom-Startplatz bei der WM in St. Moritz im Februar sichern.

Stefan Luitz ist wegen seiner bisherigen Riesentorläufe ohnehin in der Schweiz dabei, will nach den guten Slalom-Plätzen 10 und 18 zuletzt aber auch in Schladming überzeugen. "Ich fahre den Nachtslalom zum erstem Mal. Da gilt es zu zeigen, was man draufhat."

Am meisten drauf haben in diesem Winter die Branchenstars Hirscher und Kristoffersen. Der Österreicher fiebert nach einer phänomenalen Aufholjagd von Kitzbühel seinem Heimrennen entgegen, der Norweger sinnt auf Revanche nach dem Ausfall am Ganslernhang. "Ich gebe alles, was ich habe, und dann sehen wir weiter", sagte Kristoffersen.

Vor dem Flutlicht-Showdown sind die Damen in Südtirol an der Reihe. Auf dem Kronplatz steht für Viktoria Rebensburg als einziger deutscher Starterin der letzte Formcheck in ihrer Spezialdisziplin Riesentorlauf vor den Weltmeisterschaften an. "Ich möchte zwei technische Superläufe runterbringen", verkündete sie, "damit ich sagen kann: So habe ich mir das vorgestellt." Gelingt das der Olympiasiegerin von 2010, dann gibt es nur wenige Rivalinnen, die Rebensburg den Sieg oder Podestplatz streitig machen können.

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