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Olympia: Tag 14 im Live-Ticker

Lurz fischt sich Silber - Zwei Kanus im Finale

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Thomas Lurz will im Freiwasserschwimmen in die medaillenränge

London - Heute beginnt bei den Olympischen Spielen in London der Endspurt um die Medaillen. Knackt Deutschland die Marke von Peking? In unserem Live-Ticker sind Sie hautnah dabei.

+++AKTUALISIEREN+++ -

17:14 Uhr +++ Russland hat sich erwartungsgemäß auch die zweite olympische Goldmedaille im Synchronschwimmen gesichert. Die Weltmeisterinnen bauen im Teamwettbewerb ihren Vorsprung aus dem technischen Programm in der freien Kür aus und bleiben mit insgesamt 197,030 Punkten bei Olympia zum vierten Mal in Folge unbesiegt.

17:04 Uhr +++ Das afrikanische Dorf in London ist wegen Zahlungsschwierigkeiten schon vor dem Ende der Olympischen Spiele geschlossen worden. Die beauftragte Agentur soll Zulieferer und Sicherheitspersonal nicht bezahlt haben, angeblich geht es um Außenstände von mehreren Hunderttausend Euro. Für das Olympiaquartier in der Nähe des Kensington Garden hatten sich 20 afrikanische Länder unter dem Dach des Afrikanischen Olympischen Komitees (ANOCA) zusammengeschlossen.

17:00 Uhr +++ Ein schwerer Unfall der Brasilianerin Squel Stein überschattet die olympischen BMX-Rennen. Die 21 Jahre alte WM-Sechste kam in ihrem ersten Halbfinal-Lauf beim zweiten Sprung unglücklich zu Fall und verletzte sich allem Anschein nach. Stein musste auf einer Trage abtransportiert werden, ihr Kopf war dabei fixiert. Stein trat zum zweiten Halbfinal-Lauf nicht mehr an, über die Schwere der Verletzung wurde zunächst nichts bekannt.

16:31 Uhr +++ Jetzt ist es raus: Das deutsche Team hat sein Medaillenziel bei den Olympischen Spielen deutlich verfehlt. Dies geht aus den vom Bundesinnenministerium erstmals veröffentlichten Zielvereinbarungen zwischen DOSB und den Fachverbänden hervor. Demnach waren in London insgesamt 86 Medaillen, davon 28 aus Gold, angestrebt worden. Nach 241 der 302 Entscheidungen hatte das 391-köpfige Team aber lediglich 38 Mal Edelmetall (10 Gold, 17 Silber, 11 Bronze) gewonnen.

16:26 Uhr +++ Das Bundesinnenministerium hat Teile der bisher unter Verschluss gehaltenen Zielvereinbarung mit den deutschen Sport-Fachverbänden nun veröffentlicht. Darunter sind vor allem die umstrittenen Medaillenvorgaben. Das mehrere Hundert Seiten umfassende Papier, in dem auch die Fördermittel enthalten sind, wurde vorerst nur den beiden klagenden Journalisten der WAZ-Gruppe, Daniel Drepper und Niklas Schenck, zur Verfügung gestellt. Anschließend solle die Vereinbarung aber öffentlich zugänglich gemacht werden.

16:11 Uhr +++ Die 16 Jahre alte Jana Berezko-Marggrander hat das Finale der Gymnastinnen klar verpasst. Die Schülerin aus Schmiden kommt bei ihrem Olympia-Debüt im Feld der 24 Gymnastinnen mit 105,100 Punkten auf Rang 17. Zwar übertrifft sie zunächst in ihrer Übung mit den Keulen (27,325) klar ihre Vortageswerte, verdirbt sich aber ihre Ausgangsposition durch einen fehlerhaften Wurf des Bandes außerhalb der Begrenzungsmatte.

16:04 Uhr +++ Im Kampf um eine mögliche Goldmedaille für Triathletin Lisa Norden sind das Nationale Olympische Komitee von Schweden und der schwedische Triathlon-Verband vor die in London stationierte „ad hoc“-Abteilung des internationalen Sportgerichtshofs CAS gezogen. Die Schweden wollen durch den CAS die Entscheidung der Internationalen Triathlon Union (ITU) über den Ausgang des olympischen Frauen-Rennes revidiert sehen. Die ITU hatte nach Auswertung des Zielfotos der Schweizerin Nicola Spirig Gold und Norden nur Silber zugesprochen.

15:58 Uhr +++ Chinas Olympia-Delegation hat mit mehr als einwöchiger Verspätung Protest gegen den Gold-Gewinn der deutschen Team-Radsprinterinnen Kristina Vogel und Miriam Welte eingelegt. Im Finale am 2. August war das siegreiche chinesische Duo von der internationalen Jury wegen eines Wechselfehlers und Befahrens der blauen Linie auf Rang zwei zurückgestuft worden, was den deutschen Sprinterinnen Olympia-Gold einbrachte.

15:50 Uhr +++ Der kenianische Leichtathletik-Verband hat bestätigt, dass Marathonläufer Mathew Kisorio im Juni positiv auf ein verbotenes Mittel getestet wurde. „Wir haben ihn vorläufig suspendiert, bis weitere Untersuchungen eingeleitet sind“, erklärt der Generalsekretär des Verbandes, David Okeyo.

15:37 Uhr +++ Was wäre Olympia ohne seine Exoten? Hier geht's zu den aktuellen Gute-Laune-Athleten:

Olympia-Opa (71) und ein Hinterher-Ruderer: Die Exoten bei London 2012

Olympia-Opa (71) und ein Hinterher-Ruderer: Die Exoten bei London 2012

Ein reitender Mönch, ein netter Hinterher-Ruderer aus Niger, ein kerniger Judoka aus dem drittkleinsten Staat der Erde, und ein per Mail entdeckter Handball-Freak aus Germany: Exoten erwiesen sich auch in London als “in“ und sorgten bei den XXX. Olympischen Spielen für schöne Farbtupfer. © dpa
Zwar kann das Gastgeber-Land anno 2012 keinen medienwirksamen “Vogel“ wie den berühmtesten Kurz-Skiflieger der Welt alias “Eddie the Eagle“ Edwards bieten. © dpa
Doch Typen wie den 2000 in Sydney über 100 Meter Freistil wegen Kraftlosigkeit fast ertrunkenen Schwimmer Eric Moussambani (Foto) aus Äquatorial-Guinea gingen auch diesmal wieder ins Rennen: Denn Sportler aus aller Welt, die dem olympischen Motto “Dabeisein ist alles“ gefolgt sind, sind in London zuhauf versammelt. © dpa
Einer der ungewöhnlichsten Olympia-Starter ist Vielseitigkeits-Reiter KENKI SATO. Er hat eine mehr als 400 Jahre alte Tradition seiner Familie fortgesetzt und in seiner Jugend eine Ausbildung zum Mönch abgeschlossen. “Er ist der 26. in seiner Familie“, erklärt Weltmeister Michael Jung (Horb), mit dem der Japaner seit elf Monaten trainiert. Fast vier Jahre lebt er inzwischen in Deutschland, nun bei Familie Jung auf der schwäbischen Alb. © AP
Eine Olympia-Medaille war für 1,63-Meter-Mann KENKI SATO nie ein Thema, aber das ist ihm wurscht. Dafür ging sein Wunsch “Hoffentlich gewinnt Michael. Ich bewundere ihn“ gleich doppelt in Erfüllung: Einzel- und Team-Gold ging an Jung den Sato hier umarmt. © dpa
Per Mail hat sich CHRISTOPHER MOHR gemeldet, als der englische Handball-Verband 2005 nach dem Zuschlag für London als Olympia-Stadt weltweit Akteure Spieler mit englischen Wurzeln suchte. Über das Projekt “Sporting Giants“ erhielt der aus Offenbach stammende frühere hessische Oberliga-Spieler den Zuschlag und zog auf die Insel. © dpa
Heraus kam ein Team mit Herz, aber bescheidenem Erfolg. CHRISTOPHER MOHR nahm es nach der 15:44-Packung seiner Briten gegen Frankreich sportlich: “Wir haben mit 29 Toren verloren. Vor sechs Jahren wären es 70 gewesen.“ © dpa
Bejubelt wie ein Olympiasieger wurde HAMADOU DJIBO ISSAKA. Als der Ruderer aus Niger sich der Ziellinie näherte, erhoben sich 25 000 Tribünengäste am Ufer des Dorney Lake von den Sitzen und klatschten begeistert Beifall. © dpa
Dabei kämpfte Publikumsliebling HAMADOU DJIBO ISSAKA nicht um Medaillen, sondern kam auf der Regattastrecke von Eton als Letzter des Platzierungslaufs ins Ziel - rund 1:30 Minuten hinter dem Sieger, der wahrlich nicht Weltspitze ist. Fragen, ob er Angst vorm Kentern habe, beantwortete der 36-Jährige mit Humor: “Kein Problem, ich kann schwimmen.“ Und Issaka, der Rudern einst im Fernsehen sah und es dann selbst probierte, will noch mehr: “Ich plane meinen Start für Rio.“ © dpa
Nicht viel besser und deutlich schlechter als Siegerin Li Xueying (Foto) erging es JENIY TEGU WINI. Die Gewichtheberin vom Insel-Staat Salomonen im Südwesten des Pazifiks ist zwar Zweite der Ozeanien-Meisterschaften. Gegen die Weltspitze hat sie bei den Olympischen Spielen aber nicht die Spur einer Chance. In der Klasse bis 58 Kilo wurde die WM-27. von 2011 in London mit 160 Kilogramm 17. - Letzte. Zum Vergleich: Olympiasiegerin Li Xueying brachte jedoch auch stattliche 246 Kilo zur Hochstrecke. © dpa
Die Heimat von Judoka SLED DOWABOBO ist noch viel kleiner als die Salomonen-Inseln. Die rund 2500 Kilometer nordöstlich von Australien gelegene Insel Nauru (10 000 Einwohner) ist in etwa so groß wie Amrum und nach dem Vatikan und Monaco der drittkleinste Staat der Erde. Dort arbeitet Dowabobo als Zimmermann auf dem Bau, abends trainiert er mit zwei Kumpels, die schwarze Gürtel haben. Sein Olympia-Auftritt war dennoch kurz und schmerzlos - gut eine Minute. © AP
Judo-Kollegin JENNIFER ANSON aus Palau machte es noch kürzer: Ihr Aus nach 46 Sekunden erklärte sie so: “Als ich auf der Matte stand, war plötzlich alles ausgeschaltet in meinem Kopf. Ich wollte defensiv sein, aber zur gleichen Zeit offensiv. Aber dann war ich unten auf der Matte.“ © dpa
HIROSHI HOKETSU ist mit 71 Jahren Teilnehmer-Senior in London. Er merke, dass er sich immer noch Stück für Stück verbessere. “Das erhält meine Motivation“, erklärte der japanische Dressur-Opa. Seine ersten Spiele erlebte er 1964 in Tokio, damals noch als Springreiter. © AP
Ob er auch 2016 noch dabei sein wird, um den Rekord des Schweden Oscar Swahn von Antwerpen 1920 (72 Jahre, 10 Monate) zu knacken? Wenn es nichts mit der Bestmarke für den ältesten Olympia-Teilnehmer der Geschichte werden sollte, hat der rüstige Rentner HIROSHI HOKETSU jedenfalls einen guten Grund: “Mein Pferd ist jetzt 15 und wäre für Rio zu alt.“ © AP
Beim 200-Meter-Sprint-Wettbewerb im Einer-Canadier verzögerte sich der Start eines Viertelfinales. Schuld war FORTUNATO PACAVIRA (hier beim 1000-Meter-Rennen) aus Angola. Der Exot fand mit seinem Boot nicht in den Startschuh. Deswegen musste die Konkurrenz eine halbe Minute lang warten. Als er schließlich am Start eintraf, applaudierten die Zuschauer am Dorney Lake. © Getty

15:22 Uhr +++ Blei für Deutschland! Letzte Plätze, geplatzte Träume, gescheiterte Hoffnungsträger - was sich in der Olympia-Bilanz negativ bemerkbar macht, ist im „etwas anderen Medaillenspiegel“ Gold wert. Hier geht's zum Altmetall-Spiegel:

15:18 Uhr +++ Und noch mal Doping: Das IOC hat den gedopten italienischen Geher Alex Schwazer offiziell von den Spielen in London ausgeschlossen. Der 27 Jahre alte Schwazer wollte morgen eigentlich im 50-km-Rennen starten. Der Olympiasieger von Peking war eine von Italiens größten Medaillenhoffnungen.

15:00 Uhr +++ Wir haben es gestern schon angekündigt, aber jetzt ist es offiziell: Das IOC hat dem ehemaligen Radprofi Tyler Hamilton seinen Olympiasieg im Zeitfahren bei den Athen-Spielen 2004 nachträglich aberkannt. Die Goldmedaille wird jetzt dem Russen Wjatscheslaw Jekimow zugesprochen, teilt das Internationale Olympische Komitee am Freitag in London mit. Silber geht an den Amerikaner Bobby Julich, Bronze an den Australier Michael Rogers.

14:50 Uhr +++ Der Tunesier Oussama Mellouli geht Meter vor dem Ziel halb unter, rettet sich aber für Gold ins Ziel. Lurz holt sich wenige Meter dahinter nach 1:49:58,5 Stunden und zehn Kilometern Silber. Bronze geht nach Kanada an Richard Weinberger. Andreas Waschburger wird Achter.

14:49 Uhr +++ Die Konkurrenten um Silber hat Lurz abgehängt! Silber scheint sicher.

14:45 Uhr +++ Jetzt geht's ans Eingemachte! Lurz schwimmt dem Feld davon und versucht, noch an den Führenden heranzukommen. Es sind aber nur noch 500 Meter. Das wird spannend. Zumindest Silber ist noch drin.

14:41 Uhr +++ Jo Aleh und Olivia Powrie haben für Neuseeland Gold bei den 470er-Seglerinnen gewonnen. Die Crew aus Auckland entscheidet vor Weymouth nach sechs Erfolgen in den zehn Wettfahrten auch das abschließende Medaillenrennen für sich und triumphiert vor den Britinnen Saskia Clark und Hannah Mills. Den Kampf um Bronze entscheiden Lobke Berkhout und Lisa Westerhof aus den Niederlanden für sich. Kathrin Kadelbach aus Berlin und Friederike Belcher aus Hamburg feiern am Schlusstag mit Platz drei einen Achtungserfolg. In der Endabrechnung belegen sie den achten Platz.

14:38 Uhr +++ Jetzt sind es zehn  Sekunden, die Lurz hinterher ist.

14:33 Uhr +++ Thomas Lurz muss aufpassen, dass der Abstand zu den Führenden jetzt nicht zu groß wird und der Kontakt abreißt.

14:29 Uhr +++ Mit einer soliden Keulenübung hat sich Jana Berezko-Marggrander nach dem dritten von vier Qualifikationsdurchgängen bei den Gymnastik-Wettbewerben vom 16. auf den 14. Platz verbessert. Dennoch sind die Chancen der 16-Jährigen vom TSV Schmiden gering, doch noch das Finale der besten zehn Gymnastinnen zu erreichen. Ihr Rückstand beträgt mehr als einen Zähler.

14:13 Uhr +++ Felix Magath hält große Stücke auf Fünfkampf-Olympiasiegerin Lena Schöneborn. “Ich bitte für Sonntag um olympisches Daumendrücken. In London kämpft die großartige Sportlerin Lena Schöneborn um Olympia-Gold im Modernen Fünfkampf“, teilt der Trainer des VfL Wolfsburg auf seiner Facebook-Seite mit. Die Gewinnerin von 2008 in Peking und der Fußball-Coach kennen sich seit einigen Jahren. Beide haben zusammen einen Werbespot für die Kampagne “Sportler für Sportler“ gedreht.

13:49 Uhr +++ Die britische BBC kommt zum Ende der Spiele in London unter Rechtfertigungsdruck für ihre stark auf die Erfolge des eigenen Teams konzentrierte Fernsehberichterstattung. Journalisten aus den USA haben die Berichterstattung von BBC als „empörend“ bezeichnet. Teilweise wurden vor lauter nationalem Überschwang nicht einmal die Medaillengewinner anderer Länder genannt, wenn Athleten des britischen Teams auf dem Podest standen.

13:39 Uhr +++ Die erste Entscheidung des Tages: Die australischen Segler haben bei den Männern wie schon 2008 in Peking Gold im 470er gewonnen. Malcolm Page siegt dieses Mal mit seinem neuen Skipper Mathew Belcher mit 22 Punkten vor den Briten Stuart Bithell und Luke Patience (30), die im abschließenden Medaillenrennen als Vierte zwei Positionen hinter den Aussies die Ziellinie kreuzen. Bronze holen sich die Argentinier Lucas Calabrese und Juan De La Fuente.

13:37 Uhr +++ Nach einem Drittel der Strecke ist auch der zweite deutsche Starter, Andreas Waschburger, im Führungspulk dabei. Das kann was werden heute!

13:19 Uhr +++ Ronny Rauhe und Jonas Ems ziehen als Zweite im Kajak-Zweier ins Finale ein. Da ist dann sogar eine Medaille drin!

13:15 Uhr +++ Silke Hörmann hat das Sprint-Finale deutlich verpasst. Als Sechste im Halbfinale landet sie nur im B-Finale.

13:05 Uhr +++ Die Niederlande müssen morgen im Hockeyfinale gegen Deutschland auf Mittelfeldspieler Klaas Vermeulen verzichten. Der 24-Jährige erlitt schon in der Anfangsphase des Halbfinals gegen Großbritannien (9:2) bei einem Zusammenprall einen Schlüsselbeinbruch.

13:03 Uhr +++ Usain Bolt hat seinen Olympia-Triumph über die 200 m zu einer Abrechnung mit dem ehemaligen US-Superstar Carl Lewis genutzt. „Ich habe jeglichen Respekt vor ihm verloren. Er sucht nur Aufmerksamkeit. So wie er spricht man nicht über andere Athleten“, sagt der Jamaikaner. Der neunmalige Olympiasieger Lewis hat in den letzten Jahren wiederholt seine Zweifel geäußert, dass die Leistungen von 100- und 200-m- Weltrekordler Bolt nur mit hartem Training allein zu erreichen seien.

12:59 Uhr +++ Freiwasserschwimmer Thomas Lurz springt vom Startpodest ins Wasser. Mhhhhhh, lecker. Und das natürlich wieder pünktlich zur Mittagszeit. Los geht's!

12:46 Uhr +++ Helena Fromm kämpft sich gerade im Taekwondo in der Klasse bis 67 Kilogramm durch. Ihr Kampf gegen die junge Vietnamesin Hoang Dieu Linh Chu wird bei 13:1 wegen der hohen Überlegenheit abgebrochen. Am späten Nachmittag tritt Fromm im Viertelfinale wieder an. Dann wartet Peking-Olympiasiegerin Hwang Kyung-Seon aus Südkorea.

12:44 Uhr +++ In einer Viertelstunde geht es für Freiwasserschwimmer Thomas Lurz in den Ententeich im Hyde Park. Hoffentlich fischt er nicht nur Entengrütze, sondern eine Medaille heraus! 

12:41 Uhr +++ Die Olympischen Spiele haben anscheinend den Durchbruch für Internet-Livestreams gebracht. Jeder vierte Deutsche verfolgte in den vergangenen Tagen die Spiele live auf seinem Computer oder Handy. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). „Die Spiele haben eine neue Ära des Fernsehens eingeläutet. Mit Olympia 2012 wurde Internet-TV zum Massenphänomen“, sagte BITKOM-Geschäftsführer Bernhard Rohleder.

12:29 Uhr +++ Sebastian Brendel fährt im Einer-Canadier als Vierter ein. Das reicht hier leider nur fürs B-Finale.

12:23 Uhr +++ Rauhe wird Vierter, es reicht gerade so fürs Finale im K1!

12:19 Uhr +++ Jetzt geht's an die Halbfinals, wir beginnen wieder mit Ronny Rauhe im Einer-Kajak. Platz 4 muss her! Das Problem: Alle Topfavoriten sind in seinem Halbfinallauf.

12:18 Uhr +++ Offenbar Doping, mal wieder: Der 5000-m-Läufer Hassan Hirt ist wegen eines Dopingvergehens aus der französischen Olympia-Mannschaft ausgeschlossen worden. Eine Probe Hirts vom 3. August, die vor seiner Anreise nach London in Rouen in Nordfrankreich entnommen worden war, wies ihm Epo-Missbrauch nach. Einen entsprechenden Bericht der Sporttageszeitung L'Equipe bestätigte eine Quelle im Olympiateam der Nachrichtenagentur AFP.

12:07 Uhr +++ Ronald Rauhe und Jonas Ems ziehen im Zweier-Kajak ins Halbfinale ein. Noch keine Verluste zu beklagen bei unseren Kanuten heute.

12:05 Uhr +++ Ex-Torwart Jens Lehmann reagiert bei Sport1.de verärgert über die beschwerde des Bahnradfahrers Maximilian Levy, dass viele olympische Sportler weniger Geld und Aufmerksamkeit bekämen, obwohl sie härter als Fußballer arbeiten würden: „Letzten Endes kann er nicht beurteilen, wie viel andere arbeiten. Ich weiß, dass eine Menge Sportler mehr tun als Fußballer. Aber so ist es im Leben: Jeder muss für sich Entscheidungen treffen und mit den Konsequenzen leben. Keiner hat ihn gezwungen, Bahnradfahrer zu werden. Prinzipiell machen Vergleiche immer unglücklich.“

11:59 Uhr +++ Die US-Fußballerinnen haben nach ihrem olympischen Gold-Hattrick Glückwünsche von allerhöchster Stelle erhalten. „Gratulation an das das US-Frauenfußballteam für den dritten Olympiasieg in Serie. So stolz“, schrieb Präsident Barack Obama via Twitter. Die US-Auswahl hat sich gestern im olympischen Endspiel gegen Weltmeister Japan mit einem 2:1 (1:0) für die Final-Niederlage im vergangenen Sommer in Deutschland (1:3 i.E.) revanchiert.

11:44 Uhr +++ Sprintkönig Usain Bolt aus Jamaika ist auch im Internetdienst Twitter die Nummer eins: Mit mehr als 80 000 Erwähnungen in der Minute zu seinem Sieg im 200-Meter-Lauf stellt er einen neuen Rekord für die Olympischen Spiele auf, wie Twitter mitteilt. Damit schlägt er seinen eigenen Rekord von 74 000 Tweets pro Minute, den er bei seinem 100-Meter-Lauf aufgestellt hat.

11:33 Uhr +++ Auch Silke Hörmann schafft im Einer-Kajak eine ordentliche Zeit und wird Vierte.

11:16 Uhr +++ Die englischen Regelungen haben ausgerechnet in der Weltstadt London den Beachvolleyball-Olympiasiegern Julius Brink und Jonas Reckermann die Party verbaut.  

11:00 Uhr +++ Geheimes Highlight dieses Vorlaufs ist ein Angolaner, der schon vor dem Start fast umfällt. Auch das ist Olympia! Aber, bevor einer lacht: So einfach ist das nicht, sich in einem dieser Boote zu halten.

10:59 Uhr +++ Brendel wird in seinem Vorlauf kontrolliert Zweiter. Der Russe neben ihm hat einfach mehr Gas gegeben.

10:50 Uhr +++ Unser Oldie Ronny Rauhe ist im Einer-Kanu gut durchgekommen, als nächstes sind die Einer-Canadier mit unserem Gold-Jungen Sebastian Brendel dran.

10:08 Uhr +++ Die Nachfahren eines australischen Olympiateilnehmers haben die Asche ihres Angehörigen bei laufendem Wettkampf auf der Dreisprunganlage im Londoner Olympiastadion verstreut.

09:55 Uhr +++ Die Wettbewerbe starten heute wieder auf dem Dorney Lake mit den Kanuten. Allerdings stehen keine Entscheidungen, sondern die Vorläufe der Sprintstrecken auf dem Programm. Jetzt können also die Grundsteine für das Edelmetall am Samstag gelegt werden.

9:30 Uhr +++ Der olympische Wetterbericht: Im Endspurt dürften die Medaillen heute in der Sonne glänzen. Nachdem der gestrige Donnerstag mit Temperaturen um die 27 Grad zum wärmsten Tag der Spiele erklärt worden war, erwarten Meteorologen für die Wettkämpfe heute ähnliche Verhältnisse. Der Wetterdienst MeteoGroup sagt Sonnenschein und erneut 27 Grad voraus. Am Samstag sollte die Sonne bleiben, die Temperaturen aber auf um die 20 Grad sinken. Für die Abschlussfeier am Sonntagabend droht dann aber Regen: Laut MeteoGroup bilden sich am Nachmittag Regenwolken über dem Südwesten Englands, die allerdings bis zum Abend auch vorbeigezogen sein könnten.

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Britta Heidemann hat den deutschen Medaillenbann gebrochen - die Degenfechterin holte mit Silber das erste deutsche Edelmetall. © dpa
Für das erste Gold sorgte dann die deutsche Equipe im Vielseitigkeitsreiten. Michael Jung, Ingrid Klimke, Sandra Auffarth, Dirk Schrade, Peter Thomsen ritten der Konkurrenz einfach auf und davon. © dpa
Michael jung bescherte sich an seinem 30. Geburtstag gleich ein zweites Mal mit Gold: Nach dem Erfolg mit der Mannschaft holte er sich auch den Sieg in der Einzelkonkurrenz. © dpa
Teamkollegin Sandra Auffarth kam im gleichen Wettbewerb auf den dritten Platz - die erste Bronzemedaille für das deutsche Olympiateam! © dapd
Eine echte Überraschung gelang Sideris Tasiadis: Im Kanuslalom im Canadier-Einer holte der Augsburger Silber. © dpa
Nach Gold in Peking vor vier Jahren bestätigte Judoka Ole Bischof seine Leistung auch in London. Der Reutlinger musste sich erst im Finale geschlagen geben - Silber! © dpa
Julia Richter, Carina Bär, Annekatrin Thiele und Britta Oppelt holen das erste Edelmetall auf dem Dorney Lake - die Deutschen rudern im Doppelvierer zur Silbermedaille. © dapd
Gold für das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes: Filip Adamski, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Richard Schmidt, Lukas Müller, Florian Mennigen, Kristof Wilke und Martin Sauer werden ihrer Favoritenrolle gerecht. © dapd
Judith Arndt hat in ihrem letzten olympischen Radrennen auf der Straße die Silbermedaille im Zeitfahren gewonnen. © dapd
Noch ein Augsburger Medaillengewinner! Nach Sideris Tasiadis am Tag zuvor hat Slalomkanute Hannes Aigner im Kajak Bronze geholt. © dpa
Tony Martin sicherte den Radfahrern das zweite Edelmetall auf den Straßen Londons: Im Zeitfahren wurde er Zweiter. © dpa
Kerstin Thiele hat im Judo in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm völlig überraschend Silber erkämpft. © dpa
Marcel Nguyen aus Unterhaching, der in München geboren ist, hat beim Mehrkampf-Finale der Kunstturner überraschend die Silbermedaille gewonnen. © dpa
Dimitrij Ovtcharov sicherte sich überraschend Bronze im Tischtennis-Einzel. © dpa
Judoka Dimitri Peters legte einen bärenstarken Auftritt hin und sichert sich ebenfalls Bronze. © dpa
Kristina Vogel und Miriam Welte haben sich im Bahnrad-Teamsprint Gold geholt, obwohl sie das Finale gegen China verloren haben. Doch die Asiatinnen wurden nachträglich wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. © dpa
Die Teamsprinter Rene Enders, Maximilian Levy und Robert Förstemann haben im Teamsprint der Männer wenig später ganz ohne Jury-Entscheid die Bronzemedaille gewonnen. © dpa
Das nächste Ruder-Gold im Doppel-Vierer der Männer: Karl Schulze (Dresden), Philipp Wende (Wurzen), Lauritz Schoof (Rendsburg) und Tim Grohmann (Dresden) siegten nach einer eindrucksvollen Leistung bei der olympischen Ruder-Regatta auf dem Dorney Lake. © getty
Judoka Andreas Tölzer (r.) sicherte sich im Schwergewicht das bronzene Edelmetall. © dpa
David Storl hat im Kugelstoßen die erste Leichtathletikmedaille für die Deutschen geholt - Silber! © dpa
Erst Silber, dann disqualifiziert, dann Silber: Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf macht es spannend - und holt am Ende doch eine Medaille! © dpa
Auch sie fielen einer Jury-Entscheidung zum Opfer und verpassten so das Finale. Die Herren freuten sich dann aber dennoch über Edelmetall: Das Florett-Team Benjamin Kleibrink (L-R), Peter Joppich und André Wessels holten Bronze. Nicht im Bild ist Sebastian Bachmann, der nach einem Sturz in seinem Gefecht verletzt aufgeben musste. © dpa
Marcel Nguyen sorgte nach seinem zweiten Platz im Mehrkampf für die erste Olympia-Medaille seit 24 Jahren für deutsche Turner am Barren. Er holte Silber. © dpa
Fabian Hambüchen hat sich mit Silber am Reck seinen Traum von einer erneuten Olympia-Medaille erfüllt. © dpa
Nach achtmal Gold bei acht Starts hintereinander gewann das deutsche Dressur-Team diesmal "nur" die Silbermedaille. © dpa
Maximilian Levy hat im Keirin-Wettbewerb der Bahnradfahrer Silber geholt. © dpa
Robert Harting hat im Diskus Gold geholt © dpa
Sebastian Brendel holte sich Gold im Einer-Canadier. © dpa
Martin Hollstein und Andreas Ihle paddelten im Zweier-Kajak dank eines tollen Endspurts zu Bronze. © dpa
Max Hoff schnappte sich im Einer-Kajak Bronze. © AP
Der deutsche Vierer mit Carolin Leonhardt (Lampertheim), Franziska Weber (Potsdam), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) schaufelte sich zu Silber. © dpa
Timo Boll gewinnt mit der deutschen Tischtennis-Mannschaft durch einen Sieg über Hongkong Bronze © dpa
Doppel-Gold in 60 Minuten: Erst holten Peter Kretschmer und Kurt Kuschela mit einem sensationellen Schlussspurt im Zweier-Canadier Gold, ... © dpa
... eine Stunde später fuhren Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak souverän zum Olympiasieg. © Getty
Für eine Sensation im Beachvolleyball sorgten Julius Brink und Jonas Reckermann: Die Kölner sichern sich Gold! © dpa
Christina Obergföll wirft den Speer zu Silber. © dpa
Linda Stahl holt sich im selben Wettbewerb überraschend Bronze. © dpa
Thomas Lurz bleibt zwar über die Langstrecke von 10km das erhoffte Gold verwehrt aber mit Silber darf sich der Schwimmer immerhin schmücken. © dpa
Raphael Holzdeppe steigerte seine Bestleistung im Stabhochsprung und holte Bronze. © dpa
Noch besser lief es für Björn Otto: Der Dormagener sicherte sich die Silbermedaille. © dapd
Betty Heilder musste lange zittern, doch als die Kampfrichter nochmal mit dem altmodischen Maßband rausholten, war klar: Bronze für die Weltrekordhalterin im Hammerwerfen. © dpa
Taekwondoka Helena Fromm musste zwar durch die Trostrunde, doch am Ende klappte es mit der Bronzemedaille! © dpa
Sabine Spitz gewinnt im Mountainbike-Wettbewerb Silber und komplettiert damit nach Bronze in Athen und Gold in Peking ihren olymischen Medaillensatz. © dpa
Mit seinen beiden Treffern im Finale sichert Jan Philipp Rabente Deutschland Gold im Herren-Hockey. © dpa

9:23 Uhr +++ Guten Morgen zusammen! Na, schon den goldenen Sand aus den Augen gewischt? Wir können es immer noch kaum fassen, dass Julius Brink und Jonas Reckermann als erste Europäer die olympische Beach-Krone geholt haben.

Nach dem bisher erfolgreichsten Olympia-Tag in London ist das deutsche Team auf dem besten Weg, das Resultat von Peking 2008 mit 41 Plaketten zu übertreffen. Durch das Doppel-Gold der Kanuten und den überraschenden Olympiasieg der Beachvolleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann schob sich die Mannschaft auf Rang sechs der Nationenwertung.

Mit Silber und Bronze rundeten Christina Obergföll und Linda Stahl am späten Abend im Speerwurf den goldenen Donnerstag ab. Vor den letzten drei Olympia-Tagen in der britischen Hauptstadt stehen bereits 37 Plaketten für das Team zu Buche, das zehnmal Gold, 16mal Silber und elfmal Bronze gewonnen hat.

Silber sicher hat auch schon das Hockey-Team, das sich durch ein 4:2 gegen Weltmeister Australien wie 2008 für das Finale am Samstag gegen die Niederlande qualifizierte.

Die größten Goldhoffnungen an diesem Freitag ruhen auf Thomas Lurz. Der Rekordweltmeister im Freiwasser-Schwimmen will sich über 10 Kilometer nach zehn WM-Titeln den Traum vom Olympiasieg erfüllen.

Gleich drei Medaillen liegen für die deutschen Leichtathleten im Olympiastadion in der Luft: Für Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler und das Trio der Stabhochspringer ist ebenso ein Podestplatz möglich wie für die kurze Sprintstaffel der Frauen mit Verena Sailer, die sich sicher für den Endlauf qualifizierte.

Durchaus chancenreich geht in der Taekwondo-Klasse bis 67 Kilogramm Helena Fromm an den Start. Bei den übrigen Entscheidungen des Tages dürften deutsche Sportler nicht in die Entscheidung eingreifen können.

tz/mm/dpa/sid/dapd

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