Ottke gibt Pechstein mit Doping-Äußerung Rückendeckung

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ARCHIV - Sven Ottke nach seinem letzten Profi-Kampf am 27. März 2004.

Berlin - Der frühere Box-Weltmeister Sven Ottke hat am Mittwoch der wegen Blutdopings gesperrten Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein mit einer überraschenden Äußerung Rückendeckung gegeben.

"Wenn es nur nach erhöhten Blutwerten ginge, wäre ich meine gesamte Karriere über gedopt gewesen", erklärte Ottke dem "Berliner Kurier" (Mittwoch).

"Ich hatte fast immer bei Kontrollen erhöhte Hämoglobin- und Hämatokritwerte", erläuterte der Berliner Ex-Champion. Auf die Frage, warum die Kontrolleure bei ihm nie an Doping dachten, antwortete Ottke: "Weil ich als Boxer immer abnehmen musste, um das Gewichtslimit zu halten. Dazu kam das scharfe Training. Mein Körper war stark dehydriert. Diese Entwässerung sorgte dafür, dass mein Blut immer dickflüssiger war als bei normalen Menschen."

Ottke bestätigte, dass die Kontrolleure davon wussten. "Ja, die scherzten immer, wenn sie wieder kamen: Na, Herr Ottke , finden wir heute wieder Staub im Blut?", berichtete er.

dpa

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