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Perfekter Start für das deutsche Freestyle-Team

"David gegen Goliath": Athleten trotzen Konkurrenz

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Trotz mangelnder Unterstützung durch den deutschen Skiverband, setzten sich die Athleten aus der Region gegen die starken Konkurrenten durch

Frasdorf/Kaprun - Trotz mangelnder Unterstützung durch den deutschen Skiverband, zeigten die heimischen Freestyle-Athleten am Wochenende ihr Können. Mit beachtlichem Erfolg:

Am vergangenen Wochenende veranstaltete der Förderverein Ski-Freestyle den 1. DSV Jugendcup als FIS-Rennen im Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn nahe Kaprun. Damit ergab sich für die zum Training angereisten Nationen aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, Österreich, Russland, Schweden, Slowenien und Südkorea ein erster Formtest an zwei Wettkampftagen.

Tolle Kulisse, super Ergebnisse: Die deutschen Athleten beim Rennen am österreichischen Kitzsteinhorn bei Kaprun

Mit dem Russen Alexandr Smyshlyaev war, als Olympiadritter von Sotschi, der prominenteste Teilnehmer am Start. Obwohl die Voraussetzungen durch die fehlende Unterstützung seitens des deutschen Skiverbands als miserabel einzuschätzen sind, gelang den deutschen Buckelpisten-Athleten ein nahezu perfekter Start in die neue Saison. Nachdem schon das Internationale Olympische Komitee über die Streichung klassischer Disziplinen wie dem alpinen Abfahrtslauf zugunsten zeitgemäßer Wintersportarten nachdenkt, steht der deutsche Skiverband sich hinsichtlich seiner Zukunft selbst im Wege und verschließt sich ganz bewusst neuen Trends.

Da fühlt man sich wie David gegen Goliath im Aufeinandertreffen mit hochbudgetierten Teams, wie dem nächsten Ausrichter der Olympischen Winterspiele Südkorea. Dem trotzen die deutschen Skiakrobaten mit Eigeninitiative und Eigenfinanzierung. Mit dem Österreicher Harald Marbler finanziert man sich im zweiten Jahr einen international erfahrenen Trainer, der mit neuen Impulsen die Entwicklung des Teams vorantreibt.

Impressionen vom Training

Impressionen vom Training

Den ersten Wettkampftag bestimmte noch Ungewissheit des eigenen Trainingsstandes im Vergleich mit der Weltcup-erfahrenen Konkurrenz. Jedoch schrammten die Deutschen mit den zwei Bundeswehrsportsoldaten, Arwed Loth als Vierter und Katharina Förster als Fünfte, knapp am Stockerl vorbei.

Der Sieg bei den Herren ging wie erwartet an letztjährigen Zweiten des Buckelpisten-Weltcups Alexandr Smyshlyaev vor seinen Teamkollegen Egor Anufriev und dem Südkoreaner Jae-Woo Choi. Auch bei den Damen ging der Sieg durch Marika Pertakhiya nach Russland. Das Podium wurde komplettiert durch Hedwig Wessel aus Norwegen als Zweite und Jung-Hwa Seo aus Südkorea als Dritte.

Das Stockerl beim Rennen am Kitzsteinhorn

Beim zweiten Aufeinandertreffen waren sich die Deutschen ihrer Möglichkeiten bewusst und konzentrierten sich darauf, ihre Wertungsläufe fehlerlos ins Ziel zu bringen. Dafür wurden die Damen mit einem Doppelsieg belohnt. Nachdem am Vortag Laura Grasmann vom Skiclub Wiesloch, die Topathletin des deutschen Teams, noch patzte, riskierte sie alles und gewann souverän vor ihrer Teamkollegin Katharina Förster vom RG Weiler-Simmerberg und der Südkoreanerin Jung-Hwa Seo. Anzumerken ist, dass Laura als Einzige im Weltcup einen Schraubensalto, den schwierigsten Sprung bei den Damen, präsentiert.

Wie am Vortag wurde Alexandr Smyshlyaev seiner Favoritenrolle gerecht und gewann. Dem für den Skiclub Frasdorf startenden Arwed Loth, gelang jedoch mit seinem zweiten Platz die Überraschung des Tages. Den Bronzerang sicherte sich wiederum durch Ji-Hyon Kim ein Athlet aus der aufstrebenden Ski-Freestyle-Nation Südkorea. Desweitern komplettierten mit Julius Garbe (WSV Glonn) als 5. und auf den Plätzen 8 bis 10 mit Felix Pfeiffer, Adrien Bouard und Tim Grasemann (SC Wiesloch) das hervorragende Abschneiden des deutschen Teams.

 

Pressemeldung Skiclub Frasdorf

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