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Stimmen und Reaktionen zum EM-Finale (mit Video)

Oh No! „Elfmeter-Fiasko“: Englands „zerbrochener Traum“ und ein „Land in Tränen“

Pressestimmen zum EM-Finale Italien vs. England
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Pressestimmen zum EM-Finale Italien vs. England.

London/Rom - Italien ist zum zweiten Mal Fußball-Europameister. Die Squadra Azzurra siegte nach einem Elfmeterkrimi im Wembley-Stadion in London mit 4:3 (0:1, 1:1, 1:1) gegen Gastgeber England. Dementsprechend unterschiedlich fielen hinterher auch die Reaktionen aus.

Während sich die italienische Presse mit Lobeshymnen für ihre Mannschaft überschlug, drückte die keinesfalls zimperliche englische (Boulevard-)Presse ordentlich auf die Tränendrüse. Für Aufregung in einem spannenden, aber keineswegs hochklassigen Endspiel sorgte übrigens kurz vor Ende der regulären Spielzeit auch ein Flitzer, der über das Spielfeld sauste, ehe er von Ordnern abgeführt wurde (Live-Ticker zum Nachlesen).

Die Engländer waren in der Partie bereits nach 117 Sekunden durch Luke Shaw in Führung gegangen (2.). Italien brauchte lange, um darauf zu reagieren. Erst Mitte der zweiten Hälfte gelang Leonardo Bonucci der Ausgleich (67.). Anschließend waren die Azzurri zwar weiter feldüberlegen, fanden aber auch in der Verlängerung nicht mehr die entscheidende Lücke. Im finalen Drama versagten dann am Ende gleich drei Akteuren der „Three Lions“ die Nerven (Rashford, Sancho, Saka), wobei Torhüter Gianluigi Donnarumma mit zwei gehaltenen Elfmetern zum Matchwinner avancierte.

Die Highlights der Partie im Video:

Italien:

La Repubblica: „Europa ist unser. Zoff, Riva, Rivera und Mazzola haben ihre würdigen Erben gefunden. Nach 53 Jahren zermürbenden Wartens kehrt Italien endlich auf den Thron Europas zurück. Vielleicht ist es kein Zufall, dass es dies an einem 11. Juli tut, einem Datum, das im Herzen aller geblieben ist, weil die Azzurri am gleichen Tag 1982 (bei der WM) in Spanien triumphierten.“

Gazzetta dello Sport: „Italien, wir lieben dich wie verrückt: Wir sind Europameister. Football is coming home. Das können wir singen - oder sogar schreien, ohne Majestätsbeleidigung zu riskieren. Weil der Fußball auch in Italien zu Hause ist, einem wunderschönen azurblauen Haus. Wir sind auf dem Dach Europas.“

Corriere dello Sport: „Italien ist Europameister! Azurblauer Rausch im Wembley gegen England. Mancini in Tränen, die azurblaue Party beginnt. „It‘s coming home.“ Der Pokal kommt nach Italien. Wir erwarten ihn mit offenen Armen. Ein Märchen, der zweite EM-Triumph nach 1968. Ein verrückter Ritt, nach dem Tiefpunkt der verpassten WM 2018 nun der Triumph in Wembley.“

Tuttosport: „Legendär! Italien ist Europameister! England im Elfmeterschießen besiegt. Die Realität ist noch süßer als die Träume. Das Dunkel von 2018 ohne WM und ohne Hoffnung ist eine weit entfernte Erinnerung: Die Nationalmannschaft blüht in Wembley wieder auf.“

Dieser Flitzer sorgte kurz vor Ende der regulären Spielzeit für eine Spielunterbrechung. Er wurde anschließend von Ordnern abgeführt.

England:

The Guardian: „Für Gareth Southgate mussten es die Elfmeter sein. Die persönliche Story von Englands Manager wurde geprägt von seinem entscheidenden Fehlschuss gegen Deutschland damals 1996 in diesem Stadion im Halbfinale dieses Wettbewerbs. Nun, nach 120 nervenaufreibenden Minuten von Englands erstem großen Männerfinale seit dem WM-Sieg 1966, kochte es einmal mehr zu einem letzten Nerventest hoch.“

Daily Star: „Nicht schon wieder! Ein mutiges England verliert im herzzerreißenden EM-Finale im Elfmeterschießen gegen Italien.“

Daily Mirror: „Englands zerbrochener Traum. Unerträgliche Schmerzen - die heldenhaften Three Lions verlieren im Elfmeterschießen.“

Daily Mail: „Das Land in Tränen nach dem nächsten Strafstoß-Fiasko.“

The Sun: „Schon wieder Herzschmerz für die Löwen. Eine Qual, als England im Elfmeterschießen verliert. Aber die Löwen haben uns stolz gemacht.“

BBC: „Es schmerzt für England. Das ist normal. Aber das bleibende Gefühl für England ist Stolz. Von den Spielern und auf die Spieler.“

Internationale Pressestimmen:

Krone (Österreich): „Der alte Fußball-König ist „tot“, es lebe der neue Fußball-König, Portugal als Titelträger von 2016 ist Geschichte - aus der EM 2020 geht Italiens „Squadra Azzurra“ als großer Triumphator hervor! 19 383 Tage - also mehr als 53 Jahre - nach dem bislang letzten EM-Gewinn kürte sich mit Giorgio Chiellini, Ciro Immobile und Co. wieder ein italienisches Team zum Europameister.“

Blick (Schweiz): „Es ist ein italienischer Sommer – un‘estate italiana! Der EM-Pokal bleibt nicht in London, er geht nach Italien. Die Azzurri siegen im Elfer-Krimi!“

L‘Équipe (Frankreich): „55 Jahre nachdem es daheim die einzige Trophäe seiner Geschichte in die Höhe gestemmt hat, den Weltmeisterpokal 1966, hat England während fast drei Stunden auf eine neue Krönung gehofft, bevor es nach einer unerträglichen Spannung im Elfmeterschießen nachgeben musste.“

Marca (Spanien): „Italien verewigt sich in Wembley. Die Azzurra präsentiert ihren eigenen Maracanazo, indem sie England in der Kathedrale des Fußballs schlägt, um die zweite Europameisterschaft ihrer Geschichte zu gewinnen. Sie musste seit 1968 warten, aber es war die Mühe wert.“

mw

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