„Unser Traum von Olympia lebt weiter, natürlich“

Seglerin (29) aus dem Chiemgau glaubt weiter an ihre große Chance

Die Seglerinnen glauben weiterhin an ihren großen Traum von Olympia
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Die Seglerinnen glauben weiterhin an ihren großen Traum von Olympia

Prien am Chiemsee - „Unser Traum von Olympia lebt weiter, natürlich“, das sagt Seglerin Tina Lutz vom Yachtclub Chiemsee auf die dementsprechende Frage. Sie bereitet sich zusammen mit ihrer Vorschoterin Susann Beucke aktuell in Dänemark auf die Spiele in Japan vor.

Eigentlich würden sie in diesen Tagen bei den Spielen in Tokio in der 49er-fx-Klasse um Medaillen kämpfen. Allerdings ist Olympia wegen der Corona-Pandemie auf den kommenden Sommer verschoben worden. „Die Absage hat uns kalt erwischt“, erinnert sich die 29-jährige aus Holzhausen als das vorläufige „Aus“ der Spiele verkündet wurde. Immerhin war das Boot der beiden schon für die Verschiffung nach Japan bereitgestellt gewesen. Seit den Lockerungen der Hygienemaßnahmen kann Tina Lutz wieder zusammen mit ihrer Partnerin Susann Beucke trainieren.

Zuvor war Lutz überwiegend bei ihren Lebensgefährten in Innsbruck und Beucke in Kiel. „Ich habe viel alleine trainiert und war schon sehr eingeschränkt.“ Nun ist auch die Zusammenarbeit mit ihrem englischen Trainer Ian Barker wieder möglich. Zunächst ging es zum Training nach Aarhus und anschließend nach Kopenhagen. „Dort konnten wir mit Teams aus Norwegen, Dänemark und Polen trainieren. Das Wetter war ziemlich kalt und windig mit vielen Wellen und wir sind einige Male mit dem Boot umgefallen“, schildert Lutz die Situation. Im Fokus steht nun die Kieler Woche Anfang September.

Die Bewerbe hier zählen als letzte von insgesamt drei Qualifikationen für Olympia. Aktuell führen Lutz/Beucke mit zwölf Punkten Vorsprung gegenüber der nationalen Konkurrenz. Eigentlich war die finale Qualifikation im März auf Mallorca geplant, wurde aber wegen der Corona-Pandemie nicht ausgetragen. „Wir sind sehr zuversichtlich, was unseren Vorsprung betrifft“, gibt sich Lutz optimistisch. Neben der sportlichen Belastung heißt es für die 29-jährige auch für ihre Masterarbeit in Wirtschaftspsychologie büffeln. Diese muss bis zum November fertig sein. Sportlich stehen Ende September dann auch noch die Europameisterschaften am Attersee in Oberösterreich auf den Plan.

SHu                                                

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