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Mit Stopps in Rosenheim und Kolbermoor

Nach 45 Marathons am Stück: 2246-Kilometer-Mann Savas Coban im Interview

Savas Coban lief 2.200 Kilometer in 45 Tagen
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Savas Coban lief 2200 Kilometer in 45 Tagen

Savas Coban hat möglich gemacht, was für viele unvorstellbar ist. Der Hamburger ist von München bis nach Istanbul gejoggt, ohne auch nur einen Tag Pause zu machen. Dabei war er auch in Kolbermoor und Rosenheim zu Gange bevor es dann für ihn durch etliche weitere Länder und auf knapp 2200 Kilometer Laufstrecke ging. Wir haben mit der menschlichen Maschine Savas über seine Tour gesprochen.

Rosenheim/Istanbul - Mehrfach haben wir über Savas berichtet, während sich der 28-jährige Hamburger auf seinem Lauf von München bis nach Istanbul befand und haben bei seinen unzähligen Strapazen mit ihm mitgefiebert. Grundsätzlich lief er mit der Motivation, Spenden für den Brunnenbau in Afrika zu sammeln. Vor etwa zehn Tagen hat Savas sein Ziel erreicht und seither ein paar schöne Tage in Istanbul genossen, nicht ohne dabei wieder joggen zu gehen versteht sich. Nun ist der Power-Athlet wieder in den heimischen Gefilden angekommen und rosenheim24.de hatte die Gelegenheit, persönlich mit ihm zu sprechen.

Hallo Savas. Du hast Höhen und Tiefen während deiner Reise erlebt. Das konnte man auch auf deinen Social Media Kanälen mitverfolgen. Was waren für dich die schwierigsten Situationen?
Savas Coban: Ich wurde während meiner Reise nicht immer herzlich empfangen. Ganz oft wurde ich mit einem Flüchtling verwechselt. Die Menschen dachten ich würde vor etwas weglaufen. Unfreundlichkeit und fast tägliche Polizeikontrollen wurden zur Normalität. Dadurch, dass ich komplett alleine unterwegs war, war es manchmal schwierig sich um alles zu kümmern, während man nebenbei noch täglich mehr als ein Marathon laufen muss.
Ich hatte auf jeden Fall Tage, wo ich mal keine Unterkunft finden konnte oder nichts zu trinken hatte in der Hitze.
Welcher Moment war für dich der Schönste und was von deiner Reise bleibt dir für immer in Erinnerung? 
Savas: Ich habe jeden Tag schöne Momente erlebt wie zum Beispiel das Erfolgserlebnis, wenn ich täglich meinen Marathon erreicht habe. Man hat das Gefühl, jeden Tag etwas Großes geschafft zu haben und dieses Gefühl treibt mich zu all dem. Die ganzen spannenden Erlebnisse und Erfahrungen werden auch immer im Gedächtnis bleiben. Das Aufregende ist es auch täglich etwas Neues zu sehen. Man weiß nie, was als nächstes kommt. Und natürlich der finale Moment, die Ankunft in Istanbul. Dieses Gefühl werde ich auch nie wieder vergessen. Ich kann ein Leben lang stolz darauf sein.
Hast du mal eine Situation gehabt, wo du gesagt hast es geht nicht mehr oder wo du ans Aufgeben dachtest? Was hat dich dazu gebracht weiter zu machen? 
Savas: Ich hätte niemals aufgegeben. Es ist die Willensstärke. Wenn man etwas so sehr will, dann gibt man niemals auf und das war bei mir der Fall. Trotz Verletzungen und Schmerzen habe ich nicht aufgegeben und habe täglich an mein Ziel gedacht. Muhammad Ali sagte mal: „Dont quit! Suffer now and live the rest of your life as a champion.”
Warst du wirklich komplett alleine unterwegs? Gab es einen Notfall-Plan, falls irgendetwas passiert? Wer hätte dir helfen können?
Savas: Ich war komplett alleine. Es klingt vielleicht etwas unvernünftig, aber es gab keinen Notfall-Plan. Ich denke mir meistens nichts dabei und tue es einfach. Wir müssen lernen, manche Dinge einfach anzugehen ohne sich vorher groß Sorgen zu machen.
Wie konntest du diesen Trip finanzieren? Gibt es mittlerweile Sponsoren? 
Savas: Ich habe die Reise aus meiner eigener Tasche bezahlt. Dadurch, dass ich durch den Balkan lief, war alles sehr günstig. Für die nächste Challenge brauche ich auf jeden Fall Sponsoren, die mich finanziell unterstützen. Deswegen bin ich momentan noch auf der Suche.
Wie geht es jetzt für dich weiter? Was machst du jetzt beruflich und sportlich? 
Savas: Es geht auf jeden Fall da weiter, wo es aufgehört hat. Ich arbeite weiterhin als Personal Trainer und sportlich habe ich seit der letzten Challenge keinen Tag Pause gemacht.
Ist die nächste Challenge schon in Planung? Worum wird es gehen? 
Savas: Ich habe auf jeden Fall schon einen Plan, was die nächste Challenge sein wird, aber wie gesagt, um dies möglich zu machen brauche ich Sponsoren. Ich möchte nicht lange darauf warten und bereite mich drauf vor. Eins kann ich verraten, es wird bei weitem schwieriger als bei meiner letzten Challenge. Lassen Sie sich überraschen.
Bei dem Fundraising ist einiges an Geld zusammen gekommen. Weißt du schon wann es nach Afrika geht, gibt es schon Pläne bezüglich des Brunnenbaus? 
Savas: Ich bin überglücklich, dass ich die Spendenaktion gestartet habe. Es war ein Herzenswunsch, Spenden für Wasserbrunnen in Afrika zu sammeln. Ich weiß nicht, ob ich persönlich nach Afrika reisen werde, aber ich bin gerade dabei eine passende Organisation für den Brunnenbau zu finden.
Willst du sonst noch etwas loswerden? 
Savas: Ich möchte den Menschen einfach nur Mut machen. Glaubt an euch und eure Ziele. Wir können alle mehr als wir denken. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, das zu beweisen. Viel Glück und Gesundheit an alle, die das lesen. Und danke für das Interview.
Alles Gute für die Zukunft Savas. Auf dass wir bald wieder etwas von dir hören.

nt

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