65. Vierschanzentournee

Skispringer Eisenbichler am Bergisel weit zurück - Tande siegt

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Der Norweger Daniel Tande konnte in Innsbruck siegen und übernimmt die Führung in der Gesamtbewertung der 65. Vierschanzentournee.

Innsbruck - In einem wegen starken Windes chaotischen dritten Wettkampf der Vierschanzentournee kam Markus Eisenbichler nur auf Platz 31. Siegen konnte der Norweger Daniel Tande.

Markus Eisenbichler hat im dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee in Innsbruck alle Chancen eingebüßt. Beim wegen starken Windes und einbrechender Dunkelheit zur Halbzeit abgebrochenen Chaos-Springen kam der 25-Jährige am Mittwoch mit 112 Metern nur auf Rang 31. und fiel im Kampf um eine Top-Platzierung im Gesamtklassement weit zurück.

"Wehe, die brechen ab", sagte er zunächst nach seinem Hüpfer auf 112,0 m, doch wenig später machte die Jury dem widrigen Treiben ein Ende. "Ich ärgere mich eher, dass ich etwas zu früh am Tisch war. Mein Gott, es war halt einfach windig. Mal hat man es gut, mal hat man es schlecht", sagte Eisenbichler. In der Gesamtwertung rutschte er auf den sechsten Platz ab.

Tande übernimmt die Führung

Den Sieg sicherte sich der Norweger Daniel Andre Tande mit einem Satz auf 128,5 Meter. Damit übernahm er vor dem Finale am Freitag in Bischofshofen auch die Führung in der Gesamtwertung vor Kamil Stoch aus Polen, der Vierter wurde. Tageszweiter wurde Tandes Landsmann Robert Johansson, der auf 133 Meter kam. Dahinter folgte der Russe Jewgeni Klimow. 

Stephan Leyhe trotzte den widrigen Bedingungen und belegte mit 120,5 Metern als bester DSV-Springer Rang elf. Einen ordentlichen Wettkampf lieferten auch Andreas Wellinger als 13. und Karl Geiger auf Rang 15 ab. Richard Freitag kam dagegen nur auf Platz 30. Severin Freund hatte am Dienstagabend wegen eines grippalen Infekts die Tournee verlassen.

Schuster über das Aus von Freund

Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster hat sich bei Sky Sport News HD exklusiv zum vorzeitigen Ausstieg des erkrankten Severin Freund bei der 65. Vierschanzentournee geäußert. "Begonnen hat es gestern, er konnte noch springen und hat sich aufgewärmt. Das lief soweit ganz okay, aber im Laufe des Tages ist es schlechter geworden. Er hat gesagt, es fiel ihm schwer, das Körpergefühl war weg. Am Abend haben wir ihn untersuchen lassen, zum Glück haben wir einen Team-Arzt hier. Der hat dann ganz klar diagnostiziert, dass er am Beginn eines Infekts steht. Und dass der mit einer extrem hohen Wahrscheinlichkeit noch schlechter sein wird. Im Anbetracht dieser Umstände macht es keinen Sinn, Skispringen und Höchstleistungssport zu betreiben", sagte Schuster.

dpa sid

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