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Unfall zwischen Neubeuern und Nußdorf

Motorrad gegen Auto auf der St2359: Zwei Personen schwer verletzt

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Feiern unmöglich

London bremst unsere Beach-Helden

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Jonas Reckermann (l.) und Julius Brink durften nur auf Sand feiern

London - Die englischen Regelungen haben ausgerechnet in der Weltstadt London den Beachvolleyball-Olympiasiegern Julius Brink und Jonas Reckermann die Party verbaut.

Am Partymanagement müssen die Olympiasieger noch arbeiten. „Wir waren in einem Club, aber der hat dicht gemacht um drei“, berichtete Beach-Volleyballer Jonas Reckermann am Freitag. Am Abend zuvor, im Finalkrimi gegen die Weltmeister aus Brasilien, funktionierte der Plan von Reckermann und Partner Julius Brink noch - ausgerechnet bei der Siegesfeier stießen die Rheinländer in der Weltstadt London dann aber an Grenzen: „Wir wollten, aber wir konnten nicht. Wegen der Sperrstunde.“

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Britta Heidemann hat den deutschen Medaillenbann gebrochen - die Degenfechterin holte mit Silber das erste deutsche Edelmetall. © dpa
Für das erste Gold sorgte dann die deutsche Equipe im Vielseitigkeitsreiten. Michael Jung, Ingrid Klimke, Sandra Auffarth, Dirk Schrade, Peter Thomsen ritten der Konkurrenz einfach auf und davon. © dpa
Michael jung bescherte sich an seinem 30. Geburtstag gleich ein zweites Mal mit Gold: Nach dem Erfolg mit der Mannschaft holte er sich auch den Sieg in der Einzelkonkurrenz. © dpa
Teamkollegin Sandra Auffarth kam im gleichen Wettbewerb auf den dritten Platz - die erste Bronzemedaille für das deutsche Olympiateam! © dapd
Eine echte Überraschung gelang Sideris Tasiadis: Im Kanuslalom im Canadier-Einer holte der Augsburger Silber. © dpa
Nach Gold in Peking vor vier Jahren bestätigte Judoka Ole Bischof seine Leistung auch in London. Der Reutlinger musste sich erst im Finale geschlagen geben - Silber! © dpa
Julia Richter, Carina Bär, Annekatrin Thiele und Britta Oppelt holen das erste Edelmetall auf dem Dorney Lake - die Deutschen rudern im Doppelvierer zur Silbermedaille. © dapd
Gold für das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes: Filip Adamski, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Richard Schmidt, Lukas Müller, Florian Mennigen, Kristof Wilke und Martin Sauer werden ihrer Favoritenrolle gerecht. © dapd
Judith Arndt hat in ihrem letzten olympischen Radrennen auf der Straße die Silbermedaille im Zeitfahren gewonnen. © dapd
Noch ein Augsburger Medaillengewinner! Nach Sideris Tasiadis am Tag zuvor hat Slalomkanute Hannes Aigner im Kajak Bronze geholt. © dpa
Tony Martin sicherte den Radfahrern das zweite Edelmetall auf den Straßen Londons: Im Zeitfahren wurde er Zweiter. © dpa
Kerstin Thiele hat im Judo in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm völlig überraschend Silber erkämpft. © dpa
Marcel Nguyen aus Unterhaching, der in München geboren ist, hat beim Mehrkampf-Finale der Kunstturner überraschend die Silbermedaille gewonnen. © dpa
Dimitrij Ovtcharov sicherte sich überraschend Bronze im Tischtennis-Einzel. © dpa
Judoka Dimitri Peters legte einen bärenstarken Auftritt hin und sichert sich ebenfalls Bronze. © dpa
Kristina Vogel und Miriam Welte haben sich im Bahnrad-Teamsprint Gold geholt, obwohl sie das Finale gegen China verloren haben. Doch die Asiatinnen wurden nachträglich wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. © dpa
Die Teamsprinter Rene Enders, Maximilian Levy und Robert Förstemann haben im Teamsprint der Männer wenig später ganz ohne Jury-Entscheid die Bronzemedaille gewonnen. © dpa
Das nächste Ruder-Gold im Doppel-Vierer der Männer: Karl Schulze (Dresden), Philipp Wende (Wurzen), Lauritz Schoof (Rendsburg) und Tim Grohmann (Dresden) siegten nach einer eindrucksvollen Leistung bei der olympischen Ruder-Regatta auf dem Dorney Lake. © getty
Judoka Andreas Tölzer (r.) sicherte sich im Schwergewicht das bronzene Edelmetall. © dpa
David Storl hat im Kugelstoßen die erste Leichtathletikmedaille für die Deutschen geholt - Silber! © dpa
Erst Silber, dann disqualifiziert, dann Silber: Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf macht es spannend - und holt am Ende doch eine Medaille! © dpa
Auch sie fielen einer Jury-Entscheidung zum Opfer und verpassten so das Finale. Die Herren freuten sich dann aber dennoch über Edelmetall: Das Florett-Team Benjamin Kleibrink (L-R), Peter Joppich und André Wessels holten Bronze. Nicht im Bild ist Sebastian Bachmann, der nach einem Sturz in seinem Gefecht verletzt aufgeben musste. © dpa
Marcel Nguyen sorgte nach seinem zweiten Platz im Mehrkampf für die erste Olympia-Medaille seit 24 Jahren für deutsche Turner am Barren. Er holte Silber. © dpa
Fabian Hambüchen hat sich mit Silber am Reck seinen Traum von einer erneuten Olympia-Medaille erfüllt. © dpa
Nach achtmal Gold bei acht Starts hintereinander gewann das deutsche Dressur-Team diesmal "nur" die Silbermedaille. © dpa
Maximilian Levy hat im Keirin-Wettbewerb der Bahnradfahrer Silber geholt. © dpa
Robert Harting hat im Diskus Gold geholt © dpa
Sebastian Brendel holte sich Gold im Einer-Canadier. © dpa
Martin Hollstein und Andreas Ihle paddelten im Zweier-Kajak dank eines tollen Endspurts zu Bronze. © dpa
Max Hoff schnappte sich im Einer-Kajak Bronze. © AP
Der deutsche Vierer mit Carolin Leonhardt (Lampertheim), Franziska Weber (Potsdam), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) schaufelte sich zu Silber. © dpa
Timo Boll gewinnt mit der deutschen Tischtennis-Mannschaft durch einen Sieg über Hongkong Bronze © dpa
Doppel-Gold in 60 Minuten: Erst holten Peter Kretschmer und Kurt Kuschela mit einem sensationellen Schlussspurt im Zweier-Canadier Gold, ... © dpa
... eine Stunde später fuhren Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak souverän zum Olympiasieg. © Getty
Für eine Sensation im Beachvolleyball sorgten Julius Brink und Jonas Reckermann: Die Kölner sichern sich Gold! © dpa
Christina Obergföll wirft den Speer zu Silber. © dpa
Linda Stahl holt sich im selben Wettbewerb überraschend Bronze. © dpa
Thomas Lurz bleibt zwar über die Langstrecke von 10km das erhoffte Gold verwehrt aber mit Silber darf sich der Schwimmer immerhin schmücken. © dpa
Raphael Holzdeppe steigerte seine Bestleistung im Stabhochsprung und holte Bronze. © dpa
Noch besser lief es für Björn Otto: Der Dormagener sicherte sich die Silbermedaille. © dapd
Betty Heilder musste lange zittern, doch als die Kampfrichter nochmal mit dem altmodischen Maßband rausholten, war klar: Bronze für die Weltrekordhalterin im Hammerwerfen. © dpa
Taekwondoka Helena Fromm musste zwar durch die Trostrunde, doch am Ende klappte es mit der Bronzemedaille! © dpa
Sabine Spitz gewinnt im Mountainbike-Wettbewerb Silber und komplettiert damit nach Bronze in Athen und Gold in Peking ihren olymischen Medaillensatz. © dpa
Mit seinen beiden Treffern im Finale sichert Jan Philipp Rabente Deutschland Gold im Herren-Hockey. © dpa

Nach dem größten Erfolg ihrer Karriere waren die Augen am Morgen trotzdem klein. „Mein Vater ist hier, daher kann ich nicht erzählen, wo wir gestern noch überall hingeklettert sind“, scherzte Brink. Zur Sieges-Sause hatte der 30-Jährige einen goldenen Hut zum Trainingsanzug getragen, mit Fans und Freunden ging es in ein italienisches Restaurant. Beach-Girl Ilka Semmler war dabei, auch die Volleyballer um Markus Steuerwald und Judoka Ole Bischof feierten den historischen Triumph - noch kein Europäer holte Gold auf Sand.

Sogar der Prinz gratulierte zur Krönung - wenn auch nur via Facebook. „Ein super Match gestern Abend. Auch ich habe vor dem Fernseher mitgefiebert“, schrieb Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski den Beach-Boys.

„Ein großes Team zu spüren, wo wir doch eigentlich immer das kleinste Team sind, das war schon unheimlich stark“, sagte Brink. Viele Sportler aus der deutschen Mannschaft waren an der Horse Guards Parade unter den 15 000 Zuschauern. Wer es nicht wie Gewichtheber Matthias Steiner ins Zentrum von London geschafft hatte, sah den dramatischen 2:1-Sieg (23:21, 16:21, 16:14) gegen Alison Cerutti und Emanuel Rego (Brasilien) im Deutschen Haus. Daheim bejubelten 9,2 Millionen TV-Zuschauer den Erfolg im vierten Anlauf.

„Als der dritte Matchball vergeben war, ist mir schon das Herz in die Hose gerutscht. Aber der Beachvolleyball-Gott war auf unserer Seite“, jubelte Brink nach der Entscheidung. Rego hatte den letzten Ball ins Aus geschmettert. „Ich habe echt versucht, den Ball zu kriegen. Zum Glück habe ich ihn nicht bekommen“, meinte Brink.

Danach gab es kein Halten mehr am Olympia-Strand. Der Leverkusener rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn zu seinen jubelnden Hallen-Kollegen und schrie seine Freude in den Nachthimmel. Trainer und Betreuer in dem Trubel zu finden, war allerdings nicht einfach. „Mitten im Interview kam die Bande an und hat uns überfallen von hinten. Das war ein verdammt schöner Moment“, erzählte Reckermann, der erst einmal seine schwangere Frau Katja innig umarmte.

Als es endlich die ersehnte Gold-Medaille gab, konnte Brink sein Glück einfach nicht fassen. „Irgendwie konnte ich es nicht glauben, dass wir wirklich in der Mitte stehen, als letzte angekündigt. Das ist pures Glück, was man dann empfindet.“ Da machte selbst der Stress nichts aus: Ein Termin jagte am Tag nach dem Gold-Coup den anderen, erst am Abend stand mit dem Besuch bei den US-Basketballern wieder Privates an. Für danach hatte Beach-Boy Brink einen schlichten Wunsch: „Schlafen wäre irgendwann auch schon mal ganz gut.“

dpa

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