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„Bittersüße Entscheidung“ nach 24 Jahren

Tennis-Maestro Roger Federer zieht Schlussstrich – Rückblick auf eine großartige Karriere

Roger Federer zählt zu den besten Tennisspielern aller Zeiten.
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Roger Federer zählt zu den besten Tennisspielern aller Zeiten.

Für viele gilt er als der beste Tennisspieler, den die Welt des Sports je erleben durfte. Die Rede ist von Roger Federer, der am Donnerstagnachmittag (14. September) eine traurige Botschaft für seine Fans auf der ganzen Welt parat hatte: Nach 24 Jahren zieht er einen Schlussstrich.

Basel – Der Tennis-Maestro hört auf: Roger Federer will seine überragende Karriere mit 41 Jahren beenden. Der Laver-Cup in London in der kommenden Woche werde sein letzter Einsatz auf der ATP-Tour, kündigte der Schweizer am Donnerstag (14. Oktober) auf Instagram an. Als Grund nannte der langjährige Weltranglisten-Erste körperliche Beschwerden. „Das ist eine bittersüße Entscheidung, weil ich alles vermissen werde, das die Tour mir gegeben hat“, schrieb Federer.

Der gebürtige Baseler hat 20 Grand-Slam-Titel und insgesamt 103 Einzel-Titel gewonnen. Er war 2008 in Peking Olympiasieger im Doppel und holte mit der Schweiz 2014 den Davis-Cup.

Großartige Tennis-Karriere in 24 Jahren

Der Sohn eines Schweizers und einer Südafrikanerin wurde 1998 Profi, feierte seinen ersten Turniersieg 2001 in Mailand und schaffte 2003 mit dem ersten von acht Triumphen auf dem Rasen von Wimbledon seinen Durchbruch. In den folgenden Jahren war Federer mehrmals dicht daran, als zweiter Spieler alle vier Grand Slams in einem Kalenderjahr zu gewinnen, gegen Rafael Nadal kam er auf Sand bei den French Open aber nicht an. Erst als Nadal 2009 dort das Endspiel verpasste, setzte sich Federer auch in Paris durch.

Roger Federer im Kurzporträt

Geboren: 8. August 1981 in Basel

Profidebüt: 1998

Turniersiege: 103

Grand-Slam-Titel: 20 bei 31 Finals (6x Australian Open: 2004, 2006, 2007, 2010, 2017, 2018; 1x French Open: 2009; 8x Wimbledon: 2003-2007, 2009, 2012, 2017; 5x US Open: 2004-2008)

Weitere Erfolge: Olympiasieger 2008 (Doppel); Olympia-Silber 2012 (Einzel); ATP Tour Champion 2003, 2004, 2006, 2007, 2010, 2011; Davis-Cup-Sieger 2014

Wochen als Nummer eins der Weltrangliste: 310

Karriere-Preisgeld: circa 130 Millionen US-Dollar

Familie: Verheiratet mit Mirka Vavrinec, vier Kinder

Mit Nadal lieferte sich Federer ebenso wie später auch mit Djokovic große Duelle und musste bittere Niederlagen einstecken, auch in Wimbledon-Endspielen. Er meldete sich im Lauf seiner mehr als zwei Jahrzehnte langen Karriere auch mehrmals grandios nach Verletzungen oder schwächeren Jahren zurück. 2012 erklomm er mit dem Wimbledonsieg auch wieder die Spitze der Weltrangliste, 2017 schlug er Nadal in einem denkwürdigen Finale bei den Australian Open in Melbourne, wo er ein Jahr später auch den letzten seiner 20 Grand-Slam-Titel holte. 2019 verlor er nach vergebenen Matchbällen das Wimbledon-Endspiel gegen Djokovic, der ihn wie Nadal als Nummer eins der Welt ablöste.

Schweizer ließ das Schwere so einfach aussehen

Die Fans verehrten Federer für sein ästhetisches Spiel, das auch schwierigste Schläge mitunter verblüffend leicht aussehen ließ. Tatsächlich steckten in seinem meist offensiven Auftreten auf dem Platz viel Kraft und Athletik. Der in jüngeren Jahren mitunter hitzige Federer wuchs mit dem sportlichen Erfolg auch im Auftreten zu einem Weltsportler, der sich im Umgang mit den Fans immer bescheiden, geduldig und auch witzig zeigte und fließend Englisch und Französisch sprechen konnte.

Mit seiner Frau Mirka, einer früheren Profispielerin aus Tschechien, den beiden Zwillingspaaren des Paars sowie seinem Begleittross reiste Federer durch die Welt – allerdings dosiert. Schon früh begrenzte er sein Programm auf wichtige Turniere, um seinem Körper Pausen zu geben. Nun zieht sich Federer endgültig aus dem Wanderleben als Tennisprofi zurück.

Über 24 Jahre prägte er eine Ära, absolvierte über 1500 Profimatches in mehr als 40 Ländern. Eine Entscheidung, die weder ihm als Tennis-Liebhaber noch seinen Fans über den ganzen Globus verteilt leicht fallen wird. Dem Tennis ganz den Rücken zuwenden, würde die Legende nicht übers Herz bringen, wie er am Ende seines Briefes noch verriet: „Zum Schluss, an das Tennisspiel: Ich liebe Dich und werde Dich nie verlassen.“

dpa/mck

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