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Tour-Start 2014: Kittel mit Chance auf Gelb

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Marcel Kittel schlüpfte 2013 nach der ersten Etappe ins Gelbe Trikot

Paris/Berlin - Für den deutschen Topsprinter Marcel Kittel könnte die Tour de France 2014 so beginnen wie die Ausgabe 2013: Mit einem Etappensieg und dem ersten Gelben Trikot.

Marcel Kittel winkt die nächste Traumreise in Gelb. Die 101. Tour de France (5. bis 27. Juli 2014) beginnt wie die Jubiläumsausgabe in diesem Jahr mit einer Flachetappe und bietet den schnellsten Sprintern des Pelotons erneut den Griff nach dem begehrten Maillot jaune. „Das ist sehr, sehr cool, ein schöner Start. Diese Möglichkeit haben wir eigentlich sehr selten, es ist etwas ganz Besonderes“, sagte Kittel dem SID.

Der gebürtige Arnstädter, der bei der offiziellen Streckenpräsentation des größten Radrennens der Welt am Mittwoch im Palais des Congres in Paris als Ehrengast geladen war, war im Juli auf Korsika ins Rampenlicht gespurtet und hatte seine Traum-Tour mit insgesamt vier Etappensiegen mit einem Tag im Gelben Trikot begonnen. Der erste Abschnitt 2014 führt über 191 nahezu topfebene Kilometer von Leeds nach Harrogate durch die englische Grafschaft Yorkshire. Vor dieser doppelten Möglichkeit für die Sprinter hatte die Tour 45 Jahre lang auf eine Flachetappe zum Start verzichtet.

Kittel wird sich beim Abstecher nach Großbritannien vor allem mit Mark Cavendish auseinandersetzen müssen, den er in dieser Saison als König der Sprinter abgelöst hat. Cavendish wird als Lokalmatador unterstützt, er besitzt nahe der Zielankunft ein Apartment. Aber auch der deutsche Meister Andre Greipel (Rostock) könnte diese Gelegenheit zum großen Wurf nutzen.

Neben Kittels nächster Gelb-Chance bietet die Tour 2014 fünf Bergankünfte, nur ein Einzelzeitfahren und als Risikofaktor das gefürchtete Kopfsteinpflaster von Paris-Roubaix. Mit ihrem Profil begünstigt die Große Schleife insgesamt erneut eher die kletterstarken Fahrer, deren Hoffnungen aber auch im Norden Frankreichs früh zerschellen könnten.

Nach drei Teilstücken über die britische Insel endet der Kurzbesuch im Land der beiden letzten Tour-Sieger Froome und Bradley Wiggins, die 2014 wohl gemeinsam im Team Sky den dritten britischen Gesamterfolg in Serie anstreben. Zum zweiten Mal nach 2007 ist Großbritannien Schauplatz des Tour-Auftaktes.

Auf dem Festland gedenkt die Tour dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren mit dem Start des fünften Abschnitts im belgischen Ypern. Dieser wird aber vor allem wegen seines Verlaufs für Diskussionsstoff sorgen. Neun Passagen über das Terrain der „Hölle des Nordens“ werden die Klassementfahrer auf dem Weg nach Arenberg vor eine große Herausforderung stellen.

„Es ist ein gewisses Risiko, aber es wird das Rennen spannend machen“, sagte Froome. Schon 2010, beim letzten Tour-Tanz über das Pflaster, war die Etappe für die Favoriten zu einem Vabanque-Spiel geworden. Kittel findet, das werde „ein Tag, an dem man großen Sport sehen wird.“

Die ersten schweren Berge warten in den Vogesen auf die Fahrer. Vor der Bergankunft in La Planche des Belles Filles, Froome gewann dort 2012 seine erste Tour-Etappe, bewegt sich die Grand Boucle auf dem Weg nach Mulhouse zudem dicht an der deutschen Grenze.

Die Alpen werden nur der Vorgeschmack auf das großes Finale sein, das mythische Alpe d'Huez wird sogar ausgelassen, denn entschieden wird die Tour 2014 wohl in der letzten Woche. Drei schwere Etappen durch die Pyrenäen werden der Gesamtwertung klare Konturen geben und für die Sprinter zum sportlichen Überlebenskampf. „Das Ende ist eklig. Da heißt es: Augen und durch und an Paris denken“, sagte Kittel.

Sein finales Bild erhält das Klassement im einzigen Zeitfahren der Tour am vorletzten Tag über 54 km nach Bergerac, wo der dreimalige Weltmeister Tony Martin seine Klasse ausspielen könnte. Ihr traditionelles Ende findet die Frankreich-Rundfahrt am 27. Juli auf dem Prachtboulevard Champs Elysees in Paris. Titelverteidiger Froome ist guter Dinge. „Mir gefällt der Kurs, er ist sehr herausfordernd“.

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SID

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