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Nur Wagner-Augustin patzt

Sieben deutsche Kanus in Olympia-Finals

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Der Kajak-Vierer der Damen kämpft um Gold.

Eton - Die deutsche Kanu-Flotte hat das Maximalziel verpasst. Sieben statt der erhofften acht Boote fahren an den ersten beiden Final-Tagen um olympische Medaillen.

So war das nicht geplant. 44 Tage nach dem Titelgewinn bei der EM kam das vorzeitige Olympia-Aus für Katrin Wagner-Augustin. Am ersten Geburtstag von Sohn Emil reichte es am Dienstag im Kajak-Einer über 500 Meter auf dem Dorney Lake in Eton nur zum vierten Platz im Halbfinale für die 34-jährige Potsdamerin.

Um 0,7 Sekunden verpasste die viermalige Olympiasiegerin das Medaillenrennen, suchte anschließend Trost bei ihrer Familie und rätselte über die Gründe. "Ich kann noch gar nicht sagen, woran es gelegen hat, aber ich ärgere mich schon ein bisschen", sagte die Europameisterin. "Sie muss das schnell abhaken", forderte Chefbundestrainer Reiner Kießler mit Blick auf ihr Finalrennen an diesem Mittwoch mit dem Vierer. Katrin Wagner-Augustin versprach das: "Jetzt muss ich mich ganz auf den Vierer konzentrieren."

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Hier sehen Sie weitere ungewöhnliche Anblicke, die keinen weiteren Kommentar brauchen © dpa
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Dagegen qualifizierten sich der Vierer-Kajak der Männer über 1000 Meter, Peter Kretschmer und Kurt Kuschela im Zweier-Canadier über 1000 Meter sowie Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak über 500 Meter für die Finals am Donnerstag. Bereits an diesem Mittwoch bestreiten die Einer-Europameister Sebastian Brendel im Canadier und Max Hoff im Kajak sowie die Kajak-Olympiasieger Martin Hollstein/Andreas Ihle und der Vierer-Kajak der Frauen ihre Finals.

"Das Maximalziel haben wir leider nicht erreicht. Aber von acht Möglichkeiten sieben Final-Teilnahmen, das ist schon gut", bilanzierte Kießler. Er hofft auf eine Leistungssteigerung in den Endläufen: "Wir sind noch einigermaßen im Soll. Jetzt hoffen wir, dass nach Möglichkeit auch alle sieben das Heft in die Hand nehmen."

Dies hat der Männer-Vierer bereits im Halbfinale getan. Dank eines fulminanten Schlussspurts fuhren Marcus Groß, Norman Bröckl, Tim Wieskötter und Max Hoff als Zweite hinter Australien ins Finale. "Wir wissen genau, es ist was möglich im Finale", sagte der erfahrene Tim Wieskötter. Er hatte für mehr Paddel-Harmonie in dem Großboot vor den Olympischen Spielen extra noch den Platz getauscht mit Max Hoff, der nun ganz hinten sitzt. "Es fällt uns dadurch leichter, in den Rhythmus zu kommen. Hinter mir zu sitzen und mit meinem Schlag mitzukommen, ist nicht so einfach", sagte der Einer-Europameister.

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Britta Heidemann hat den deutschen Medaillenbann gebrochen - die Degenfechterin holte mit Silber das erste deutsche Edelmetall. © dpa
Für das erste Gold sorgte dann die deutsche Equipe im Vielseitigkeitsreiten. Michael Jung, Ingrid Klimke, Sandra Auffarth, Dirk Schrade, Peter Thomsen ritten der Konkurrenz einfach auf und davon. © dpa
Michael jung bescherte sich an seinem 30. Geburtstag gleich ein zweites Mal mit Gold: Nach dem Erfolg mit der Mannschaft holte er sich auch den Sieg in der Einzelkonkurrenz. © dpa
Teamkollegin Sandra Auffarth kam im gleichen Wettbewerb auf den dritten Platz - die erste Bronzemedaille für das deutsche Olympiateam! © dapd
Eine echte Überraschung gelang Sideris Tasiadis: Im Kanuslalom im Canadier-Einer holte der Augsburger Silber. © dpa
Nach Gold in Peking vor vier Jahren bestätigte Judoka Ole Bischof seine Leistung auch in London. Der Reutlinger musste sich erst im Finale geschlagen geben - Silber! © dpa
Julia Richter, Carina Bär, Annekatrin Thiele und Britta Oppelt holen das erste Edelmetall auf dem Dorney Lake - die Deutschen rudern im Doppelvierer zur Silbermedaille. © dapd
Gold für das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes: Filip Adamski, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Richard Schmidt, Lukas Müller, Florian Mennigen, Kristof Wilke und Martin Sauer werden ihrer Favoritenrolle gerecht. © dapd
Judith Arndt hat in ihrem letzten olympischen Radrennen auf der Straße die Silbermedaille im Zeitfahren gewonnen. © dapd
Noch ein Augsburger Medaillengewinner! Nach Sideris Tasiadis am Tag zuvor hat Slalomkanute Hannes Aigner im Kajak Bronze geholt. © dpa
Tony Martin sicherte den Radfahrern das zweite Edelmetall auf den Straßen Londons: Im Zeitfahren wurde er Zweiter. © dpa
Kerstin Thiele hat im Judo in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm völlig überraschend Silber erkämpft. © dpa
Marcel Nguyen aus Unterhaching, der in München geboren ist, hat beim Mehrkampf-Finale der Kunstturner überraschend die Silbermedaille gewonnen. © dpa
Dimitrij Ovtcharov sicherte sich überraschend Bronze im Tischtennis-Einzel. © dpa
Judoka Dimitri Peters legte einen bärenstarken Auftritt hin und sichert sich ebenfalls Bronze. © dpa
Kristina Vogel und Miriam Welte haben sich im Bahnrad-Teamsprint Gold geholt, obwohl sie das Finale gegen China verloren haben. Doch die Asiatinnen wurden nachträglich wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. © dpa
Die Teamsprinter Rene Enders, Maximilian Levy und Robert Förstemann haben im Teamsprint der Männer wenig später ganz ohne Jury-Entscheid die Bronzemedaille gewonnen. © dpa
Das nächste Ruder-Gold im Doppel-Vierer der Männer: Karl Schulze (Dresden), Philipp Wende (Wurzen), Lauritz Schoof (Rendsburg) und Tim Grohmann (Dresden) siegten nach einer eindrucksvollen Leistung bei der olympischen Ruder-Regatta auf dem Dorney Lake. © getty
Judoka Andreas Tölzer (r.) sicherte sich im Schwergewicht das bronzene Edelmetall. © dpa
David Storl hat im Kugelstoßen die erste Leichtathletikmedaille für die Deutschen geholt - Silber! © dpa
Erst Silber, dann disqualifiziert, dann Silber: Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf macht es spannend - und holt am Ende doch eine Medaille! © dpa
Auch sie fielen einer Jury-Entscheidung zum Opfer und verpassten so das Finale. Die Herren freuten sich dann aber dennoch über Edelmetall: Das Florett-Team Benjamin Kleibrink (L-R), Peter Joppich und André Wessels holten Bronze. Nicht im Bild ist Sebastian Bachmann, der nach einem Sturz in seinem Gefecht verletzt aufgeben musste. © dpa
Marcel Nguyen sorgte nach seinem zweiten Platz im Mehrkampf für die erste Olympia-Medaille seit 24 Jahren für deutsche Turner am Barren. Er holte Silber. © dpa
Fabian Hambüchen hat sich mit Silber am Reck seinen Traum von einer erneuten Olympia-Medaille erfüllt. © dpa
Nach achtmal Gold bei acht Starts hintereinander gewann das deutsche Dressur-Team diesmal "nur" die Silbermedaille. © dpa
Maximilian Levy hat im Keirin-Wettbewerb der Bahnradfahrer Silber geholt. © dpa
Robert Harting hat im Diskus Gold geholt © dpa
Sebastian Brendel holte sich Gold im Einer-Canadier. © dpa
Martin Hollstein und Andreas Ihle paddelten im Zweier-Kajak dank eines tollen Endspurts zu Bronze. © dpa
Max Hoff schnappte sich im Einer-Kajak Bronze. © AP
Der deutsche Vierer mit Carolin Leonhardt (Lampertheim), Franziska Weber (Potsdam), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) schaufelte sich zu Silber. © dpa
Timo Boll gewinnt mit der deutschen Tischtennis-Mannschaft durch einen Sieg über Hongkong Bronze © dpa
Doppel-Gold in 60 Minuten: Erst holten Peter Kretschmer und Kurt Kuschela mit einem sensationellen Schlussspurt im Zweier-Canadier Gold, ... © dpa
... eine Stunde später fuhren Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak souverän zum Olympiasieg. © Getty
Für eine Sensation im Beachvolleyball sorgten Julius Brink und Jonas Reckermann: Die Kölner sichern sich Gold! © dpa
Christina Obergföll wirft den Speer zu Silber. © dpa
Linda Stahl holt sich im selben Wettbewerb überraschend Bronze. © dpa
Thomas Lurz bleibt zwar über die Langstrecke von 10km das erhoffte Gold verwehrt aber mit Silber darf sich der Schwimmer immerhin schmücken. © dpa
Raphael Holzdeppe steigerte seine Bestleistung im Stabhochsprung und holte Bronze. © dpa
Noch besser lief es für Björn Otto: Der Dormagener sicherte sich die Silbermedaille. © dapd
Betty Heilder musste lange zittern, doch als die Kampfrichter nochmal mit dem altmodischen Maßband rausholten, war klar: Bronze für die Weltrekordhalterin im Hammerwerfen. © dpa
Taekwondoka Helena Fromm musste zwar durch die Trostrunde, doch am Ende klappte es mit der Bronzemedaille! © dpa
Sabine Spitz gewinnt im Mountainbike-Wettbewerb Silber und komplettiert damit nach Bronze in Athen und Gold in Peking ihren olymischen Medaillensatz. © dpa
Mit seinen beiden Treffern im Finale sichert Jan Philipp Rabente Deutschland Gold im Herren-Hockey. © dpa

Gerade an der Harmonie hat das Quartett aus Berlin, Potsdam und Essen lange gefeilt. Sobald die Synchronität der Paddel fehlt, bremst es. "Da kommt dann ein Ruckeln ins Boot. Das merkt man sofort", berichtete Hoff. Und bislang kam der Vierer im Verlaufe der Saison noch nicht recht in Schwung. Bei der EM hatte es nur zu Platz vier gereicht. "Meistens fahren wir ein gutes Rennen im Jahr. Das war noch nicht, also kommt es noch", sagte Wieskötter.

Im Vorlauf und im Halbfinale bei Olympia war nun ein Aufschwung zu erkennen. "Für uns war es gut, an einem Tag zwei konstante Rennen zu fahren", sagte der Berliner Norman Bröckl. Im Finale soll dann das beste Rennen des Jahres folgen. "Mit einem kontrollierten Rennen wirst du nicht gewinnen. Im Finale musst du Harakiri fahren", meinte Hoff und prophezeite: "Das wird ein enges Ding."

dpa

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