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Rosberg und Alonso als Kilometerfresser

Formel-1-Tests: Vettel schnellster Deutscher

Sebatian Vettel bei den Tests am Freitag
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Sebatian Vettel bei den Tests am Freitag

Barcelona - Weltmeister Sebastian Vettel hat am zweiten Tag der Testfahrten vor dem Formel-1-Saisonauftakt in Australien zumindest die "deutsche Meisterschaft" für sich entschieden.

Weltmeister Sebastian Vettel hat am zweiten Tag der abschließenden Testfahrten vor dem Formel-1-Saisonauftakt am 17. März in Australien zumindest die „deutsche Meisterschaft“ für sich entschieden. Der Heppenheimer fuhr in seinem Red Bull auf dem Circuit de Catalunya in 1:23,743 Minuten zwar nur auf den vierten Rang, war damit aber trotzdem Schnellster der vier deutschen Piloten. Die Tagesbestzeit setzte der französische Lotus-Fahrer Romain Grosjean in 1:22,716 vor dem englischen Ex-Weltmeister Jenson Button (McLaren/1:23,181) und dem Venezoelaner Pastor Maldonado (Williams/1:23,628).

Nico Hülkenberg (Emmerich) lag im Sauber als Fünfter nur eine Tausendstelsekunde hinter Vettel, aber knapp eine halbe Sekunde vor Adrian Sutil (Gräfelfing), der 24 Stunden nach seiner Rückkehr zu Force India auf Platz sechs fuhr (1:24,215). Bis zur Mittagspause hatte Sutil bei schlechten Bedingungen sogar auf einem starken zweiten Rang gelegen.

Mercedes-Fahrer Nico Rosberg (Wiesbaden/1:26,655) bildete als Zehnter zwar das Schlusslicht des deutschen Quartetts knapp vor Vettels Dauerrivalen Fernando Alonso (Spanien/1:27,878) im Ferrari, doch die Zwei waren die größten Kilometerfresser des Tages und konzentrierten sich vor allem auf möglichst lange Umläufe mit viel Sprit im Tank. Insgesamt kam Rosberg auf 120 Runden, Alonso umrundete den 4,655 km langen Kurs 102-mal. „Das Auto hat sich bei den schwierigen Bedingungen gut angefühlt“, sagte ein zufriedener Rosberg, „jede einzelne Runde ist wichtig für unseren Lernprozess.“

Auch Vettel spulte intensive Aerodynamiktests ab. Das Weltmeisterteam setzte dabei ein neues technisches Element am Heckflügel ein, das seinem Star noch mehr Anpressdruck und damit höhere Geschwindigkeiten in den Kurven ermöglichen soll. „Das ist ein interessanter Bereich, in dem es sehr viel zu entdecken gibt“, sagte Red Bulls Design-Genie Adrian Newey.

Bei Mercedes sorgte der offenbar bevorstehende Wechsel des bei McLaren abgesetzten Technischen Direktors Paddy Lowe für Wirbel. In Barcelona bestätigte McLaren-Sportdirektor Sam Michael, dass sich Lowe zu einem Engagement bei den Silberpfeilen ab 2014 entschieden habe: „Er hat seine Wahl getroffen.“ Bereits seit Anfang des Jahres wird über einen Wechsel von Lowe, der als Vertrauter des neuen Piloten Lewis Hamilton gilt, zu Mercedes spekuliert. Die Stuttgarter wollen den sich anbahnenden Deal aber nicht kommentieren. Dass Lowes Verpflichtung gleichzeitig das Aus von Teamchef Ross Brawn bedeuten würde, dementierte Mercedes zuletzt ebenfalls energisch.

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty

Die Teams übten sich neben dem Rundendrehen nahe der katalanischen Metropole zudem einmal mehr in Geheimniskrämerei. Immer wenn Vettel, Alonso und Co. in die Box kamen, wurden ihre Wagen sofort mit Stellwänden und anderen Sichtschutz-Planen versteckt, um den Spionen der Konkurrenz die Arbeit so schwierig wie möglich zu machen. Vettels Heckflügel zog dabei die größte Aufmerksamkeit der Kiebitze auf sich.

Nach heftigen Regenfällen zu Beginn des Trainings trocknete der Asphalt im Laufe des Tages ab. Allerdings blieb es unangenehm kühl - keine optimalen Bedingungen für die so wichtige Abstimmung der Autos auf die neuen Reifen. Auf Slicks wurde nur sehr wenig gefahren. Die Teams verloren so wichtige Zeit und damit Daten, um die anfälligen Wagen richtig einzustellen. Bei den ersten Rennen im sonnigen Australien und schwülwarmen Malaysia werden ganz andere Bedingungen herrschen. Am Sonntag endet die Testphase für die Formel-1-Teams, zwei Wochen später wird in Melbourne der erste Grand Prix 2013 gestartet.

sid

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