Wegen Reifenplatzern

F1-Fahrer drohen mit sofortigem Boykott

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Ein Mechaniker markiert einen Pirelli-Reifen am Nürburgring

Nürburgring - Angesichts der Reifenplatzer in Silverstone haben die Fahrer der Formel 1 geschlossen mit ihrem Rückzug vom Großen Preis von Deutschland am Nürburgring gedroht.

Die Fahrer der Formel 1 haben geschlossen mit einem sofortigen Boykott des Deutschland-Rennens am Sonntag gedroht, sollten sich die Ereignisse wie zuletzt in Silverstone wiederholen. Diese vermeidbaren Probleme mit den Reifen würden „das Leben der Fahrer, Streckenposten und Fans gefährden“, teilte die Fahrervereinigung GPDA am Donnerstagabend mit.

„Wenn du hinter einem Wagen mit 300 Stundenkilometern bist, Teile durch die Luft fliegen und deinen Helm treffen, sind die wie Geschosse. Die killen dich wahrscheinlich“, sagte der WM-Zweite Fernando Alonso in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Das sei „absolut inakzeptabel“, kommentierte er die Serie von hochgefährlichen Reifenplatzern am vergangenen Sonntag in England.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

Dort waren in kurzer Zeit bei drei Autos die linken Hinterreifen förmlich explodiert. Kurz vor Ende des Rennens erwischte es ein weiteres Auto. Bereits im Training hatte es denselben Defekt an den Pneus gegeben. Ausrüster Pirelli kündigte daraufhin nach einer eingehenden Fehleranalyse überarbeitete Reifen für den Großen Preis von Deutschland an diesem Wochenende auf dem Nürburgring an. Der Weltverband leitete Sofortmaßnahmen ein und machte auch vor Regeländerungen nicht halt, um die Sicherheit der Piloten künftig besser gewährleisten zu können.

„Wir sind dazu bereit, unsere Autos bis ans Limit zu bringen, so wie wir es immer tun, und wie es von unseren Teams, Sponsoren und Fans verlangt wird“, teilte die GPDA in der Stellungnahme am Donnerstag mit. Die Pilotenvereinigung schränkte gleich im nächsten Satz aber ein: „Die Fahrer haben sich dazu entschlossen, sich sofort von der Veranstaltung zurückzuziehen, sollten ähnliche Probleme beim Deutschland-Grand Prix auftreten.“

dpa/sid

Zurück zur Übersicht: Motorsport

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser