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Formel 1: Vettel gibt weiter Vollgas

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Sebastian Vettel ist weiter auf Erfolgskurs.

Valencia - Sebastian Vettel siegt immer weiter. Langweilig wird ihm das nicht. Und den Fans auch nicht, denn beim Jubeln fällt dem Weltmeister immer was Neues ein.

Nun ist er schon ein Monster, ein Computer, ein Kaiser und Monarch, doch Sebastian Vettel hat wie die berühmte Raupe Nimmersatt noch lange nicht genug. Der Titelkampf ist schon vor der Halbzeit der Saison praktisch entschieden, langweilig wird die Formel 1 aber nicht. Dank Vettel. Der Weltmeister, dem beim Blick auf die Ergebnis-Tabellen eigentlich selbst schon langweilig werden müsste, sprüht weiter vor Ehrgeiz, Erfolgshunger und Ideenreichtum. Und auch die Medien werden angesichts der schumacherartigen Dominanz des jungen Deutschen immer kreativer.

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
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Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © dpa
Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © dpa

„Gewinnen wird nie langweilig, um Gottes Willen, das geht einem nie auf den Keks“, sagte der 23-Jährige Vettel, nachdem er im Hafen von Valencia trotz Teil eins der ihn angeblich einbremsenden Regeländerung zum Zwischengas den sechsten Sieg im achten Saisonrennen eingefahren hatte.

Ebenso wie die Motivation gehen dem Abonnement-Gewinner, der neun der letzten zwölf Rennen auf vier Kontinenten gewann, die Adressaten seines Danks nie aus. Nach der Familie und dem Team, seiner „Kinky Kylie“ (Vettels Auto), den Müttern am Muttertag oder den Heppenheimern beim Public Viewing gingen Vettels Grüße nach seinem 16. Grand-Prix-Sieg mit der insgesamt 1000. Führungsrunde an die ehemaligen Klassenkameraden zum fünften Jahrestag des Abiturs.

Jährlich wechseln die Namen seiner Autos - Kylies Vorgängerinnen hießen „Leckere (Lucious) Liz“ und „Scharfe (Randy) Mandy“. Praktisch zu jedem Rennen präsentiert der abergläubische Vettel neue Helme, die er gemeinsam mit Designer Jens Munser selbst entwirft. Die sehen mal aus wie Disco-Kugeln oder eine Red-Bull-Dose, tragen Sprichwörter in der Landessprache des jeweiligen Grand Prix, zeigen Blumen oder Europakarten, Sticker seiner Heimatregion Bergstraße und Namen aller Mechaniker oder orientieren sich farblich am Trikot von Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer. Sebastian Vettel bringt eben Farbe in die Formel 1.

Vettel: Computer, Monster, Kaiser

Diese Kreativität scheint auch die Medien herauszufordern, sie versuchen sich nach jedem Sieg mit neuen Superlativen und Titulierungen zu überbieten. Tuttosport schrieb am Montag, Vettel fahre „wie ein Computer“ und sei „ein Monster von Bravour“. Der Corriere della Sera sprach vom „jungen Kaiser“ und „neuen Monarchen“ der Formel 1. La Repubblica konstatierte, der Deutsche behandele sein Auto „wie eine sexy Schauspielerin“, aber schließlich sei es auch „eine Rakete“.

Diese Kombination aus dem überlegenen Auto - mit dem Teamkollege Mark Webber allerdings noch kein Rennen in dieser Saison gewann - und dem derzeit vielleicht besten, mindestens aber selbstsichersten und fehlerlosesten Fahrer, frustriert die Konkurrenz. Selbst Vize-Weltmeister Fernando Alonso verwies Titelhoffnungen nach Rang zwei beim Heimspiel ins Reich der Träume.

Und Lewis Hamilton, der vor wenigen Wochen noch tönte, er sei der beste Fahrer, muckt nur noch in der McLaren-Garage auf. Die Wettbewerbsfähigkeit seines Autos habe nachgelassen, versicherte er. Schuld daran seien die Ingenieure, die seine Vorschläge ignoriert hätten.

Von seiner meist vorsichtigen Linie ging dagegen nach der erneuten Vettel-Gala Red-Bull-Teamchef Christian Horner ab. Der sprach von einem „perfekten Wochenende“ und einem „unglaublichen Rennen“ und bilanzierte: „Seb schafft es immer wieder, uns zu überraschen.“ So, als das Team ihm den Wechsel Webbers auf harte Reifen zunächst verschwieg, „damit er nicht noch mehr attackiert“.

Plötzlich, so Horner, habe Vettel über den Funk gefragt: „Welche Zeiten fährt Mark eigentlich mit den harten Reifen?' Wir schauten uns an und fragten uns: 'Wer hat ihm das gesagt?' Er hat es auf einer Videowall gesehen - er hat noch die geistigen Kapazitäten, sich auf solche Dinge zu konzentrieren. Er ist ein Perfektionist. Für die Jungs, die mit ihm arbeiten, ist das ungemein lohnend, denn er treibt sie alle an.“

Von einer Vorentscheidung im Titelrennen wollte Vettel trotz 77 Punkten Vorsprung nichts wissen („Ich war schlecht in Mathe“). Um dies glaubhaft zu vermitteln, muss er aber wieder kreativ sein. „Vielleicht kommst du mal an die Box und auf einmal beginnt es zu regnen“, sagte er: „Es kann das Safety-Car im falschen Moment rauskommen oder was auch immer. Das sind nicht zwingend Fehler, aber dann läuft es halt gegen dich.“

Sollte dies alles am Ende dazu führen, dass Vettel nicht zum zweiten Mal Weltmeister ist, müsste das Schicksal aber schon sehr kreativ sein.

sid

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