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Zwischen Wasserburg und Haag

Unfall auf B15 bei Soyen: Erhebliche Behinderungen am Dienstagmorgen

Unfall auf B15 bei Soyen: Erhebliche Behinderungen am Dienstagmorgen

Formel 1 in Indien: Vettel störte nur der Hund

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Ein Hund läuft bei der Formel-1-Premiere in Indien auf der Fahrbahn.

Neu Delhi - Ein streunender Hund, dichter Smog und eine Menge Schmutz auf der Strecke: Das Chaos am Streckenrand fand am ersten Renntag auf dem neuen Formel-1-Kurs in Indien seine Fortsetzung.

Doch die Strecke des Aachener Architekten Hermann Tilke begeisterte die Fahrer einhellig. „Als die Hunde aus dem Weg waren, hat's richtig Spaß gemacht“, sagte Weltmeister Sebastian Vettel nach seinem zweiten Platz am ersten Trainingstag schmunzelnd.

Das Tier hatte sich schon nach fünf Minuten der ersten Einheit auf die Strecke verirrt und eine fünfminütige Unterbrechung hevorgerufen. „Es gibt eben sehr viele Menschen in Indien, sehr viele Kühe und - wie wir jetzt wissen - auch sehr viele Hunde“, meinte die in Indien geborene Sauber-Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone fand den Zwischenfall dagegen nicht lustig. „Gelacht habe ich nicht wirklich“, sagte der Brite an seinem 81. Geburtstag dem Sport-Informations-Dienst (SID): „Ich habe sofort an Istanbul gedacht und hoffe, dass uns so etwas am weiteren Wochenende erspart bleibt.“

In einem GP2-Rennen 2008 hatte der heutige Renault-Pilot Bruno Senna in der Türkei einen auf die Strecke gelaufenen Hund überfahren und sein Auto dabei stark beschädigt. „Einerseits lacht man, aber ich weiß aus Erfahrung, dass das eigentlich nicht zum Lachen ist“, sagte der Neffe des dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna, der damals unverletzt geblieben war. Das Kuriose: „Ich habe den Hund schon vor dem Start herumlaufen sehen“, erklärte Senna. Zu diesem Zeitpunkt kümmerte sich niemand um das Tier. Gerüchte, der Hund sei direkt nach dem Einfangen getötet worden, wurden zunächst nicht bestätigt.

Formel 1 in Indien: Hunde auf der Strecke

Formel 1 in Indien: Hunde auf der Strecke

Die erste Einheit auf der gut 290 Millionen teuren Rennstrecke in Indien wurde zu Beginn um einige Minuten unterbrochen, da immer wieder Hunde auf den Asphalt liefen. © Getty
Die erste Einheit auf der gut 290 Millionen teuren Rennstrecke in Indien wurde zu Beginn um einige Minuten unterbrochen, da immer wieder Hunde auf den Asphalt liefen. © Getty
Die erste Einheit auf der gut 290 Millionen teuren Rennstrecke in Indien wurde zu Beginn um einige Minuten unterbrochen, da immer wieder Hunde auf den Asphalt liefen. © Getty
Die erste Einheit auf der gut 290 Millionen teuren Rennstrecke in Indien wurde zu Beginn um einige Minuten unterbrochen, da immer wieder Hunde auf den Asphalt liefen. © Getty

Doch in den restlichen 170 Trainingsminuten des ersten Formel-1-Tages auf der Strecke nahe Neu Delhi stand der Sport im Mittelpunkt. Noch vor dem dem stark vibrierenden „Flatter-Frontflügel“, der Felipe Massa die überraschende Tagesbestzeit sicherte, war das Streckenprofil des neuen Kurses das beherrschende Thema. Vor allem Nico Rosberg zeigte sich begeistert. „Das ist eine Superstrecke. Sehr eigen und echt toll“, sagte der Mercedes-Fahrer.

Rekordweltmeister Michael Schumacher bezeichnete den Buddh International Circuit als „sehr interessante Strecke, auf der es Spaß macht zu fahren“. Dass die beiden Mercedes-Piloten sich mit den Plätzen 14 (Schumacher) und 15 (Rosberg) in der Tageswertung begnügen mussten, störte sie nicht. „Auf dieser neuen Strecke haben wir uns in der zweiten Trainingssitzung ausschließlich auf die Vorbereitung fürs Rennen konzentriert“, betonte Sportchef Norbert Haug. Rosberg fühlt sich „gut vorbereitet“ für das Rennen am Sonntag (10.30 Uhr MEZ/RTL und Sky).

Auch Vettel sprach von einer „interessanten Strecke“, sprach aber auch ein weiteres Problem an. „Der Staub und Schmutz machen es nicht einfach“, sagte er: „Das wird übers Wochenende sicher besser werden, aber es wird uns auch die ganze Zeit begleiten.“ Mit Besen und Wasserwerfern hatten die Streckenposten die Strecke gereinigt, sie durch letzteres aber auch etwas rutschig gemacht. Das Smog-Problem war nur am Vormittag akut, als manche Fahrer sogar die sonst nur bei Nebel und starkem Regen benutzten Warnlichter einschalteten.

Vettel von A bis Z 

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty

Der am Freitag viertplatzierte Lewis Hamilton und der Mexikaner Sergio Perez (13.) werden beim Rennen am Sonntag derweil um drei Startplätze nach hinten versetzt. Der britische McLaren-Pilot und der Sauber-Fahrer wurden damit für die Missachtung einer Gelben Flagge in der letzten Runde des ersten Trainings bestraft, in dem Hamilton noch der schnellste gewesen war. „Wer diese Flaggen nicht gesehen hat, der muss zum Augenarzt“, meinte Virgin-Pilot Timo Glock, der den Tag als 21. beendete. Für Freude bei den Gastgebern sorgte derweil Adrian Sutil, der im Force-India-Mercedes direkt hinter den Fahrern der drei Top-Teams Rang sieben belegte. „Unser Update funktioniert ziemlich gut“, sagte Sutil und schürte damit Hoffnungen auf ein gutes Rennergebnis.

SID

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