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Großer Preis von Kanada

Nach Zeitstrafe: Zuspruch für Vettel aus der Motorsportszene

Erhielt nach einem Fahrfehler eine folgenschwere Zeitstrafe: Sebastian Vettel. Foto: Tom Boland/The Canadian Press/AP
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Erhielt nach einem Fahrfehler eine folgenschwere Zeitstrafe: Sebastian Vettel. Foto: Tom Boland/The Canadian Press/AP

Montréal (dpa) - Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel hat nach seiner folgenschweren Zeitstrafe beim Formel-1-Rennen von Kanada breite Unterstützung aus der Motorsportszene erhalten.

«Das ist die schlimmste Entscheidung, die ihr jemals getroffen habt», twitterte der frühere Motorrad-Weltmeister Casey Stoner in Richtung der Formel 1. Ex-Formel-1-Weltmeister Nigel Mansell schrieb: «Sehr, sehr peinlich. Es war keine Freude, dieses Rennen zu sehen. Zwei Champions fahren brillant, aber es endet mit dem falschen Ergebnis.»

Nachdem Vettel in Montréal in der 48. Runde seinen Verfolger Lewis Hamilton nach einem Fahrfehler fast in die Mauer gedrängt hatte, wurde er von den Rennkommissaren mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt. Er fuhr zwar als Erster über die Ziellinie, musste sich so aber mit Rang zwei hinter Hamilton begnügen und hat in der WM-Wertung nun 62 Punkte Rückstand auf den Briten.

«Was in Kanada passiert ist, ist auf diesem Level unseres großartigen Sports nicht akzeptabel», twitterte die US-Motorsportlegende Mario Andretti. Er ergänzte, dass keine Fahrfehler infolge harter Zweikämpfe so bestraft werden sollten. «Meine Frau hat gesagt, das war verdammtes Racing», schrieb Ex-Formel-1-Champion Damon Hill. Der Schotte Allan McNish merkte an: «Ich bin nicht sicher, was Vettel hätte anders machen sollen. Eine harte Entscheidung für Vettel.»

«Es ist wirklich schade, das war eine normale Rennsituation. Ja, Sebastian hat einen Fehler gemacht, aber er hat diese Strafe nicht verdient», sagte Ex-Weltmeister Jenson Button bei Sky. Johnny Herbert stellte fest: «Racing ist weich geworden. Falsch, falsch, falsch.»

Vettels ehemaliger Teamkollege Mark Webber fragte ironisch, ob einer der Rennkommissare jemals «an der Spitze der Formel 1» gefahren sei. Ex-Fahrer Alexander Wurz sprach von einem kniffligen Zwischenfall, der aber keine Strafe verdient habe.

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