Vettel räumt auf

Braver Sebastian? "So bin ich nicht"

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Ein gut gelaunter Formel 1-Pilot Sebastian Vettel nach einem Rennen in einem Videosimulator bei einem PR-Event in Hamburg.

Berlin - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel räumt mit seinem Saubermann-Image, das seit der Stallorder-Affäre beim Großen Preis von Malaysia ohnehin erste Kratzer bekommen hat, weiter auf.

„Außenstehende haben mich für den lieben, braven Sebastian gehalten, der auch seine Meinung für sich behält. Aber so bin ich nicht“, sagte der 25-Jährige im Interview mit der Welt am Sonntag.

Beim zweiten Grand Prix des Jahres hatte Vettel Ende März seinen in Führung liegenden Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber (Australien) entgegen der Ansage aus der Box kurz vor Schluss überholt. „Für viele Leute war es vielleicht überraschend, wie ich mich da verhalten habe. Aber nicht für mich“, sagte Vettel.

Es sei aber eben nicht seine Art, Dinge nach außen zu kehren, „die nicht nach außen gekehrt werden müssen“. Das habe wohl zu einer verzerrten Wahrnehmung seiner Person in der Öffentlichkeit geführt: „Das Bild, das vor diesem Tag von mir existierte, stimmte nicht.“

Sollte Webber, dessen Vertrag bei Red Bull nach der Saison ausläuft, den Rennstall verlassen, hätte Vettel nichts gegen Kimi Raikkönen als neuen Teamkollegen einzuwenden. „Ich weiß nicht, wie realistisch das ist. Ich komme sehr gut mit ihm aus“, sagte der Heppenheimer.

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Als echten Freund würde er den „Iceman“ vom Lotus-Team allerdings auch nicht bezeichnen: „Wir sind beide unkompliziert, geradeaus, ehrlich. Wir kommen gut miteinander aus. Aber echte Freunde, denen man alles anvertraut, gibt es in der Formel 1 nicht. ` In der Fahrerwertung ist der Finne nach sechs Rennen mit 21 Punkten Rückstand erster Verfolger des Titelverteidigers (107 Punkte).

SID

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