Formel 1

Vettel will die São-Paulo-Pole - Hülkenbergs vorletztes Mal

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Fuhr beim Training zum Grand Prix von Brasilien die schnellste Runde: Sebastian Vettel im Ferrari. Foto: Nelson Antoine/AP/dpa

Es wäre so schön für Nico Hülkenberg. Die Pole wie 2010. Aber: Es müsste schon ein Formel-1-Wunder geschehen für den Renault-Piloten. Die Favoriten sitzen vor allem im Ferrari, aber auch im Mercedes und Red Bull. Schnellster am Freitag: Sebastian Vettel.

São Paulo (dpa) - Die schlechte Nachricht für Nico Hülkenberg: Nass soll es in seiner vorletzten Formel-1-Qualifikation nicht werden. 2010 hatte der mittlerweile 32-Jährige unter schwersten Bedingungen im Regen über São Paulo die Pole Position geholt.

Heute (19.00 Uhr MEZ) aber soll es trocken bleiben. Dass das keine Garantie ist, wissen die Piloten. Dass Hülkenberg im Renault auf Wunder hoffen muss, um seinen bisher größten Formel-1-Erfolg an gleicher Stelle zu wiederholen, dürfte auch außer Frage stehen. Landsmann Sebastian Vettel gilt nach dem Auftakt am Freitag dafür als erster Anwärter.

DER TOP-FAVORIT

Sebastian Vettel. Das USA-Wochenende soll nur eine Ausnahme gewesen sein. Ferrari und Vettel setzen wieder auf den kraftvollsten Motor im Feld. Und das dürfte auf der Strecke mit einer langen Gerade mit Steigung durchaus Vorteile haben. Ist Ferrari in den Hochgeschwindigkeitspassagen wieder langsamer als erwartet, dürften die Spekulation nach den Schummelvorwürfen zuletzt wieder aufblühen.

Wie die Pole in São Paulo geht, weiß Vettel: 2011 und 2013 stand er auf Platz eins im Red Bull. Nicht fürchten muss er Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc, der nach einen Motorwechsel strafversetzt wird. Das Training am Freitag ließ zumindest vermuten, dass Ferrari wieder zur Quali-Stärke von vor dem USA-Rennen zurückgefunden hat. Vettel Schnellster, Leclerc hauchdünn dahinter.

DIE WEITEREN KANDIDATEN

Lewis Hamilton. Der neuerdings sechsmalige Weltmeister könnte seine Pole-Bilanz noch ein bisschen aufpolieren. Erst viermal stand der 34 Jahre alte Brite auf dem besten Startplatz, zuletzt Ende Juli auf dem Hockenheimring. Seit Hamilton für Mercedes fährt (ab 2013) holte er mindestens fünfmal pro Saison die Pole. 2015, 2016, 2017 und 2018 erreichte Hamilton sogar zweistellige Zahlen. In Brasilien holte er bisher dreimal den ersten Startplatz, zuletzt vor einem Jahr.

Valtteri Bottas. Der Vizeweltmeister will im zweiten Mercedes den Schwung von der Pole und dem Sieg zuletzt in Austin nutzen und zum sechsten Mal in diesem Jahr auf Startrang eins fahren.

Max Verstappen. Ob es für Platz eins reicht - fraglich. Verstappen wird aber jede Chance nutzen, die sich bietet. Nachdem ihm vor einem Jahr eine spätere Karambolage im Rennen den sicheren Sieg kostet, will der 22 Jahre alte Niederländer diesmal den Leistungsanstieg von Red Bull in Brasilien bestätigen. Am Freitag erster Ferrari-Verfolger.

DIE RUNDE

4309 Meter. 15 Kurven. Gefahren wird gegen den Uhrzeigersinn. Nach dem Start die erste Herausforderung: Bergab durchs Senna-S. Dann die erste Gerade. Sektor zwei wird kurvig und damit auch langsamer, ehe es bergauf und mit hoher Geschwindigkeit schon wieder zurück auf die Start und Zielgerade geht.

DIE GEFAHR

Beide Trainingseinheiten endeten vorzeitig, weil ein Auto in die Streckenbegrenzung gerutscht war. Zocken und möglichst lange in der Box bleiben, kann also gefährlich werden. Fliegt ein Rivale ab, ist die Möglichkeit für eine schnelle Runde dahin. Hinzu kommt: 4,309 Kilometer sind nicht viel: Vor allem in der ersten K.o.-Runde kann ziemlich Betrieb auf der Strecke herrschen.

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