74:56 gegen Heidelberg

FireGirls gewinnen erstes Playoff-Finalspiel

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Bad Aibling – Großer Kampf, großes Spiel: Die FireGirls gewannen am Sonntagnachmittag die erste Playoff-Finalbegegnung gegen Heidelberg mit 74:56.

Vor ausverkauftem Haus taten sich die Aiblinger Basketballerinnen schwerer als erwartet, dennoch setzten sie sich am Ende souverän durch. Mit einem Sieg, der in der gesamten Phase der Partie nie ernsthaft gefährdet war. 

Nun können die FireGirls am kommenden Sonntag den Deckel drauf machen und als ungeschlagener Meister in die 1. Basketball-Bundesliga aufsteigen. Es war die letzte Sekunde der 1. Halbzeit, in der das Spiel entschieden wurde. Quasi mit der Halbzeitsirene setzte Lindsay Sherbert fast von der Mittellinie zu einem Verzweiflungswurf an – und der landete ungestreift im Korb der Heidelbergerinnen. Drei Punkte, ein johlendes Publikum und ein ganz breites Kreuz waren der Lohn für diesen Sonntagsschuss. Und jeder in der Aiblinger Sporthalle wusste in diesem Moment: Das war’s. 

Tatsächlich konnte das erfolgsverwöhnte Publikum in Bad Aibling erst da zum ersten Mal so richtig durchatmen. Denn von Beginn an setzten die Spielerinnen aus Heidelberg den Aiblingerinnen mehr zu als denen lieb war. Ausgerechnet an dem Tag, an dem sich die gesamte Polit-Prominenz des Landkreises in der Halle eingefunden hatte. Von Landrat Wofgang Berthaler über MdL Otto Lederer, MdB Daniela Ludwig, Bürgermeister Felix Schwaller bis zum Großteil des Aiblinger Stadtrates waren sie alle vertreten, um das heimische Team siegen zu sehen. 

Nach wackeligen Anfangsminuten fanden die Favoritinnen aus der Kurstadt jedoch immer besser ins Spiel. Die anfänglich schwache Verteidigung klappte dann im 2. Viertel richtig gut, und auch die Abschlussschwäche verbesserte sich allmählich. So konnten die FireGirls mit einer beruhigenden 46:29-Führung in die Pause gehen. Dass in der zweiten Halbzeit dann die Korbausbeute relativ spärlich war, lag zum Einen an der guten Abwehr der Heidelbergerinnen und zum Anderen an den oft überhasteten Aktionen der Aiblingerinnen. Trotzdem wurden die FireGirls am Ende von ihren Fans mit einem donnernden Applaus verabschiedet. Zurecht – hatten sie doch in der gesamten Saison ihren Zuschauern stets Basketball auf höchstem Niveau gezeigt und jedes Spiel von Anfang bis Ende dominiert. Gerade im Hinblick auf die fantastischen Fans bewertete Lena Bradaric das (hoffentlich) letzte Heimspiel der Saison mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Wir wollen Euch so schnell wie möglich wiedersehen“, sagte sie in ihrer Abschiedsansprache in das Hallenmikrofon. „Trotzdem wollen wir natürlich am kommenden Sonntag in Heidelberg gewinnen.“ 

Was einerseits den Aufstieg bedeuten würde und andererseits ein letztes Entscheidungsspiel in Bad Aibling überflüssig machen würde. Trotz einigen holprigen Momenten im Spiel war Trainer Oliver Schmid nach dem Schlusspfiff zufrieden. „Es war eine typische Finalbegegnung“, sagte er. „Wir haben am Anfang wenig Körbe aus dem Feld gemacht, was sich gebessert hat. Und wir haben im zweiten und dritten Viertel ganz stark verteidigt. Was übrigens Heidelberg ebenfalls ganz gut gemacht hat.“ 

Nun blicken Schmid und seine Mädels voller Anspannung und freudiger Erwartung auf den kommenden Sonntag. Ein Sieg in Heidelberg – und die 1. Bundesliga ist da. Doch er weiß auch: „Das wird noch ein sehr hartes Stück Arbeit. Denn Heidelberg kann ganz locker aufspielen. Sie haben mit dem Finale schon alle Ziele erreicht. Wir wollen jedoch mehr.“

Pressemitteilung TuS Bad Aibling Fireballs

Quelle: mangfall24.de

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