Herausragende Leistungen bei der Oberbayerischen

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Sophia Sprinzing vom TSV Bad Reichenhall wurde ihren Leistungsansprüchen auf der Brustdisziplin gerecht.

Ainring - Im Fokus des Schwimmsports stand am Wochenende das Ainringer Erlebnisbad. Der TSV Bad Reichenhall richtete dort die Oberbayerischen Jahrgangsmeisterschaften aus.

Komplimente, Dank und Anerkennung von allen 41 teilnehmenden Vereinen sowie von höchster Stelle aus dem Gremium des Bayerischen Schwimmverbandes galten beim zweitägigen Mammut-Schwimmevent mit über 550 Teilnehmern und 2.399 Starts sowohl der Schwimmabteilung des TSV Bad Reichenhall als Ausrichter der Oberbayerischen Jahrgangsmeisterschaften, wie auch der Gemeinde Ainring, welche im Erlebnisbad das 50-Meter-Sportbecken mit den acht Wettkampfbahnen ausschließlich diesen Titelkämpfen zur Verfügung stellte.

An beiden Wochenendtagen gewährte man den allen Besuchern, egal ob als Zuschauer oder Nützer des Erlebnisbeckens, einschließlich Riesenrutsche, einen eintrittsfreien Einlass. Vor allem am sonnenüberstrahlten Sonntag wurde dies weidlich mit nahezu 3000 Gästen genutzt und stellte dies das urlaubsgeschwächte Personal vor eine zusätzliche Herkulesaufgabe.

Das Leistungsniveau bei der „Oberbayerischen“ war im Schnitt hervorragend, teils phänomenal. Die jungen Schwimmerinnen und Schwimmer aus Oberbayern - mit Mitgliedern und Vereinen der absolut größte Bezirk in Bayern - sind gerüstet für die nächste schwimmsportliche Aufgabe in diesem Jahr, nämlich der Bayerischen Meisterschaft vom 25. bis 27. Juli in Würzburg.

Trotz des am ersten Wettkampftag kurzzeitig anfänglichen Starkregens begünstigte optimale Gute-Laune-Witterung bei hochsommerlichen Außentemperaturen die Veranstaltung. Bei allem Ehrgeiz herrschte spürbare familiäre Atmosphäre bei dieser bedeutenden Meisterschaft. Dank eines eingespielten Teams an geprüften Kampfrichtern auf verschiedenen Positionen wurde das umfangreiche Wettkampfprogramm zügig und reibungslos abgewickelt.

Es gab jede Menge persönliche Bestzeiten. Immer wieder rücken außerordentlich trainingsfleißige Jungtalente nach und werden, wie sich auch in Ainring vielfach bestätigte, von außerordentlich engagierten Trainern betreut. Dass da oft ein größeres Betreuerteam vor Ort war, sah man an den meistbeteiligten Vereinen, wie beispielsweise der top-besetzten Teams aus dem Münchner Raum, der SSG Neptun Germering sowie auch aus der heimischen Region vom SV Wacker Burghausen. Der SVW stellt mit Volker Mucks zugleich den Bezirksrat-Vorsitzenden im Bayerischen Schwimmverband, der unter anderem am Samstag auch die Siegerehrung mit Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger vornahm.

Bürgermeister Hans Eschlberger benötigte am Samstag zu früher Vormittagsstunde bei der Eröffnungsansprache als Schirmherr tatsächlich ein Parapluie um sich von dem Wasserguss von oben zu schützen. Auf recht humorvolle Weise verband er diesen mit dem von den vielen Meisterschafts-Teilnehmern zu bewältigenden „Widerstand“ im Becken. Er verwies rückblickend darauf, dass die Gemeinde nach der letztmaligen Ausrichtung vor fünf Jahren wieder die besten Schwimmerinnen und Schwimmer aus ganz Oberbayern zu Gast habe.

Sein Dank richtete sich an alle Eltern, die ihre sportlichen Kinder unterstützen, Trainer und Betreuer für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Besondere Anerkennung verdiene die ausrichtende Schwimmsportabteilung des TSV Bad Reichenhall für die bereits vor einem halben Jahr begonnene akribische Vorbereitung und Organisation. Aus deren Reihen sprach Abteilungsvorsitzende Heidi Kimberger ein Grußwort.

Das südliche Liegewiese-Gelände hatte sich in eine kleine Zeltstadt verwandelt, wo die Aktiven, die ja meist in mehreren Disziplinen starteten, während ihre Wettkampfpausen Ruhe fanden. Wer Hunger verspürte, konnte sich in einem von der Schwimmabteilung des TSV Bad Reichenhall aufgebauten Verpflegungszelt verköstigen, unter anderem mit Nudelsalat, Kaffe und Kuchen.

Unterstützend fungierte nicht nur die Ainringer Schwimmbad-Crew um Andi Kammel, sondern ebenso die Freilassing-Ainringer Wasserwacht in der Besetzung Maria Krinke, Verena Lang, Michael Hartje, Gerhard Wesenauer.

Den Aktiven der drei heimischen Vereine TSV Freilassing, TSV Bad Reichenhall und SSG Bad Reichenhall galt freilich auch von den anfeuernden Zuschauern das besondere Augenmerk.

Oberbayerische Jahrgangsmeisterschaft

Punktebeste Leistungen (gemessen an 1000 Weltrekord-Punkte) erbrachten folgende Schwimmsportler:

Männlich, Jahrgang 2001: Pascal Borchardt (SG Stadtwerke München), 100 m Freistil in 1.00,46 Min; 2002: Markus Fischer (SC Prinz Eugen München), 200 m Freistil in 2.25,25. In diesem Jahrgang belegte Luca Karl vom TSV Bad Reichenhall (oberbayerischer Jahrgangsmeister über 200 m Brust, Platz 11 im süddeutschen Schwimm-Mehrkampf) den vierten Punkte-Platz; 2003: Florian Kühn (SV Grafing-Ebersberg), 200 m Freistil in 2.28,05; 2004: Jan Henrik (SG Stadtwerke München), 200 m Lagen in 2.53,43; 1997: Simon Diepold (SG Delphin Ingolstadt), 100 m Freistil in 56,34; 1998; Roman Kirmse (SV Wacker Burghausen), 100 m Schmetterling in 1.00,56; 1999: Dominik Kohlschmid (SV Wacker Burghausen), 200 m Lagen 2.14,64 (absolute Topzeit), 2000: Christopher Richter (SG Stadtwerke München ) In der Extra-Wertung, welche dem Weltrekord am nächsten kommt, wies bei den Junioren David Huch, (SG Delphin Ingolstadt) über 100 m Freistil in 54,47 Sekunden mit 611 Punkte die absolute Bestmarke auf.

Punktebeste Schwimmerinnen: 

2001: Cornelia Rips (SSG Neptun Germering), 100 m Freistil in 1.01,76, als deutsches Jungtalent mit 599 Punkten eine phantastische Leistung); 2002: Annika Fenzl (TSV Bad Reichenhall), 100 m Brust in 1,21,28. Die Bayernligakader-Starterin Annika Fenzl wird in der Deutschen Bestenliste unter den Top-Drei geführt. Sie ist außerdem süddeutsche Meisterin im Schwimm-Mehrkampf (in Dresden) und Viertplatzierte im Schwimm-Mehrkampf der diesjährigen Deutschen Meisterschaft in Berlin; 2003: Lisa Schlüter (TSV Vaterstetten), 200 m Freistil in 2.32,94; 2004: Amelie Zachenhuber (SC Prinz Eugen München), 100 m Freistil in 1.12,72; 1997: Melina Schlegel (SG Stadtwerke München), 100 m Rücken in1.11,68; 4. Platz in der Punktbestliste Nina Koller (TSV Bad Reichenhall), 100 m Freistil in 107,29; 1998: Miriam Carola Schäfer (SV Lohhof), 200 m Lagen in 2.31,53; Dritte in dieser Punktwertung Sophia Sprinzing (TSV Bad Reichenhall), 200 m Brust in 2.50,71. Sprinzing wurde zugleich obb. Jahrgangsmeisterin über 200 m Brust; 999: Selina Hupfer (SC Prinz Eugen München), 100 m Brust in 1.17,38; 2000: Viktoria Theresia Kothny (SC Prinz Eugen München). 100 m, Rücken in 1.08,76. Sechste in dieser Punkte-Bestenliste ist Olivia Fenzl (TSV Bad Reichenhall), 200 m Brust in 2.57,07.- Punktebeste bei den Juniorinnen 1995/96 wurde Dajana Schlegel (SG Stadtwerke München), 100 m Rücken in 1.07,80.

Pro Jahrgang und Schwimmart wurden Medaillen am Band vergeben und auch die jeweiligen Rangvierten bekamen einen Trostpreis. Pokale gab`s für die Punktebesten und zudem noch zwei große Mannschaftstrophäen für die meisten Medaillensammler.

Die Gastfreundschaft, das wohltuende Ambiente im Schwimmbad, das keinesfalls selbstverständliche Entgegenkommen der Gemeinde und nicht zuletzt der ausrichtende TSV Bad Reichenhall mit seinem couragierten Ensemble auf vielen Ebenen rundeten die Veranstaltung ab, der man nur die Note 1 geben kann. Auch das Team des Kampfgerichts in seiner Non-Stop-Funktion sei hier ausdrücklich erwähnt.

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