Bester Deutscher kommt aus Ainring

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Ainring - Bei der 9. internationalen Cyprus 4-Day-Challenge konnte ein Ainringer überzeugen: Stephan Tassani-Prell erlangte den 4. Rang und ist damit bester Deutscher.

Einen gelungenen Saisonabschluss erzielten die beiden Ainringer Team Salomon Läufer Stephan und Barbara Tassani-Prell bei der 9. internationalen Cyprus 4-Day-Challenge, einem viertägigen Etappenlauf auf der drittgrößten Mittelmeerinsel, Zypern. Zwar konnte Stephan nicht ganz an seinen ausgezeichneten zweiten Gesamtrang im Vorjahr anknüpfen, war aber nach einer langen, kräftezehrenden Traillauf-Saison, mit Gesamtrang 4 als bester Deutscher, dennoch sehr zufrieden.

Ehefrau Barbara war als zwölfte Dame zweitbeste Deutsche und mit Platz 4 der Kategorie W40 ebenfalls wunschlos glücklich, auch wenn sie am letzten Tag vom dritten Podestplatz um 17 Sekunden denkbar knapp verdrängt wurde.

Das für diese Jahreszeit noch milde Mittelmeerklima sorgte zwar für angenehme Lauftemperaturen, jedoch erschwerte heuer ein starker zum Teil fast stürmischer Wind, vor allem auf der Trail-Halbmarathon-Strecke, den Läufern das Vorwärtskommen.

Der Vier-Tages Laufbewerb, bestehend aus einem 6-Kilometer-Zeitlauf im Einzelstartmodus, einem Berglauf vom Strand auf das elf Kilometer entfernte Bergdorf Pano Arodes auf über 600 Meter, einem Trailhalbmarathon mit 450 bergauf- und 700 bergabführenden Höhenmetern und zum Abschluss einem 10-Kilometer-Stadtlauf im historischen Hafen von Paphos, bietet jedem Läufer die Möglichkeit, nach seinem „Geschmack“ sein Können unter Beweis zu stellen.

Bereits beim Prolog war klar, dass der Sieg nur über den bärenstarken Engländer Ben Livesey gehen würde. Der 35-Jährige siegte mit fast zwei Minuten Vorsprung die Tageswertung und hat eine aktuelle 10.000-Meter-Zeit von 29.29 Minuten, sowie eine Halbmarathon-Zeit von 64.48 Minuten zu Buche stehen.

Mit Recht doppelte Freude beim Ainringer Läufer-Ehepaar „Babsi“ Barbara und Stephan Tassani-Prell mit Spitzenplätzen beim 9. internationalen Cyprus 4-Day-Challenge. In glänzender Manier vertraten auf der Mittelmeerinsel Zypern die deutschen Farben.

Dahinter entbrannte gleich am zweiten Tag, beim Berglauf, ein Dreikampf um die beiden verbleibenden Ränge am Gesamtpodest und gleichzeitig um den Klassensieg M40 zwischen dem Schweizer Vorjahressieger Urs Jenzer, der erst kürzlich den Schweizer „Napf Marathon“ gewann, dem englischen Navy-Soldaten Barry Stoddard und dem oberbayerischen Trail- und Bergläufer Stephan Tassani-Prell vom SC Ainring/Team Salomon. Nach etwas verhaltenem Start konnte Tassani zu Jenzer aufschließen und mit dem Vorjahressieger Hand in Hand im Ziel auf Rang drei einlaufen. Somit lagen nach zwei Etappen die ersten drei M40-Männer auf knapp 40 Sekunden zusammen.

Klar war somit, dass die Entscheidung beim Trailhalbmarathon über die „Akamas“ Halbinsel fallen würde. Jenzer konnte sich bei Kilometer acht entscheidend absetzen und Gesamtrang zwei, sowie den Klassensieg klar machen. Durch den starken Gegenwind waren die Laufzeiten durchwegs um etwa vier Minuten langsamer, als in den Vorjahren, und auch die Anstrengung war den 170 Teilnehmern im Ziel am malerischen Sandstrand anzusehen.

Beim abschließenden „10er“ in Paphos änderte sich bei leicht veränderter Streckenführung die Reihenfolge nicht mehr, da die M40-Spitzengruppe bis Kilometer neun praktisch zusammen blieb. Auch hier machte der stürmische Wind den Läufern zu schaffen. Um so erstaunlicher die Siegerzeit von Ben Livesey in 31.03 Minuten (Gesamtzeit: 2:58.55 Std.) vor Urs Jenzer (35.38 Min./Gesamtzeit: 3:08.08 Std.), Barry Stoddard (35.53 Min./Gesamtzeit: 3:10.48 Std.) und Stephan Tassani-Prell (36.03 Min./Gesamtzeit: 3:12.15 Std.). Somit wurde der Vorjahres-Dritte und Gesamt-Zweite 2010, Torsten Krüger aus Bielefeld als zweitbester Deutscher Fünfter (Gesamtzeit: 3:16.48 Std.) und der Bayreuther Triathlet Holger Federmann Gesamt Siebter (Gesamtzeit: 3:23.21).

Bei den Damen siegte mit Issy Menzies (Gesamt: 3:37.46) ebenfalls eine Britin vor ihrer Landsfrau Julia Tully (Gesamt: 3:49.28) und der Vorjahresdritten Linda Van Lommel (Gesamt: 3:51.11) aus Belgien. Rang 4 ging an die W45-Siegerin und Dritte beim Swiss Irontrail 2013 aus der Schweiz, Jeanette Dalcolmo (Gesamt: 3:52.48) und Fünfte wurde die ehemalige schwedische Olympia-Teilnehmerin und Siegerin des Stockholm-Marathons Ingmarie Nilsson (Gesamt: 3:54.55). Barbara Tassani-Prell erreichte mit Damen Gesamtrang 12 und Platz vier in der Klasse W40 (Gesamt: 4:21.21), knapp hinter der Italienerin Elisabetta Bottazzoli und ein Platz vor Ultraläufer Stefan Schlett, ein ebenfalls höchst erfreuliches Resultat zum Saisonende.

In der beliebten Teamwertung avancierten Stephan Tassani-Prell mit Torsten Krüger und Florian Bauer als „German Cyprus Fans“ zu Rangdritte hinter zwei englischen Teams.

Neben den zahlreichen Teilnehmern aus Großbritannien, waren die Deutschen mit 29 Teilnehmern, die Holländer, Schweizer und Österreicher, die größte Gruppe. Außerdem stellten sich Teilnehmer aus Italien, Portugal, Schweden, Südafrika und vom Gastgeberland Zypern der Herausforderung.

Bei der traditionellen Siegerehrung mit festlichem Galadinner fand die neunte Challenge auf Zypern einen würdigen Abschluss.

schl

Rubriklistenbild: © schl.

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