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Top Ten in ganz Amerika

Auf dem Weg zum Fußball-Profi in den USA - Rohrdorfer Sebastian Gebhart über den College-Sport

Der Rohrdorfer Sebastian Gebhart ist mit seinem Team aktuell unter den Top 10 in ganz Amerika
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Der Rohrdorfer Sebastian Gebhart ist mit seinem Team aktuell unter den Top 10 in ganz Amerika

Von Rosenheim bis nach Vermont - das ist eine Entfernung von über 6000 Kilometern Luftlinie. Dennoch wagte der Fußballer Sebastian Gebhart den Wechsel in den US-Bundesstaat. Jetzt spielt er dort College-Fußball auf der größtmöglichen Bühne. Wie es zu dem Wechsel kam und wie es ihm dort ergeht, erzählt er im Gespräch mit rosenheim24.de

USA - Sebastian Gebhart hat buchstäblich einen riesengroßen Schritt gewagt. Der 23-jährige Fußballspieler, der eigentlich aus Rohrdorf kommt, wechselte im Sommer von Heimstetten - Viertligist in Deutschland - in den US-Bundesstaat Vermont. Dort ist er nun als Fußballer am College aktiv und gehört mit seinem Team derzeit zu den besten in den USA. Gebharts Mannschaft, die Vermont Catamounts, spielen in der höchsten amerikanischen Spielklasse im Collage-Bereich und sind dort derzeit sehr erfolgreich. Im gesamtamerikanischen Vergleich ist das Team, in dem sich der 23-Jährige gleich zum Stammspieler gemausert hat, zehnter. Nur eines von 15 Spielen verloren die Catamounts. Ein historischer Wert für die Universität.

Wie Gebhart im Gespräch mit rosenheim24.de erzählt, machte nur ein Stipendium den Wechsel in die USA möglich. Alles andere hätte keinen Sinn ergeben, denn die Studiengebühren in Amerika seien kaum bezahlbar. Dabei hatte der 23-Jährige schon nach dem Abitur die Gelegenheit, den Sprung nach Übersee zu riskieren. Damals entschied er sich dann aber doch für den deutschen Profifußball. Dabei reichte es allerdings nicht ganz für den Schritt aus der Jugend von 1860 München in den Kader der ersten Mannschaft. So hatte erstmal der Bachelor-Abschluss Priorität. Nebenbei kickte der 23-Jährige in den Ligen vier und fünf.

Sport und Studium auf hohem Niveau

Mit Bachelor in der Tasche gab es im Sommer erneut die Chance auf den Wechsel und das war tatsächlich die letzte, wie Gebhart berichtet, denn das Maximalalter für das Stipendium liegt bei 25 Jahren. Neben dem Sport macht der 23-Jährige am College noch seinen Master und das war für ihn auch der Hauptgrund für den Schritt: „Hier hat man vor allem die Möglichkeit, sowohl Fußball als auch Studium auf einem sehr hohen Niveau zu betreiben. Dies ist in Deutschland so leider nicht möglich, da die Sportarten hier gesondert von Vereinen betrieben werden.“

Am College hat der Rechtsverteidiger einen vollgepackten Alltag. Neben den drei Kursen, die er besucht, hat er jeden Tag Training, manchmal sogar mehrfach. Dazu kommen aktuell jede Woche zwei Spiele, teilweise mit weiten Anreisen. Nebenbei noch Hausaufgaben - viel Freizeit bleibt da nicht.

Alles läuft herausragend

Den Schritt in die USA bereut der junge Rosenheimer dennoch in keiner Weise. „Sowohl sportlich als auch akademisch läuft es bisher herausragend! Es wird einem hier sehr geholfen, Anschluss und neue Freunde zu finden und der College-Lifestyle in Amerika macht auch sehr viel Spaß“, beschreibt der 23-Jährige seine aktuelle Situation. Aber er fügt gleichzeitig auch an, dass ihm natürlich seine Freunde und Familie fehlen und das „gute deutsche Essen“.

Den US-Fußball schildert Gebhart übrigens als deutlich physischer als die deutsche Version. Außerdem wird in Amerika nur zwischen August und Dezember gespielt und dafür deutlich häufiger. Das Frühjahr steht dann komplett für Training und Saisonvorbereitung zur Verfügung.

Der Rechtsverteidiger ist im Übrigen nicht der einzige Deutsche im Kader der Catamounts. Gleich zwei weitere Teamkollegen von Gebhart kommen aus seinem Heimatland. Das hat ihm nicht nur die Integration erleichtert, sondern, wie er erzählt, auch dazu beigetragen, dass er sich überhaupt für Vermont entschieden hat. Denn mit den Beiden hat er sich vor seinem Wechsel ausgiebig unterhalten können. Und auch in anderen Sportarten ist vereinzelt das eine oder andere deutsche Gesicht zu finden.

Der Traum von der MLS

Noch für mindestens zwei Jahre wird der Rohrdorfer in den USA bleiben, denn so lange wird er noch für seinen Master brauchen und ebenso lange ist er für die Universität spielberechtigt. Wie es danach weiter geht, ist noch nicht so ganz klar. Die besten College-Spieler schaffen den Sprung in eine der beiden nordamerikanischen Profi-Ligen MLS und USL. Davon wäre Gebhart sicherlich nicht abgeneigt und wer weiß, wenn er und seine Catamounts weiter so performen, vielleicht wird ja dann bald ein ganz großer Profi-Club auf den 23-Jährigen aufmerksam.

nt

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